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A Box of Stars - Walnut Street
A Box of Stars ist das musikalische Alter Ego des multidisziplinären Künstlers Macaulay Lerman, der sich selbst als Schöpfer von Liedern, Gedichten und Bildern bezeichnet. Lerman, der ursprünglich 2018 in Erscheinung trat, legte nach seinem 2023 erschienenen Album "Somethinghood" bewusst eine dreijährige Pause ein, um tiefgreifende Veränderungen in seinem Leben zu verarbeiten, darunter das schmerzhafte Ende einer langjährigen Beziehung. Stimmungsvoller Indie-Folk / Slow-Core / Singer-Songwriter, getragen von akustischem Fingerpicking, anschwellenden Hintergrundtexturen und einem zutiefst emotionalen, resonanten Gesang. Schnapp dir eine dicke Decke und beobachte, wie der Regen an deiner Fensterscheibe herunterläuft. "Walnut Street" ist ein atemberaubend schönes Stück purer, ungefilterter Nostalgie und Trauer um eine imaginäre Zukunft. Lermans tiefe, dröhnende Baritonstimme erinnert an die düstere, raue Poesie von Leonard Cohen oder Bill Callahan. Titel wie das bewegende "Haydn’s Song" - geschrieben als wunderschönes Andenken an einen verstorbenen Freund - werden dich absolut in ihren Bann ziehen. Es ist unglaublich warm, geisterhaft und der ultimative Mitternachts-Hörgenuss, um den Sinn deiner eigenen Erinnerungen zu hinterfragen.
Acid Reign - Daze Of The Week
Die Band, die 1985 als Pioniere der britischen Thrash-Bewegung gegründet wurde, wird von ihrem charismatischen Howard "H" Smith angeführt, dem einzigen verbliebenen Gründungsmitglied. Unterstützt von einer neu formierten Besetzung aus dem Jahr 2025 kehrten sie ins Studio zurück, um die rohe Old-School-Energie ihres klassischen Repertoires einzufangen. Hochgeschwindigkeits-Thrash Metal / Speed Metal voller Energie, angetrieben von scharfen, rasanten Gitarren-Leads, stampfenden Mosh-Parts und unglaublich eingängigen, hymnischen Refrains. Hol deine High-Top-Sneaker aus dem Schrank und mach Platz in deinem Wohnzimmer, denn die britischen Thrash-Könige sind zurück, um einen ordentlichen Circle Pit zu starten! "Daze Of The Week" ignoriert modernen Radio-Pop komplett und serviert stattdessen zehn Tracks voller purer, unverfälschter Geschwindigkeit. Es trägt stolz den rebellischen Cool-Guys-Spirit des Street-Thrash der 1980er Jahre in sich, ohne sich selbst zu ernst zu nehmen. Songs wie "Alonely" und "Conniption King" treffen dich mit einer unerbittlichen Wand aus dröhnenden Gitarren und rasenden Drum-Tempos und beweisen, dass die alte Garde des britischen Metal kein bisschen von ihrer Schärfe eingebüßt hat.
Active Child - Active Child
Active Child ist das Soloprojekt von Patrick Grossi, einem ehemaligen Chorknaben, der sich zum klassisch ausgebildeten Harfenisten und Elektronikproduzenten weiterentwickelt hat. Seit seinem bahnbrechenden Album "You Are All I See" aus dem Jahr 2011 ist Grossi ein Liebling der Indie-Pop-Szene und bekannt für sein überirdisches Falsett und seine herzzerreißenden Arrangements. Art Pop, Synth-Pop, Indie-R&B und Ethereal Wave. Er verbindet auf wunderschöne Weise die synthetische Chorkraft von James Blake oder How to Dress Well mit klassischen Harfenarrangements und grandioser, kaskadenartiger Kathedralen-Elektronik. Patrick Grossi hat uns selbst gewarnt: Dieses selbstbetitelte Album wurde maßgeschneidert, um dein Herz völlig zu zerbrechen, und Mann, hält es, was es verspricht! Active Child ist ein herrlicher, maximalistischer emotionaler Spielplatz. Grossis Stimme steigt in die Stratosphäre empor wie ein digitaler Engel, der über massiven, dröhnenden 808-Subbass-Hits und eleganten Harfenklängen singt. Das Thema ist reines, filmisches Melodram - es geht um Sehnsucht, Verletzlichkeit und spirituelle Heilung. Es klingt, als wäre ein Kirchenchor in einem futuristischen Neon-Raumschiff gefangen, und es ist atemberaubend schön.
Advent Horizon - Falling Together
Zur Besetzung gehören Rylee McDonald (Gesang/Gitarre/Keyboard), Mike Lofgreen (Schlagzeug), Cason Wood (Bass/Synthesizer) und Grant Matheson (Gesang/Gitarre). Nach ihrem Durchbruchalbum "A Cell To Call Home" aus dem Jahr 2023 nahmen sie dieses Nachfolgealbum in den Cold House Studios auf und beauftragten den Progressive-Rock-Giganten Jens Bogren (Opeth, Haken, Leprous) mit dem Mastering. Komplexer, emotional dichter Progressive Rock / Progressive Metal, unterlegt mit schwebenden Gesangsharmonien, dichten Keyboardklängen und hochdynamischen Gitarrenläufen. Setzen Sie Ihre Denkmütze auf, denn Advent Horizon schickt Ihr Gehirn auf eine wilde Achterbahnfahrt. "Falling Together" ist eine gewaltige konzeptionelle Reise, bei der die Überzeugungen Ihrer Kindheit unter die Lupe genommen werden. Das absolute Herzstück ist ein kolossaler, 19-minütiger Eröffnungstrack, der wie eine Miniatur-Sinfonie wirkt. Er wechselt mühelos von intimen, wehmütigen Melodien zu gewaltigen Wänden komplexer Metal-Instrumentierung. Er ist tiefgründig, wunderschön orchestriert und ein Muss für jeden, der episches musikalisches Storytelling liebt.
Alexis Martin Ensemble - Les pôles Volume 1
Alexis Martin ist ein erfahrener Veteran mit 30 Jahren Erfahrung als Schlagzeuger, Perkussionist und Komponist für Film und Fernsehen. Um seine erste formelle Ensemble-Vision zum Leben zu erwecken, stellte er ein Dreamteam aus kanadischen Jazz-Talenten zusammen, darunter die Pianistin Emie R. Roussel und der Kontrabassist Mathieu Désy. Samtiger Modern Jazz / Jazz-Noir / Instrumental, geprägt von filmischen Klangtexturen, zarten Klaviermotiven und tiefen Holzbläsern. Schenken Sie sich einen heißen Kaffee ein und beobachten Sie den Regen draußen, denn diese Platte ist ein wortloser Film für Ihre Ohren. "Les pôles Volume 1" ist eine unglaublich sanfte, texturreiche Jazzreise, die sich elegant und zutiefst menschlich anfühlt. Martin behandelt Stille und Raum wie echte Instrumente und lässt die Klavierakkorde und wehmütigen Cellomelodien in einem fortwährenden Mitternachtsdialog atmen. Sie ist stimmungsvoll, äußerst raffiniert und fungiert als perfekter Soundtrack für die späten Abendstunden, um der lauten modernen Welt zu entfliehen.
alt. - Nevermoree
Die aufstrebende fünfköpfige Alternative-Band hat sich schnell zu einer festen Größe in der hart umkämpften australischen Heavy-Metal-Szene entwickelt. Bekannt für ihr dramatisches Sounddesign und ihre technische Präzision, haben sie dieses konzeptionelle Album um schwere Themen wie die Bewältigung innerer Trauer und existenzielle Angst herum aufgebaut. Dunkler, cineastischer Alternative Metal / Nu-Metalcore / Post-Hardcore, geprägt von schweren, atmosphärischen Elektronikklängen, aggressiven Gitarrenriffs und hochfliegenden melodischen Refrains. "Nevermore" ist eine wunderschön düstere, adrenalingeladene Achterbahnfahrt, die einem direkt in die Brust trifft. Die Band verbindet meisterhaft die erdrückende Wucht moderner Metalcore-Breakdowns mit einer raffinierten, neongetränkten Atmosphäre, die einen völlig in ihren Bann zieht. Frontmann Daniel Cullen-Richards wechselt nahtlos von tiefen, markerschütternden Schreien zu radiotauglichen Pop-Hooks. Es ist theatralisch, brillant laut und das absolut perfekte Album, um in einem dunklen Raum aus voller Kehle mitzuschreien.
Altin Sencalar - Natural Rhythm
Altin Sencalar ist ein preisgekrönter, virtuoser Posaunist und Komponist. Für sein siebtes Album als Bandleader hat er ein absolutes Jazz-Dreamteam zusammengestellt, bestehend aus Sharel Cassity am Saxophon, Michael Dease am Baritonsaxophon und dem erfahrenen Percussion-Star Alex Acuña. Hochkarätiger Latin Jazz / Afro-Cuban Jazz / Hard Bop, geprägt von feurigen Tempi, brillanten synkopierten Bläsern und tanzbarer Percussion. Versuchen Sie mal, diese Platte anzuhören, ohne mit den Füßen mitzuwippen - das ist physisch unmöglich! "Natural Rhythm" ist eine wunderschöne Explosion aus warmen Blechbläsern, tanzenden Klavierakkorden und komplexen, blitzschnellen Polyrhythmen. Sencalar lässt seine Posaune voll zur Geltung kommen und gleitet mühelos durch feurige Tempospitzen und mitreißende Jazzballaden. Es fühlt sich weniger wie eine Studioaufnahme an, sondern eher so, als würde man mitten in der Nacht direkt in ein pulsierendes Straßenfest im Freien versetzt.
Andrés - Purgatoryland
Andrés (Andres Aparicio) ist eine feste Größe in der Underground-Szene und eng mit dem Progressive Rock und der Swancore-Szene verbunden. Er hat intensiv mit Ikonen der Szene wie Kurt Travis zusammengearbeitet. Dieses mit Spannung erwartete Album markiert sein offizielles Label-Debüt bei Blue Swan Records. Alternative Hip-Hop / Progressive Rap, nahtlos verwoben mit R&B-Melodien, hellen Akustikgitarren und theatralischem, erzählerischem Songwriting. Setzt eure Theater-Hüte auf, denn Andrés hat sein neues Meisterwerk scherzhaft als Lin-Manuel Miranda-core bezeichnet! "Purgatoryland" nimmt all die mitreißenden rhythmischen Grooves des Alternative Hip-Hop und stellt sie mit brillantem Storytelling, farbenfrohen Gesangsmelodien und großartigem Humor auf den Kopf. Tracks wie "Pest Control" und "Ride Share Driver" behandeln alltägliche Herausforderungen mit witziger, selbstbewusster Lyrik. Es ist groovig, unglaublich einzigartig und der ultimative Muntermacher für eine sonnige Autofahrt.
Angellore - Nocturnes
Angellore wurde 2007 von zwei gleichgesinnten Underground-Musikern gegründet und prägt seit fast zwei Jahrzehnten die französische Atmospheric-Metal-Szene. "Nocturnes" markiert ihr großes Comeback nach einer langen, schwierigen kreativen Pause seit ihrem von der Kritik gefeierten Album "Rien Ne Devait Mourir" aus dem Jahr 2020. Majestätischer, stark symphonischer Gothic-Doom-Metal, der Romantik, Melancholie und klassische Folk-Instrumentierung miteinander verwebt. Entstaube deinen Samtumhang und zünde ein paar Kerzen an, denn die französischen Könige der Melancholie sind zurückgekehrt, um dir auf die bestmögliche Weise das Herz zu brechen. "Nocturnes" ist ein wunderschön theatralisches Meisterwerk mit fünf Tracks, das sich weniger wie ein Metal-Album anfühlt, sondern eher wie eine Opern-Tragödie. Es schwebt wunderschön zwischen mitreißenden orchestralen Streichern, wehmütigen akustischen Folk-Passagen und schweren, langsam zermalmenden Doom-Riffs. Tracks wie "Black Sun River" verbinden engelsgleiche, klare Melodien mit tiefen, traurigen Growls, um eine bezaubernde Flucht in die Dämmerung zu schaffen, die man nicht mehr verlassen möchte.
Arroganz - Death Doom Punks
Das seit 2008 aktive, erfahrene Power-Trio zeichnet sich durch die flinken, hämmernden Bassläufe von "-K-" sowie tiefe, bissige Growls aus, untermalt von der messerscharfen, knackigen Gitarrenarbeit von "-B-". Mit 15 Jahren Bühnen- und Studioerfahrung im Rücken haben sie dieses Projekt aufgenommen, um den Schwerpunkt auf einen organischen, kraftvollen Produktionsmix zu legen. Old-School-Death-Metal / Blackened Doom, durchdrungen von roher, ungeschliffener Punk-Rock-Aggression und einer direkten Attitüde. Schließt eure Wertsachen weg und öffnet den Moshpit, denn der Titel dieses Albums ist kein Vorschlag - es ist eine Drohung. Death Doom Punks zerschmettern nahtlos Old-School-Death-Metal zu einer Wand aus verrotteter, den Mittelfinger reckender Punkrock-Energie. Tracks wie "Arsenic Breath" springen mühelos zwischen knurrenden, verlangsamten Breakdowns und blitzschnellen Thrash-Stampeden hin und her. Es ist tiefgründig, aggressiv, kompromisslos ehrlich und maßgeschneidert für alle, die ihre Heavy-Musik mit Lederjacken und einer ernsthaften Attitüde mögen.
Aspetuck - Immersion
Aspetuck ist das Künstlername des Produzenten Griff für seine elektronischen Aufnahmen. Anstatt sich hinzusetzen, um ein formelhaftes Club-Album zu schreiben, verbrachte Griff einige prägende Jahre damit, einschneidende persönliche Ereignisse - darunter den plötzlichen Verlust seines Bruders und den benommenen, schlaflosen Strudel des frischgebackenen Vaterseins - direkt in modulare Synthesizer zu übertragen. Hypnotischer, emotional schwerer Deep Ambient / Leftfield Techno / Modular Electronica, geschaffen durch rohe Live-Jam-Sessions, Mixer aus den 1980er Jahren und verzerrte Drum Machines. Schlüpfe in deine allerbeste Hörausrüstung und lass deine Gedanken langsam davonschweben. "Immersion" fühlt sich weniger wie eine traditionelle Platte an, sondern eher wie ein äußerst intimes akustisches Fotoalbum. Es ist vollgepackt mit wunderschönen, bittersüßen Details, wie dem Track "Hit Me With Your Pet Shark", der Studioausrüstung verwendet, die Griff von seinem verstorbenen Bruder geerbt hat, und "Under, Under The Tree", der auf einer körnigen iPhone-Sprachmemo-Aufnahme seiner kleinen Tochter basiert, die am Hudson River singt. Es ist eine warme, tief bewegende Balance aus Feier und Trauer, verpackt in makellosen elektronischen Texturen.
Atavistia - Old Gods Awaken
Die von dem visionären Multi-Instrumentalisten Mattias Sippola gegründete Band besticht durch Max Sepulvedas makelloses, temporeiches Schlagzeugspiel, das ihre gewaltigen Songs perfekt zusammenhält. Sie haben Jahre damit verbracht, einen frostigen Sound zu verfeinern, der stark von der goldenen Ära des europäischen Folk Metal der frühen 2000er Jahre inspiriert ist. Majestätischer Symphonic / Melodic Death Metal / Folk Metal, vollgepackt mit mitreißenden Orchesterpartien, blitzschnellen Gitarrensoli, Blast Beats und traditionellen mittelalterlichen Taverne-Tanzinstrumenten. Schnapp dir einen Krug Met und mach dich bereit, auf das Schlachtfeld zu stürmen! "Old Gods Awaken" ist eine glorreiche, 11-minütige, epische Reise in die gefrorene Wildnis des Nordens. Der Track springt mühelos hin und her zwischen cineastischen, akustischen Tavernen-Mitgrölern wie "Mystic Tavern" und rasenden Winterstürmen aus purer symphonischer Extreme-Metal-Aggression. Er wirkt wie eine wunderschöne Mischung aus Wintersun und Old-School-Ensiferum, die ein hochkarätiges Set in einer mittelalterlichen Burg spielen.
Broadway Showdown - Let the Showdown Begin!
Entstanden als kompromissloses, energiegeladenes Gemeinschaftsprojekt mit namhaften Underground-Alternative-Sängern und Produzenten. Die Band machte sich daran, die genaue, polarisierende Electronicore-Explosion, die um 2009 die Alternative-Musikfestivals beherrschte, akribisch nachzubilden. Neon Crabcore / 2000er-Metalcore / Electronicore mit lebhaften Synth-Pop-Breaks, stark pitchkorrigierten Auto-Tune-Vocals und plötzlichen, erderschütternden Breakdowns. Nimm eine tiefe, breite Beinstellung ein und hol das Neon-Haarspray raus, denn Crabcore ist offiziell zurück! "Broadway Showdown Presents: Let the Showdown Begin!" ist eine herrlich chaotische Zeitmaschine, die moderne, ernsthafte Metal-Trends komplett ablehnt. Songs wie "I Think Coolsville Sucks" und "Bwahaha Blast" vermischen auf glorreiche Weise zuckersüße, fröhliche Euro-Dance-Synths mit schweren Gitarrenriffs und kehlenschneidenden Schreien. Es ist laut, unverhohlen albern und ein unglaublich unterhaltsamer Rückblick für alle, die sich daran erinnern, als Metalcore-Musikvideos noch von übergroßen Sonnenbrillen und Primärfarben geprägt waren.
Bruce Soord - Ghosts in the Park
Bruce Soord ist das gefeierte Gründungsmitglied, der Frontmann und der Hauptsongwriter der Progressive-Rock-Größen The Pineapple Thief. Er schrieb und nahm einen Großteil dieses zutiefst zerbrechlichen Soloalbums unterwegs in Hotelzimmern in Chile, Hamburg und Oberhausen auf, während er mit der nachlassenden Gesundheit und dem späteren Tod seiner Eltern zu kämpfen hatte. Zerbrechlicher, verletzlicher akustischer Progressive Folk / Indie-Folk mit rauen Akustikgitarren, melancholischen Streichertexturen und zutiefst nachdenklichen Gesangsdarbietungen. Halten Sie eine Schachtel Taschentücher bereit, denn Bruce Soord schüttet für dieses Album sein Herz vollständig aus. "Ghosts in the Park" legt die polierte, hochglänzende Rockperfektion seiner Hauptband ab, um etwas Rohes und unglaublich Intimes zu liefern. Aufgebaut auf den Grundzügen von Akustikgitarren-Tracks, die in stillen Hotelzimmern aufgenommen wurden, verarbeitet das Album Trauer, Erinnerung und Verlust mit erstaunlicher Schönheit. Es schafft einen eindringlich stillen Raum, in dem alles andere vollkommen stillsteht, während die Musik einen zu Tränen rührt. Es ist elegant, bittersüß und eine tröstende, warme Umarmung für eine trauernde Seele.
BÁL - Csapás
BÁL ist ein äußerst produktives, vollkommen unabhängiges Ein-Mann-Projekt, das seit 2017 von einem multi-instrumentalistischen Mastermind namens Valent geleitet wird. Weit draußen im Underground-Metal-Spektrum angesiedelt, verarbeitet BÁL mit seiner Musik schwere psychologische Themen, Isolation und existenzielle Verfall. Atmosphärischer Black Metal / Depressiver Black Metal / Avantgarde-Metal, unterlegt mit rohen, durchdringenden Gitarrentönen, verzweifeltem Kreischen und schwerer, bedrückender Atmosphäre. Der Albumtitel bedeutet auf Ungarisch "Schlag" oder "Hieb" - und genau das tut diese Platte deinem Nervensystem an. "Csapás" ist ein pechschwarzes Klanggewitter, das sich anfühlt, als würde man während einer totalen Sonnenfinsternis allein durch einen eiskalten ungarischen Wald wandern. Anstatt auf eine ausgefeilte Radioproduktion zu setzen, verwöhnt es dich mit einer Wand aus rohen, brummenden Gitarren und Gesangsschreien, die so qualvoll sind, dass sie klingen, als wären sie in einem mittelalterlichen Folterkeller aufgenommen worden. Es ist schwer, kompromisslos düster und eine perfekte akustische Katharsis für den Moment, in dem man es völlig satt hat, sich mit der Außenwelt auseinanderzusetzen.
Carlos Henrique Pereira - Northern Readings
Der Multi-Instrumentalist Carlos Henrique Pereira genießt großes Ansehen für seine volltönenden, fließenden Melodien auf der Nylonsaitengitarre und dem akustischen Klavier. Für dieses vielschichtige Album hat er ein brillantes Chamber-Jazz-Ensemble zusammengestellt: den Grammy-Gewinner Mads Tolling (Violine), den Cellisten Rubin Kodheli, den Bassisten Itaiguara Brandão und den Schlagzeuger Mauricio Zottarelli. Eine raffinierte Fusion aus Chamber Jazz, Post-Bop und brasilianischer Folk, die eine Brücke zwischen der Welt klassischer Sonaten und traditionellen Bossa-Nova-/Samba-Rhythmen schlägt. Schnappen Sie sich ein Glas guten Wein und lassen Sie sich von "Northern Readings" entführen. Dieses Album ist ein atemberaubender musikalischer Höhenflug, der einen warmen brasilianischen Sonnenuntergang mit einem erstklassigen europäischen Klassikkonzert verbindet. Pereiras Nylon-Akustikgitarre tanzt wunderschön neben den satten Klangfarben eines echten Cellos und einer Violine. Sie wechselt mühelos zwischen feurigen, vom Flamenco inspirierten Grooves in Stücken wie "Fall Of Us" und sanften, beschwingten Klavierläufen im Titeltrack. Es ist intim, zutiefst persönlich und eine Meisterklasse in elegantem Jazz-Fusion von Weltklasse.
Chris Abrahams, Dave Symes - Distant Birds, Vol. 01 & 02
Ein außergewöhnliches Super-Duo. Der Keyboarder Chris Abrahams ist eine der tragenden Säulen der legendären australischen Minimal-Jazz-Experimentalband The Necks, während der Bassist Dave Symes als der maßgebliche Rhythmusmotor der mit mehreren Platin-Auszeichnungen geehrten Indie-Rock-Ikonen Boy & Bear bekannt ist. Unterstützt werden sie von Evan Mannell am Schlagzeug, Ellen Kirkwood an der Trompete und Matt Ottignon am Baritonsaxophon. Hypnotischer, langatmiger Psychedelic Soul-Jazz / Afrobeat / Dub-Reggae, geprägt von tiefen, repetitiven und meditativen Bassline-Grooves. Dimmt das Licht und lasst diese großartige Platte euch vollkommen umhüllen. "Distant Birds" besteht aus nur vier epischen Jams von jeweils 15 bis 18 Minuten Länge und lässt sich von Herbie Hancocks legendärer Headhunters-Ära inspirieren, um diese vollständig in eine Ambient-Meditation zu verwandeln. Wirbelnde Hammond-Orgeln und Vintage-Moog-Synthesizer schweben mühelos über einer Bassline, die so mitreißend ist, dass sie eigentlich verboten sein müsste. Das Album ist stimmungsvoll, außergewöhnlich tiefgründig und wie geschaffen für nächtliche Autofahrten oder um sich völlig in seinen Kopfhörern zu verlieren.
Christian Dillingham - As It Relates to Now
Christian Dillingham ist ein mit dem Grammy ausgezeichneter Bassist, der sich sowohl in der Welt der klassischen Orchester als auch an der Spitze des modernen Jazz bewegt. Für diese Aufnahme reduziert er die Besetzung auf ein messerscharfes, pianoloses Trio mit Greg Ward am Altsaxophon und Jeremy Cunningham am Schlagzeug. Groove-getriebener, emotionsgeladener Modern Jazz / Post-Bop, dessen Schwerpunkt auf einem suchenden, komplexen und zutiefst menschlichen akustischen Zusammenspiel liegt. Wenn Sie wissen möchten, wie es klingt, wenn man schwerwiegende Ereignisse der realen Welt durch reine musikalische Chemie verarbeitet, ist dies Ihr Soundtrack. Entstanden aus tiefen sozialen Spannungen, versetzt Sie "As It Relates to Now" in einen engen, intimen Raum mit drei Meistern ihres Fachs. Dillinghams Kontrabass gibt dem Sturm Halt, während das Saxophon mit feuriger, suchender Energie durch Stücke wie "Delusional Grandeur" fliegt. Es ist intensiv, raffiniert und eine eindringliche Erinnerung daran, dass Instrumental-Jazz moderne Ängste genauso laut einfangen kann wie eine Punkrock-Band.
Confess - Metalmorphosis
Die Band, die sich neben Gruppen wie Crashdïet und H.E.A.T. zu einer tragenden Säule der aktuellen schwedischen Hardrock-Revival-Szene entwickelt hat, besteht aus John Elliot (Gesang), Ludwig Nordlander (Gitarre), Asser Hakala (Gitarre), Lucky (Bass) und Samuel Samael (Schlagzeug). Hochspannungs-Sleaze-Metal / Melodic Hard Rock, vollgepackt mit dröhnenden, arena-tauglichen Refrains, rasanten Gitarrensoli und der rauen Street-Attitüde der 1980er Jahre. Holen Sie Ihre Lederjacken aus dem Schrank, schnappen Sie sich das Haarspray und drehen Sie Ihre Lautsprecher auf, bis sie zu rauchen beginnen! "Metalmorphosis" ist eine absolute Abrissbirne aus 80er-Jahre-Metal-Nostalgie, die mit moderner, makelloser Produktionskraft hart zuschlägt. Frontmann John Elliot liefert eine beeindruckende Performance, unterstützt von einem Twin-Gitarren-Angriff, der sich mit vollendeter, unverfälschter Selbstsicherheit durch Tracks wie Colorvision pflügt. Es ist ungeniert laut, extrem eingängig und ganz darauf ausgelegt, aus voller Kehle mitzuschreien.
Crown Lands - Apocalypse
Das kraftvolle, mit dem JUNO Award ausgezeichnete Duo Cody Bowles (Gesang/Schlagzeug) und Kevin Comeau (Gitarre/Keyboard) hat sich zu einer der visionärsten Bands des modernen Progressive Rock entwickelt. Für dieses gewaltige Konzeptalbum nahmen sie die einzelnen Elemente zunächst in ihrem Heimstudio auf, bevor sie die legendären Produzenten Nick Raskulinecz und David Bottrill (beide bekannt für ihre Arbeit an ikonischen Classic-Rock-Alben) hinzuzogen, um den Mix über InsideOutMusic zu perfektionieren. Monumentaler Progressive Rock / Hard Rock / Space Rock, der strukturell stark von den Giganten des Genres der 1970er Jahre wie Rush, Genesis und Pink Floyd inspiriert ist. Entstaube deinen Samtumhang und steig ins Raumschiff, denn Crown Lands haben ein makelloses Prog-Rock-Meisterwerk abgeliefert. Das unbestrittene Herzstück ist hier der 19-minütige Titeltrack, eine epische, mehrteilige Reise, die auf einem Whiteboard entworfen wurde und nahtlos von dröhnenden, verzerrten Space-Rock-Riffs zu hochfliegenden, opernhaften Gesangshöhen wechselt. Er schafft einen Ausgleich zwischen konzeptionellem Science-Fiction-Storytelling und zutiefst realen Themen wie kultureller Wiedergeburt und Umweltschutz. Es ist laut, brillant theatralisch und ein absoluter Triumph für alle, die die goldene Ära der Vinyl-Gatefolds und kosmischen Konzeptalben vermissen.
Crown The Beast - Judgement
Die Band feiert ihr zehnjähriges Jubiläum als tödliche Kraft in der dänischen Metal-Underground-Szene und besticht durch einen intensiven Angriff dreier Gitarren, der eine immense klangliche Wucht erzeugt. Als Nachfolger ihres 2022 erschienenen Albums haben sie dieses neue Projekt selbst aufgenommen und sich mit Horde Echo Sound Production zusammengetan - eine Zusammenarbeit, die während einer Tournee durch die Ukraine entstand -, um über Crown The Beast’s Bandcamp einen gewaltigen, weltuntergangsartigen Mix zu veröffentlichen. Zermalmender, groove-getriebener Death Metal, stark durchdrungen von der Brutalität des europäischen Old-School-Death-Metal, massiven Breakdowns und apokalyptischen Riffs. Stellt sicher, dass eure Krankenversicherung bezahlt ist, bevor ihr auf Play drückt. "Judgement" ist ein 3-Track-Album, das wie ein Vorschlaghammer wirkt und als hasserfüllter letzter Blick auf die Menschheit vor dem Ende der Tage konzipiert ist. Die Produktion schlägt ein wie eine regelrechte Betonwand, dank dieser drei Gitarren, die in perfekter, synchronisierter Feindseligkeit vor sich hin stampfen. Sie tauscht auffällige, übertechnische Show gegen rohe Grooves im Höhlenmenschen-Stil, die dich dazu bringen, deine Möbel aus dem Fenster zu werfen.
culfre - Other People’s Pictures
Als äußerst kreative Stimme im Bereich der experimentellen DIY-Elektronik konzentriert sich culfre auf die Kombination von analoger Synthesizer-Hardware mit digitaler Glitch-Bearbeitung. Das Projekt wurde von Trendsettern wie dem Our Culture Magazine für seinen avantgardistischen Ansatz beim melodischen Storytelling stillschweigend gelobt. Leftfield Electronica / Ambient Pop / IDM, aufgebaut auf warmen Synth-Texturen, Bandrauschen, fragmentierten Beats und traumhaften Gesangsbearbeitungen. Setz deine guten Kopfhörer auf und lass deine Gedanken schweifen. "Other People’s Pictures" fühlt sich an, als würde man nach Feierabend durch ein Museum voller fremder Erinnerungen schlendern. Die Tracks verschmelzen zu einem verschwommenen, nostalgischen Brei und wechseln nahtlos von staubigen, langsam fließenden Lo-Fi-Beats aus dem Schlafzimmer zu funkelnden elektronischen Klanglandschaften. Es ist wunderschön, herrlich beruhigend und genau die Art von atmosphärischem Late-Night-Soundtrack, die man braucht, wenn man sein Gehirn vom Internet abschalten möchte.
Daisy Grenade - So Much to Say
Das energiegeladene Alt-Pop-Duo besteht aus Dani Nigro und Keaton Whittaker. Nachdem sie mit ihrer 2023 erschienenen EP "Cult Classic" die Underground-Szene im Sturm erobert und als Vorband für Größen wie Pierce the Veil gespielt hatten, taten sie sich mit dem Grammy-Gewinner Jake Sinclair (Fall Out Boy, Panic! At The Disco) zusammen, um ihren Sound weiter zu verfeinern. Hochoktaniger Pop-Punk / Bubblegrunge / Alternative Rock, geprägt von massiven, eingängigen Gesangsharmonien, messerscharfem Sarkasmus und explosiver Gitarrenenergie. Schnürt eure Converse fest, denn Daisy Grenade ist da, um das Patriarchat mit einer Prise Neon-Glitzer zu zerschmettern! "So Much to Say" ist eine wilde, urkomisch kleinliche und brillant geschriebene Pop-Punk-Meisterleistung. Die EP wurde direkt auf Band in einer umgebauten Kirche in New York City aufgenommen und verzichtet auf übertrieben höflichen Radio-Glanz zugunsten eines rauen, Keller-Show-Punchs. Tracks wie die Single "Girls Are So Lucky" servieren eine bissige, urkomische Satire darüber, wie es wirklich ist, als Frau in einem Minivan auf Tour zu sein und sich gleichzeitig mit der Frauenfeindlichkeit der Musikindustrie auseinanderzusetzen - komplett mit einem zufälligen Dubstep-Breakdown aus dem Jahr 2012, einfach nur, weil sie es können. Es ist eingängig, kompromisslos und wie geschaffen dafür, im Auto laut mitzusingen.
David Bird - Hinterlands
David Bird ist ein äußerst versierter moderner Komponist und Multimedia-Künstler. Nach seinen gefeierten früheren Werken "Iron Orchid" und "Wire Hums" ist "Hinterlands" sein erstes echtes Porträtalbum. Die Platte enthält vier komplexe Kompositionen, die von herausragenden zeitgenössischen Ensembles zum Leben erweckt werden: lovemusic, das Grossman Ensemble, das Mivos Quartett sowie das Duo Ben Roidl-Ward und Isidora Nojkovic. Avantgarde / Zeitgenössische Chamber Music / Leftfield-Elektronik, die mikrotonale Texturen, akustische Instrumente und mechanische Geräusche als klangliche Metallurgie behandelt. Setzen Sie Ihre besten Studio-Kopfhörer auf und machen Sie sich bereit, Ihr Gehirn neu zu verdrahten. "Hinterlands" ist eine brillante, unheimliche Erkundung unseres technologischen Zeitalters. Es verbindet die dramatische Spannung einer klassischen Science-Fiction-Thriller-Filmmusik mit dichten, klirrenden Texturen, die klingen wie eine Fabrik, die langsam zum Leben erwacht, oder ein Raumschiff, das im Weltraum eine Fehlfunktion hat. Es ist düster, metallisch, zutiefst atmosphärisch und der absolut perfekte Hörgenuss für die späten Abendstunden für alle, die der Meinung sind, dass klassische Musik ein bisschen dystopischer klingen sollte.
Dead Pony - Eat My Dust!
Die Band, die ursprünglich 2015 unter dem Namen Crystal gegründet wurde, benannte sich 2020 in Dead Pony um, um einen deutlich aggressiveren, massiveren Sound zu verfolgen. Nachdem sie mit ihrem Debütalbum "IGNORE THIS" aus dem Jahr 2024 an Bekanntheit gewonnen hatten, nahmen sie sich eine Auszeit, um ihren Sound neu auszurichten und ihn unbestreitbar härter zu gestalten. Hochproduzierter Alternative Metal, Nu-Metal-Crossover und moderner Metalcore-Lite. Das Thema der EP dreht sich um die entschlossene Mentalität "Gut zu leben ist die beste Rache". Im Mittelpunkt stehen das Entwachsen toxischer Umgebungen, das Abbrechen mit der Vergangenheit und das Zurücklassen der Neinsager, während man selbst mit Vollgas vorwärts rast. Frontfrau Anna Shields vereint eine unglaubliche Mischung aus Melodie und purer Attitüde und schwebt mühelos über stark komprimierten, synthetischen Backbeats und massiven Gitarrenriffs. Tracks wie "Freak Like Me" lehnen sich stark an jene kompromisslose Dynamik aus Heavy-Pop-Hooks und Metal-Grooves an, die vor 25 Jahren die europäischen Rockradios dominierte.
DeadWax - Nu-K
Angeführt vom charismatischen Sänger Jake Milburn hat sich dieses energiegeladene Quartett über Jahre hinweg auf den britischen Tourneebühnen einen Namen gemacht. Mit ihrer Mischung aus klassischen Nu-Metal-Synkopen und einem unverwechselbaren nordenglischen Flair sind sie aus der Underground-Szene des Alternative Rock und der Drum’n’Bass-Crossover-Bewegung nicht mehr wegzudenken. Aggressiver, treibender Nu-Metal / UK-Rap-Rock, der vernichtende Hardcore-Gitarrenriffs, unterirdische Bass-Drops und rasante, spuckende Grime- und Hip-Hop-Rhythmen miteinander verbindet. Schnapp dir deinen Trainingsanzug und dehne deine Nackenmuskeln, denn DeadWax ist da, um dein Wohnzimmer in einen schweißtreibenden Moshpit zu verwandeln. "Nu-K" fühlt sich weniger wie eine traditionelle EP an, sondern eher wie eine Spritze mit purem Adrenalin. Stolz kombiniert es massive, knackige Gitarren-Grooves mit einem dicken, rauen nordischen Akzent, der rasante Bars liefert. Tracks wie "Bang On" und "Shook" bewegen sich in einem halsbrecherischen Drum’n’Bass-Tempo, das es unmöglich macht, still zu stehen. Es ist wild, macht unglaublich viel Spaß und ist maßgeschneidert für alle, die finden, dass Rockmusik mehr Bass-Drops braucht.
Defect Designer - Depressants
Seit über 20 Jahren in der extremen Underground-Szene aktiv, hat dieses Projekt immer wieder die Grenzen des Metal-Genres aufgebrochen. Gemeinsam mit dem legendären Künstler Ian Miller schufen sie das chaotische, farbenfrohe Cover des Albums, das perfekt zu ihrer bizarren musikalischen Identität passt. Wild exzentrischer Progressive Death Metal / Experimental Metal, der absurde parallele Einflüsse von Frank Zappa, Mr. Bungle, Primus und Voivod aufgreift. Obwohl sie sich Depressants nennen, ist dieses Album alles andere als deprimierend - es ist eine augenzwinkernde, unvorhersehbare Achterbahnfahrt! Defect Designer verhalten sich wie verrückte Wissenschaftler, die Death Metal in einen Topf geworfen und ihn mit Avantgarde-Jazz und Punk-Attitüde gewürzt haben. Songs wie "Butterfly Juice Straws" halten einen ständig auf Trab, indem sie einem völlig zusammenhangslose Stile direkt ins Gesicht schleudern, wenn man es am wenigsten erwartet. Es ist chaotisch, komplex und urkomisch schräg, was es zu einem Muss für Fans macht, die finden, dass moderner Death Metal zu vorhersehbar geworden ist.
Desiccation - Legatum Mortuorum
Das beeindruckende Trio knüpfte direkt an die Erfolge ihres Debütalbums "Cold Dead Earth" aus dem Jahr 2022 an. Für dieses Album nahmen sie das Material in Kalifornien auf, komponierten und arrangierten es dort und sorgten dafür, dass alle drei Bandmitglieder mit ihren unverwechselbaren Gesangsstilen zum Songwriting beitrugen. Wuchtiger Blackened Doom Metal / Sludge Death-Doom / Atmospheric Black Metal, der eiszeitlich langsame Riffs, rasante Drums und atmosphärische Synth-Einlagen miteinander verbindet. Akustische Erstickung ist wahrscheinlich die beste Beschreibung für diesen wunderschönen Albtraum von einem Album. "Legatum Mortuorum" behandelt Musik als eine intensive emotionale Last und verwebt tiefe Trauer und Hoffnungslosigkeit mit plötzlichen Ausbrüchen von rasendem Black-Metal-Tempo. Das Album gipfelt in dem monströsen, 11-minütigen Abschluss-Epos "Lamentations Beyond the Veil", das es irgendwie schafft, wie primitiver Death Metal zu klingen, der sich in eine engelhafte Synth-Beerdigung verwandelt. Es ist ein düsteres, isoliertes und unglaublich dichtes Kunstwerk, das perfekt ist, wenn man mit der physischen Welt endgültig fertig ist.
Desolus - Dwellers Of The Twilight Void
Nach ihrem hochgelobten Debütalbum "System Shock" aus dem Jahr 2024 hat sich die Band zu einer kraftvollen vierköpfigen Besetzung entwickelt. Sie nahmen dieses zweite Album bewusst so auf, dass es die dreckige, von Bandrauschen geprägte Ästhetik des Underground-Extreme-Metal der frühen 90er Jahre einfängt. Blackened Thrash Metal / Old-School Speed Metal, geprägt von einer rohen, dungeonartigen Klarheit, rasanten Doppelgitarren-Riffs und rasend schnellen, spuckenden Vocals. Wenn deine alte Jeans-Kampfweste und dein Patronengürtel auf magische Weise zum Leben erweckt würden, würde es genau so klingen wie diese Platte! "Dwellers Of The Twilight Void" beginnt mit einem Lo-Fi-Intro im Stil eines VHS-Horrorfilms, bevor es dich augenblicklich kopfüber in einen Mixer aus Riffs der frühen Sepultura, Slayer und Bathory wirft. Es sind 36 Minuten purer, unverfälschter Metal-Thrash-Wahnsinn, der sich mit halsbrecherischer Geschwindigkeit entfaltet. Es wird keinen Weltfrieden herbeiführen, aber es ist ein absolutes Meisterwerk für jeden, der hochoktanige Gitarrensoli und Speed-Metal-Chaos liebt!
Discovery Zone - Library Copy Do Not Remove
Discovery Zone ist das beeindruckende Multimedia-Soloprojekt der in Berlin lebenden Musikerin JJ Weihl. Dieses Album dient als offizielles klangliches Dokument eines umfangreichen, immersiven Multimedia-Programms, das Weihl ursprünglich für die riesige, historische Kuppel des Zeiss-Groß-Planetariums in Berlin komponiert und dort live aufgeführt hat. Cosmic Ambient / Dream-Pop / New-Age-Electronica mit spröden Vintage-Digitalsynthesizern, märchenhaften Gesangsharmonien und warmen elektronischen 4/4-Beats. Schnall dich an, denn du bist dabei, direkt aus der Erdatmosphäre zu schießen. "Library Copy Do Not Remove" lädt dich in eine konzeptionelle, holografische kreisförmige Bibliothek ein, die alles enthält, was jemals im Universum war oder sein wird. Meisterhaft verwebt es schimmernde Synth-Klanglandschaften mit natürlichen Umgebungsaufnahmen in Tracks wie "Habitat", bevor es in "Arp Angels" zu einem kosmischen, tanzbaren Berlin-Style-Stomp eskaliert. Es ist eine wunderschöne, glänzende und jenseitige digitale Mythologie, die sich anfühlt, als würde man durch einen unendlichen Spiegel am Rande des Weltraums treiben.
Dispraised - Dispraised
Das 2017 gegründete Power-Trio - bestehend aus Tom Dispraised (Gesang), Don Dispraised (Gitarre/Bass) und Eliseo Dispraised (Schlagzeug) - hat sich fast zehn Jahre lang in der Independent-Heavy-Szene einen Namen gemacht. Bekannt für ihre pointierten gesellschaftskritischen Texte und ihre mitreißenden Live-Auftritte, veröffentlichen sie ihre Musik über das renommierte Underground-Label Thumper Punk Records. Aggressiver christlicher Hardcore-Punk und Street-Level-Punkrock. Wenn du acht Minuten Zeit hast und mal richtig Dampf ablassen musst, leg dieses Album sofort auf! "Dispraised" ist ein absolut unerbittlicher, blitzschneller Ansturm klassischer Street-Punk-Energie, der jeglichen Komfort ablehnt und den modernen gesellschaftspolitischen Verfall frontal angeht. Es tauscht überpolierte Studiotricks gegen rohes, primitives Schlagzeugspiel, drängende Schreie und kreischende Gitarren ein. Es ist kurz, unglaublich wütend, zutiefst gläubig und hinterlässt eine wunderschöne Spur akustischer Verwüstung.
DJ Saliva - URTIGA
Unter dem Künstlernamen DJ Saliva ist Mauro Ventura eine feste Größe in der europäischen Left-Field-Elektro-Underground-Szene. Bekannt dafür, dass er scharfe Techno-Dynamik mit organischen, unheimlichen Atmosphären verschmilzt, hat er sich in den Underground-Club-Netzwerken eine fesselnde klangliche Identität aufgebaut. Dunkler Dance/Electronic, mutierter Techno und experimentelle Clubmusik, die sich industrieller Echos und aquatischer Breakbeats bedient. Zieh deine robustesten Kampfstiefel an und mach dich bereit für eine Rave-Party in einem verlassenen Lagerhaus. "URTIGA" schert sich nicht um sanften Radio-Pop; stattdessen ist es eine 6-Track-Überflutung der Sinne. Tracks wie "THE HATCH" verweben schwere, rhythmische Industrial-Beats mit hallenden, gespenstischen Melodien, die sich anfühlen wie ein Neon-Lasertag-Spiel in absoluter Dunkelheit. Es ist hypnotisch, rau und maßgeschneidert für alle, die ihre elektronische Tanzmusik schnell, bedrohlich und zutiefst viszeral mögen.
Drake - MAID OF HONOUR
Das große Finale der unerwarteten Dreifach-Album-Trilogie. Während "ICEMAN" für die Straßen und "HABIBTI" für die Clubs gemacht war, beschließt "MAID OF HONOUR" die Nacht mit einem Blick nach innen - Drake arbeitet erneut mit seinem langjährigen Produktionsgenie Noah "40" Shebib zusammen, um jenen klassischen, emotionalen OVO-Sound zu liefern, der seine frühe Karriere geprägt hat. Nostalgischer, sample-lastiger Moody R&B / Soulquarian Hip-Hop / introspektiver Rap, unterlegt mit warmem Vinyl-Knistern, pitch-verschobenen Vocal-Samples und Downtempo-Rhythmen. Das ist genau das Album, das man um 3:00 Uhr morgens hört, wenn man ausdruckslos auf sein Handy starrt und sich fragt, ob man seinem Ex eine SMS schreiben soll. "MAID OF HONOUR" ist eine Meisterklasse in introspektivem, emotionalem Luxus-Rap. Unterstützt von wunderschönen, hochgestimmten Soul-Samples und vernebelten, unterwasserartig klingenden Basslines liefert Drake lange, ununterbrochene Verse, in denen er Ruhm, den Preis des Erfolgs und gebrochenes Vertrauen seziert. Es ist langsam gereift, zutiefst persönlich und eine kraftvolle Erinnerung daran, dass niemand eine klangliche Mitleidsorgie so wunderschön inszeniert wie Drake.
Drake - HABIBTI
Als zweiter Teil von Drakes historischem, unangekündigtem Dreifachalbum mit 43 Titeln, das am 15. Mai 2026 erschien, entfernt sich "HABIBTI" gänzlich von den eiskalten Rap-Battles von "ICEMAN". Stattdessen taucht Drake wieder voll und ganz in die atmosphärischen, international inspirierten Club-Sounds ein, die Projekte wie "More Life" und "Honestly, Nevermind" zu riesigen Streaming-Hits gemacht haben. Sanfter, verführerischer Afrorave / Dancehall / Melodic R&B / Global Pop mit Fokus auf Midtempo-Dance-Grooves und romantischer, nächtlicher Lyrik. Zieh dein bestes Seidenhemd an und schenk dir einen Drink ein, denn Drake ist offiziell in Stimmung und bereit zum Tanzen. HABIBTI ist der ultimative Soundtrack für warmes Wetter, maßgeschneidert für Sommer-Blockpartys oder Fahrten die Küste entlang mit offenem Verdeck. Es tauscht schwere Trap-Drums gegen luftige Global-Pop-Strukturen ein und wechselt mühelos zwischen berauschenden Dancehall-Rhythmen und sanften Afrobeat-Loops. Es zeigt Drake von seiner charismatischsten Seite, wie er sanft von internationalen Romanzen und Jetset-Urlauben croont.
Drake - ICEMAN
Das mit Spannung erwartete neunte Solo-Studioalbum von The 6 God ist sein erstes Solo-Projekt seit "For All the Dogs" aus dem Jahr 2023. Das Album erscheint nach einer turbulenten Phase und einer viel beachteten Rap-Fehde, was Drake dazu veranlasste, eine epische, fesselnde 297-tägige Veröffentlichungskampagne zu starten, die mehrteilige Kurzfilme sowie eine riesige Eispyramiden-Installation in Toronto umfasste, um das Veröffentlichungsdatum zu verbergen. Kalter, kalkulierter Hip-Hop / Luxury Rap / Dark R&B, der scharfe lyrische Zeilen mit melodischer, introspektiver Produktion in Einklang bringt. Schnapp dir deinen dicksten Wintermantel, denn Drake hat die Temperatur offiziell auf null Grad heruntergedreht. "ICEMAN" ist eine emotional distanzierte, eiskalte Siegesrunde, in der Drake sich mit der Politik der Branche, Verrat und dem Leben an der Spitze der Nahrungskette auseinandersetzt. Tracks wie die Single "What Did I Miss?" und "Which One" (featuring Central Cee) tauschen radiotaugliche Pop-Traps gegen düstere, luxuriöse Rap-Beats und messerscharfe Lyrik ein. Es zeigt eine ruhige, laserfokussierte Version von Drake, der mit rein taktischer Absicht agiert und keinen Zweifel daran lässt, wer immer noch das Hip-Hop-Königreich beherrscht.
Dream Drop - blackcastle
Bekannt für ihren theatralischen ultramodernen Alternative Ansatz, hat sich die Band durch ihre fortlaufende blackcastle Erzählsaga eine treue Fangemeinde aufgebaut und im vergangenen Jahr episodische EPs veröffentlicht, darunter "blackcastle: pt.1" im Jahr 2025 und "pt.2" Anfang 2026. Dynamischer Alternative Rock / Post-Hardcore / Emo-Metalcore, der aggressive Screams, Electronica und massive moderne Pop-Hooks miteinander verschmilzt. "blackcastle" ist eine glorreiche, hochspannende emotionale Achterbahnfahrt, die sich weigert, auf einer Spur zu bleiben. Die Band wechselt meisterhaft die Gänge, von herzzerreißenden, kehligen Metalcore-Schreien bis hin zu neongetränkten elektronischen Synth-Breakdowns, die einen durch den Raum hüpfen lassen. Es klingt wie eine wunderschön chaotische Mischung aus der Emo-Kultur der frühen 2000er, die frontal in einen futuristischen Rave prallt. Es ist dramatisch, laut, unapologetisch eingängig und maßgeschneidert für alle, die gleichzeitig weinen und moshen wollen.
Dromos - Failing Light
Die Band ist ein auf Heavy Metal spezialisiertes Kollektiv, bestehend aus Sami (Gesang), Patrick (Gitarre), Amadeus (Gitarre) und Matt (Bass). Entstanden in einem fünfjährigen, zermürbenden Schreibprozess zwischen 2020 und 2025, tat sich die Band mit dem renommierten Underground-Mix-Ingenieur Greg Chandler (Priory Studios) zusammen, um ein Album zu schaffen, das auf totale, körperliche Immersion ausgelegt ist. Vernichtender, monolithischer Funeral Doom Metal kombiniert mit weitläufigen, atmosphärischen und progressiven Elementen. Hoffentlich hast du für heute nichts anderes vor, denn "Failing Light" wird dich in seinen Bann ziehen und dich komplett verschlingen. Dieses Album kennt keine Geschwindigkeitsbegrenzungen; stattdessen schreitet es in einem tektonischen, prähistorischen Tempo voran, bei dem sich jeder Schlag der Trommel wie ein herabstürzender Meteor anfühlt. Zwischen den tiefen, höhlenartigen Growls und den massiven Wänden aus übereinandergeschichteten Gitarren entsteht eine wunderschön düstere, zeremonielle Schwere. Es ist der ultimative Soundtrack, um durch eine neblige antike Ruine zu wandern oder einfach nur über die absolute Weite des Universums nachzudenken.
Drosera - Outlier
Aufgenommen, abgemischt und gemastert vom erfahrenen Underground-Toningenieur John Howard, hat sich Drosera schnell einen Ruf als Lieferant von ungezügelter musikalischer Gewalt erarbeitet, die ganz auf Fans von Genre-Ikonen wie Converge, Botch und End zugeschnitten ist. Chaotischer, messerscharfer Mathcore / Metallic Hardcore, der sich auf zerklüftete Rhythmen, rasante Tempi und überwältigende Dissonanzen stützt. Benannt nach einer Gattung fleischfressender Sonnentau-Pflanzen, tut Droseras Musik genau das, was ihr Name andeutet: Sie fängt dich in einem klebrigen Netz ein und löst dich vollständig auf. "Outlier" ist ein schwindelerregender, fünf Tonnen schwerer Block aus purem akustischem Adrenalin. Hier gibt es keine freundlichen Refrains zum Mitsingen; nur wild unvorhersehbare Gitarrenstiche, rasende Drum-Fills und kehlenschneidende Schreie, die dir das Gefühl geben, durch ein brennendes Labyrinth gejagt zu werden. Wenn du deine Heavy-Musik gefährlich und brillant chaotisch magst, schnall dich an.
Dua Saleh - Of Earth & Wires
Dua Saleh ist ein von der Kritik gefeierter Dichter, Musiker und Schauspieler, der vor allem durch seine Rolle als Cal Bowman in der Netflix-Serie "Sex Education" bekannt wurde. Ihr zweites Album besticht durch brillante Kollaborationen mit dem Indie-Star Justin Vernon (Bon Iver), aja monet und Gaidaa. Eine wandlungsreiche Mischung aus Electronic Pop, Alternative R&B und Spoken Word, akzentuiert durch sudanesische Folk-, UK-Dance- und Reggaeton-Rhythmen. "Of Earth & Wires" ist ein schillernder, futuristischer Science-Fiction-Mythos, erzählt durch eine unwiderstehliche Pop-Linse. Saleh nutzt das Album, um sich eine postapokalyptische Zukunft vorzustellen, in der die moderne Gesellschaft zusammenbricht und der Planet seine Macht mit aller Kraft zurückerobert. Statt Verzweiflung erhält man einen wunderschönen, rhythmischen Entwurf für das Überleben. Die Tracks bewegen sich mühelos zwischen raffinierten UK-Club-Beats und tief gefühlvollen Folk-Melodien, zusammengehalten von Salehs unglaublich vielseitiger, messerscharfer Stimme. Es ist intelligent, tanzbar und absolut magnetisch.
Eluvium - Virga III
Eluvium ist das langjährige Ambient-Projekt von Matthew Robert Cooper. Für diesen dritten Teil seiner gefeierten Virga-Reihe beschreibt Cooper den Aufnahmeprozess als ein einzigartiges, geduldiges Duett mit seinem früheren Ich, bei dem er ältere Aufnahmen und Systeme bearbeitet, um neue, unbekannte Empfindungen einzufangen. Immersiver Ambient / Post-Rock / Leftfield Electronica mit minimalistischen, schwebenden Klaviermelodien, langsam fließenden Klangwellen und tiefem, sprödem Hall. Machen Sie sich Zeit und bereiten Sie sich darauf vor, mit dem Boden zu verschmelzen. "Virga III" ist die ultimative akustische Dekompressionskammer. Während frühere Alben der Serie mit schweren, bedrohlichen Schatten spielten, bietet dieses ein wunderschönes, fast göttliches Gefühl der Erleichterung. Es gibt nur dich, ein Klavier und gewaltige Wellen gespenstischer Klänge, die sich anfühlen, als würdest du einen Sonnenuntergang in Zeitlupe in einer ausgehöhlten Wolke beobachten. Es ist unglaublich schön, ein wenig melancholisch und ganz darauf ausgelegt, dein überaktives Gehirn abzuschalten.
Empire Of None - Keepsake
Empire Of None wurde 2018 gegründet und hat sich über Jahre hinweg eine treue regionale Fangemeinde aufgebaut. Die Band ist dafür bekannt, die emotionalen, sehr persönlichen Texte des amerikanischen Emo der frühen 2000er Jahre mit den klaren, makellosen Songwriting-Strukturen des modernen skandinavischen Alternative Rock zu verbinden. Alternative Rock / Emo-Punk / Pop-Rock, angetrieben von massiven Pop-Hooks, klarem, hochfliegendem Gesang und elektronischen rhythmischen Untertönen. "Keepsake" ist eine gigantische, glitzernde Explosion von Gefühlen, die sich einfach nicht aus dem Kopf vertreiben lässt. Sie nehmen all diese klassische Indie-Scream-Angst der Teenager und verpacken sie in ein gewaltiges, ausgefeiltes Radio-Rock-Paket. Tracks wie "Lost Kids" haben Refrains, die so eingängig und gewaltig sind, dass man sich dabei ertappt, im Auto mitzusingen, noch bevor man überhaupt richtig bemerkt hat, dass der Song schon vorbei ist. Es ist theatralisch, wunderschön dramatisch und maßgeschneidert für alle, die energiegeladene Hymnen lieben, die dazu gedacht sind, auf der Tanzfläche zu weinen.
Enam, Ashra, Dhyāna One - Temple Winds of Varanasi
Enam ist eine von der Kritik gefeierte ghanaische Musikerin, die dafür bekannt ist, einen einzigartigen, traditionellen Afro-Spiritual-Sound geprägt zu haben. Hier verbindet sie sich mit dem elektronischen kosmischen Erbe von Ashra und dem tiefmeditativen Konzept von Dhyāna One, wobei die Kompositionen von Santiago Morales geleitet werden. Instrumentaler New Age, Afrosounds und neoklassischer Ambient. Stark inspiriert von der traditionellen indischen spirituellen Geografie (insbesondere der heiligen Stadt Varanasi), altertümlicher Prana-Atmung und hypnotischen, schwebenden Klanglandschaften. Möchten Sie Ihren Blutdruck drastisch senken? Schalten Sie Ihr Handy auf Nicht stören und lassen Sie sich von "Temple Winds of Varanasi" umhüllen. Das Album stützt sich auf eine wunderschöne, mäandernde Flöte, die sich anfühlt, als würde sie im Morgengrauen sicher den Ganges hinuntertreiben. Hier gibt es keine hektischen Beats - nur schimmernde, hallende synthetische Pads und organische Holzblasinstrumente, die tiefe innere Stille hervorrufen. Es ist spirituell, ruhig und wirkt wie ein direkter, akustischer Pass zu einem Tempel auf einem Berggipfel.
Faded Remembrance - The Blessing Of A Downfall
Faded Remembrance wurde 2020 von Mastermind Tamás Géza Albert gegründet und ist ein Underground-Projekt, das sich der Nachbildung der düsteren, künstlerischen Atmosphäre des europäischen Gothic-Doom der 90er Jahre verschrieben hat. Die Band stützt sich stark auf philosophische Poesie über Glauben, menschliches Leid und die Erhabenheit der Natur. Melodic Gothic / Atmospheric Doom / Death Metal, der vernichtende Metal-Tempos, melancholische Synth-Pads, klare Gitarren und eine überraschend düstere Einlage von Blechbläsern miteinander verbindet. Zieh dir einen langen schwarzen Trenchcoat an und such dir einen regnerischen Friedhof, auf den du hinausblicken kannst. "The Blessing Of A Downfall" ist eine wunderschön traurige Reise durch die Tiefen menschlichen Elends - aber mit einer Wendung! Neben den quälend schweren Riffs und den kehligen, tiefen Death-Metal-Growls webt die Band eine echte Posaune, eine Trompete und Vintage-Synthesizer aus den 90ern ein. Das Ergebnis klingt wie eine klassische Gothic-Funeral-Band, die eine majestätische Jazz-Totenwache spielt. Es ist majestätisch, eindringlich langsam und der perfekte akustische Begleiter, um im Dunkeln düstere Poesie zu lesen.
Federico Balducci, nobuka - Depth is Not a Place
Balducci und nobuka sind beide Meister der avantgardistischen, forschungsorientierten Klanglandschaften. Dieses gewaltige, 70-minütige Doppelalbum mit 30 Titeln ist vollständig von den historischen Tauchgängen des Meeresbiologen William Beebe im Jahr 1930 inspiriert, bei denen er mit seiner Bathysphäre in die absolute Finsternis der Tiefsee hinabtauchte. Konzeptuelle Ambient-/Drone-/Klangkunst unter Einsatz experimenteller Gitarrenbearbeitung, düsterer Elektronik und dichter atmosphärischer Texturen. Hoffentlich leidest du nicht unter Klaustrophobie, denn dieses Album versetzt dich in eine winzige Metallkugel und stürzt dich direkt in die tiefsten Gräben des Ozeans. "Depth is Not a Place" behandelt Klang wie einen unumkehrbaren Abstieg in eine wässrige Leere. Die Tracks bewegen sich von tiefen, dröhnenden Unterwasser-Maschinengeräuschen hin zu unheimlichen, glitzernden Synth-Anomalien, die klingen wie leuchtende außerirdische Meereskreaturen, die an deinem Bullauge vorbeischweben. Es behandelt Tiefe als einen psychologischen Zustand der Isolation und verwandelt eine Meeresbiografie in ein verwirrendes, zutiefst immersives Dark-Ambient-Meisterwerk.
For Breakfast - Longer than Spring
For Breakfast ist ein dynamisches 7-köpfiges Musikkollektiv, das seit 2020 aktiv ist. Angeführt von der markanten, samtigen Stimme von Maya Harrison besteht die Band aus den Multi-Instrumentalisten Sam Birkett, Joe Thompson, Omar Zaghouani, Gail Tasker, Eden Harrison und Will Eckersley. Sie sind dafür bekannt, traditionelle Blech- und Holzblasinstrumente sowie jazzige Klangtexturen mit tosenden Gitarren-Freakouts zu kombinieren. Folk-Rock, experimenteller Art-Rock, Jazz-Noir und Post-Rock. Man stelle sich eine Frontalkollision zwischen Black Country, New Road, dem Improvisationsgeist von Wilco und der melancholischen Schönheit von Portishead vor. "Longer than Spring" anzuhören ist wie die Teilnahme an einer sehr eleganten Dinnerparty, die langsam in eine wunderschön chaotische Kissenschlacht ausartet. In einem Moment schwebt Maya Harrisons wunderschöner, rauchiger Gesang träge über sanften Jazz-Bläserklängen und sanftem Kammerpop; im nächsten drückt die gesamte 7-köpfige Band ihre Verzerrerpedale durch und stürzt einen in eine glorreiche Wand aus lauter, postrockiger Raserei. Das gesamte Album spielt ein brillantes Spiel des emotionalen Tauziehens zwischen absoluter Ruhe und purer Panik. Es ist unvorhersehbar, atemberaubend und wird einen auf die bestmögliche Weise benommen zurücklassen.
Frontline - Rebirth
Frontline war in den 1990er Jahren ein absoluter Fixpunkt der europäischen Melodic-Rock-Szene, bevor die Band eine fast zwanzigjährige Pause einlegte. Leider verstarb ihr Mitbegründer, Gitarrist und Hauptsongwriter Robby Böbel im Jahr 2022. Um diese Trauer in eine Hommage an sein Vermächtnis zu verwandeln, tat sich der ursprüngliche Power-Sänger Stephan Kämmerer mit dem neuen Gitarristen und Produzenten Christian Mühlroth zusammen, um die Band wieder zum Leben zu erwecken. Gewaltiger, hymnischer Melodic Rock / AOR, vollgepackt mit hochfliegenden, arena-tauglichen Gesangshooks, funkelnden Synthesizern und der treibenden Energie des klassischen Hardrocks. Zündet die Feuerwerke, denn der Old-School-Arena-Rock ist offiziell von den Toten auferstanden! "Rebirth" ist ein meisterhaft umgesetztes, ohrenbetäubendes Comeback, das moderne Musiktrends komplett meidet. Stattdessen setzt Frontline voll und ganz auf das, was sie am besten können: gewaltige Gitarrenriffs im Stil der 80er und 90er Jahre, emotionale Darbietungen und massive Refrains, die dazu gedacht sind, von Tausenden von Menschen mitgeschrien zu werden. Tracks wie "Two Tickets To The Afterglow" beweisen, dass diese deutschen Rock-Veteranen in den letzten 20 Jahren kein bisschen von ihrer Leidenschaft oder Kraft eingebüßt haben.
Frozen Sand - Fractals: A Light Among Shadows
Nach einem zermürbenden, schier endlosen Schreib- und Aufnahmeprozess, der sich über fast ein Jahrzehnt erstreckte, hat die Band endlich diese gewaltige Fortsetzung fertiggestellt, um ihre Fractals-Trilogie abzuschließen. Progressive Metal / Djent / Alternative Rock mit Schwerpunkt auf mitreißenden Gesangshooks, schweren, synkopierten Riffs und einer grandiosen, cineastischen Produktion. Nach neun Jahren des Wartens hebt sich der Vorhang für den Erzähler erneut! "A Light Among Shadows" taucht kopfüber in die tiefsten, dunkelsten Winkel menschlicher Emotionen ein, indem es 12 parallele Geschichten von Charakteren erkundet, die über völlig unterschiedliche Zeitachsen hinweg miteinander verbunden sind. Klanglich tauscht die Band einige ihrer älteren symphonischen Jazz-Elemente gegen pure, moderne Djent-Power ein - was zu Tracks wie "Meet the Enemy" führt, die sich mit dem Kampf gegen das eigene Spiegelbild inmitten eines Sturms aus hämmernden, technischen Riffs befassen. Es ist ein atmosphärisches, bittersüßes und triumphales Schlusskapitel, das das Warten absolut wert war.
Function, Nastia Reigel - Devocion
David Sumner ist eine absolute Legende in der Grayscale- und Industrial-Techno-Szene. Nastia Reigel ist eine hoch angesehene Techno-Künstlerin, die für ihre unerbittlichen Kick-Drums bekannt ist. Das Projekt entstand, als Reigel Sumner eine Sammlung von Underground-Platten aus den frühen 90er Jahren (von Labels wie R&S und FAX) zeigte, und dieser erkannte, dass diese perfekt zu der Musik passten, zu der er in der New Yorker Clubszene als DJ groß geworden war. Emotionaler, pulsierender Techno, der treibende Rave-Dynamik im Stil der 90er, Breakbeats, melancholische Acid-Lines und himmelhohe Synth-Pads miteinander verbindet. Wenn du denkst, Techno sei nur kalte, dunkle Lagerhallen und starre Blicke, dann ist Devocion hier, um dir Gefühle näherzubringen. Tracks wie "Eternity" verbinden treibende, klassische Breakbeats mit verträumten Arpeggios und wunderschönen Streichereinlagen, die dich mitten auf der Tanzfläche zum Weinen bringen. Es gelingt ihm, die Romantik der Peak-Hour eines Raves aus den frühen 90ern heraufzubeschwören, ohne jemals altmodisch oder Old-School zu wirken. Es ist wunderschöne, viszerale elektronische Poesie, maßgeschneidert dafür, bis zum Sonnenaufgang zu tanzen.
Genesis Owusu - REDSTAR WU & THE WORLDWIDE SCOURGE
Kofi Owusu-Ansah (auftritt unter dem Namen Genesis Owusu) hat sich als einer der renommiertesten und mutigsten Visionäre Australiens etabliert. Seine ersten beiden Alben ("Smiling with No Teeth" und "Struggler") räumten bei den ARIA Awards ab und wurden unzählige Male als Album des Jahres ausgezeichnet. Als treibende Kraft hinter diesem Projekt nennt er Nina Simones Philosophie, wonach es die Aufgabe eines Künstlers sei, die Zeit zu reflektieren. Eine mitreißende, grenzenlose Kollision aus Post-Punk, Funk, Hip-Hop, Avant-Pop und elektronischer Tanzmusik. Haltet euch fest, denn Genesis Owusu ist zurück, um die moderne Musik vor der Langeweile zu retten. "REDSTAR WU & THE WORLDWIDE SCOURGE" nimmt all unsere kollektive moderne Angst, politische Frustration und Panik vor dem Doom-Scrolling, wirft sie mit einem massiven Bass-Groove in einen Mixer und zwingt euch, eure Sorgen wegzutanzen. In einem Moment entfesselt er atemlosen, kehligen Punk in "Pirate Radio", im nächsten singt er wie ein R&B-Superstar. Es ist laut, unverhohlen politisch, zutiefst menschlich und eine absolute Meisterklasse in genreübergreifender Brillanz.
Golden Brown - Amethyst Deceiver
Golden Brown ist das Soloprojekt des Multi-Instrumentalisten Stefan Christensen. Bekannt dafür, wunderschöne, sich langsam entfaltende Klangteppiche zu weben, schafft er hypnotische Klangwelten, die gleichermaßen an ländliches American Porch-Picking und Meditation im Weltraum erinnern. Kosmische Americana / Ambient Folk / Instrumentaler Psych-Rock, geprägt von komplexem akustischem Fingerpicking, schimmernder Lap-Steel-Gitarre und traumhaften Klanglandschaften. "Amethyst Deceiver" ist der ultimative klangliche Seufzer. Das Anhören dieses Albums fühlt sich an wie ein langer Spaziergang durch einen verzauberten Wald, in dem die Bäume vibrieren und das Moos im Dunkeln leuchtet. Es ist durch und durch instrumental und überlässt den Gitarren das Wort, während sie nahtlos über dunstige, warme Ambient-Wolken schweben. Es ist wunderschön, zutiefst filmisch und der perfekte Soundtrack, um sich eine heiße Tasse Kaffee einzuschenken, während man zusieht, wie der Morgennebel über die Hügel zieht.
Goldfish Kaseem - For A Bryter Future
Ein relativ neuer, aber äußerst explosiver Name aus Portugals äußerst talentierter Underground-Psych-Szene. Das Album wurde von Bandmitglied Rodrigo Vaz geschrieben, aufgenommen und direkt auf Vintage-Ampex-Band gemischt, um ein Maximum an analogem Rauheit einzufangen. Eine wilde, chaotische Mischung aus Psychedelic Rock, Stoner Rock und rohem Punk. Es stützt sich stark auf fette Fuzz-Pedale, organische Mystik und schweißgetränkte Garage-Energie. Setzt eure Sonnenbrillen auf, denn "For A Bryter Future" ist eine totale Sonnenfinsternis für den Geist. Goldfish Kaseem machen keine sanften Trippy-Vibes - sie liefern psychedelische Kriegsführung auf Hochtouren. Tracks wie "Kathmandu" bewegen sich zwischen hypnotischen, wüstenartigen Trance-Zuständen und absolutem Gitarren-Chaos. Es fühlt sich an, als hätte die Band ihre Ausrüstung mitten in einem Sandsturm aufgebaut, die Verstärker aufgedreht, bis sie zu rauchen begannen, und einfach das Band laufen lassen. Es ist ein lautes, melodisches Chaos, das Lust macht, mit dem Motorrad durch ein Wurmloch zu fahren.
Gozu - Gozu VI
Gozu, bestehend aus Marc Gaffney (Gesang/Gitarre), Doug Sherman (Leadgitarre), Joseph Grotto (Bass) und Seth Botos (Schlagzeug), ist seit über einem Jahrzehnt einer der zuverlässigsten Vertreter des Heavy-Psych-Grooves an der Ostküste. Stoner Metal / Grunge / Sludge Rock, der verzerrte, von den 70ern inspirierte Heavy-Rock-Riffs mit satten, gefühlvollen und äußerst melodischen Gesangshooks in Einklang bringt. Gozu geht mit Musik um wie ein Meisterkoch mit einem heißen Gericht - sie werfen eine schwere, verzerrte Desert-Rock-Grundlage in den Topf und beträufeln sie mit einer kräftigen Prise gefühlvollem Cayennepfeffer. Die Albumstruktur ist genial, da sie im Wesentlichen zwischen einem schnellen und einem langsamen Track wechselt. In einem Moment headbangt man zu energiegeladenen Rock-Hymnen wie "Corinthian Leatherface", und im nächsten schwebt man auf gespenstischen, atmosphärischen Grunge-Melodien davon. Außerdem sind ihre Songtitel eine Hommage an Krimiserien der 70er und Wrestling-Ikonen der 80er, was das Lesen genauso unterhaltsam macht wie das Hören!
Gravery - Purified In Blood
Aufgenommen, gemischt und gemastert im Audiocore Studio in Italien, fungiert die Band als absolute Abrissmaschine in der europäischen Underground-Szene. Mit ihrem Debütprojekt "Everything That Is Born Must Die" haben sie sich einen gewaltigen Ruf für Chaos im Publikum erarbeitet. Grausam schwerer Down-Tempo-Deathcore / Beatdown-Hardcore mit quälend langsamen Tempi, massiven Breakdowns und gewalttätigem Gesang. Diese EP sollte wahrscheinlich mit einem Warnhinweis eines Orthopäden versehen sein. "Purified In Blood" besteht aus vier Tracks purer, unverfälschter musikalischer Feindseligkeit, die darauf ausgelegt sind, jeden Veranstaltungsort zu demontieren, in dem sie gespielt werden. Die Gitarren spielen nicht nur Riffs; sie rammen dir mit einem Slow-Motion-Beatdown-Groove die Brust ein. Nahtlos wechselnd zwischen rasendem Hardcore-Tempo und Deathcore-Drops im Höhlenmenschen-Stil ist es ein unerbittlicher Abstieg in die Dunkelheit, der dich dazu bringt, deinen Wecker mit einem Baseballschläger zerschlagen zu wollen.
Heathensun - ADIOS
Entstanden aus der modernen Underground-Welle, die die rohe Attitüde der Heavy-Musik der späten 90er und frühen 2000er Jahre aktiv wiederbelebt, hat sich die Band durch aggressive Live-Auftritte und explosive Produktionsstile rasch eine treue Fangemeinde aufgebaut. Nu-Metal / Rapcore, der aggressive, moderne Metalcore-Schwerigkeit mit lebhaftem, groovigem Gesang und Hip-Hop-Rhythmen verbindet. "ADIOS" ist das klangliche Äquivalent eines Stinkefingers, eingehüllt in einen schweren Gitarrenriff. Er verbindet nahtlos den lebhaften, urbanen Swing des Rapcore mit der vernichtenden, heruntergestimmten Wucht des modernen Metalcore. Er verschwendet absolut keine Zeit damit, höflich zu sein; stattdessen springt er dir mit energiegeladenen Rap-Flows und einer Rhythmusgruppe, die hart genug hüpft, um Asphalt zu zerbrechen, direkt in die Kehle. Es ist die perfekte wütende Hymne fürs Fitnessstudio oder genau der Song, den du aufdrehen musst, wenn du in Zeitlupe aus einer schlechten Situation weggehen willst, ohne zurückzuschauen.
Heavenfall - Thorn
Heavenfall, entstanden in der pulsierenden italienischen Metal-Szene, hat jahrelang daran gearbeitet, einen Sound zu verfeinern, der technische Kompositionen der alten Schule mit moderner Produktionskraft verbindet. Hochoktaniger Heavy-/Power-Metal, stark durchdrungen von scharfen, aggressiven Thrash-Metal-Gitarrenelementen. "Thorn" ist wie ein Blitzschlag, der durch eine Wand aus Marshall-Verstärkern abgefeuert wird. Es nimmt die epischen, hochfliegenden Gesangshooks des klassischen europäischen Power-Metals und schnallt sie auf ein dröhnendes Chassis aus schnellen, nackenbrechenden Thrash-Riffs. Seit der Single "Squall-led" bleibt die Energie durchgehend auf Hochtouren. Es klingt weniger wie ein typisches Studioalbum, sondern eher wie der Soundtrack zu einem futuristischen Gladiatorenkampf. Es ist majestätisch, kompromisslos laut und wie geschaffen für alle, die ihre Gitarrensoli schnell und ihre Refrains gewaltig mögen.
Held. - Grey
Held. ist eine hochkarätige Alternative-Rock-Supergroup, bestehend aus erfahrenen Veteranen: Sänger und Gitarrist Douglas Robinson und Bassist Sal Mignano (beide von der Post-Hardcore-Ikone The Sleeping aus Long Island) sowie dem kraftvollen Schlagzeuger Josh Eppard (Mitbegründer von Coheed and Cambria). Alternative Rock / Post-Hardcore, angereichert mit der Nostalgie des Emotional Rock der 2000er Jahre, treibenden Rhythmen und mitreißender melodischer Tiefe. Wenn du eine Schwäche für die theatralische, herzzerreißende Post-Hardcore-Ära der Mitte der 2000er hast, wird dir dieses Album das Gefühl geben, gerade aus einer Zeitmaschine gestiegen zu sein. Mit Gastauftritten von Frank Iero (My Chemical Romance) und der modernen britischen Punk-Sensation High Vis spielt Grey nicht einfach nur Songs - sie zerlegt deine Emotionen und näht sie wieder zusammen. Die Tracks zeichnen sich durch eine unglaubliche Dualität aus: Sie sind eingängig genug, um tagelang im Kopf zu bleiben, und doch tiefgründig genug, um dich dazu zu bringen, aus einem regnerischen Fenster zu schauen und über die großen Geheimnisse des Lebens nachzudenken.
HERTA - The Illusion Alive
Die Band, die im leidenschaftlichen griechischen Metal-Underground rasant an Popularität gewinnt, besteht aus einem kraftvollen Team von Musikern, die bei Lifeforce Records unter Vertrag stehen und 2025 ihr ambitioniertes Studio-Debüt "Crossing the Illusion" veröffentlichen werden. Progressive Groove Metal mit komplexen Polyrhythmen, düsteren Fantasy-Atmosphären und bodenlosen, erderschütternden Riffs. Wenn ihr Metal mögt, der sich wie eine theatralische, mythologische Schlachtszene anfühlt, hat HERTA ein absolutes Festmahl für euch zubereitet. Aufgenommen bei ihrem riesigen Headliner-Konzert in ihrer Heimatstadt Athen, fängt "The Illusion Alive" die rohe, chaotische Stadionenergie mit makelloser Präzision ein. Die Band hat sogar schweres Geschütz aufgefahren und griechische Metal-Größen auf die Bühne geholt, darunter Sakis Tolis von den legendären Rotting Christ. Es ist ein atemberaubendes, kraftvolles Live-Spektakel, bei dem man sich fühlt, als stünde man mitten in einem tosenden Moshpit unterhalb der Akropolis.
Hike The Peak - Elements
Hike The Peak wurde während der Lockdowns im Jahr 2020 in Großbritannien gegründet und ist ein riesiges, weltweites kollaboratives Punkrock-Projekt. In den letzten fünf Jahren haben sie sich in der Underground-DIY-Punkszene einen hervorragenden Ruf erarbeitet und Auftritte bei renommierten Festivals wie dem Punk Rock Holiday in Slowenien und dem Manchester Punk Festival ergattert. Schneller, energiegeladener Skatepunk / Melodic Hardcore, der stark von rasanten Double-Time-Drumbeats und treibenden melodischen Hooks geprägt ist. Schnürt eure Skateschuhe, denn "Elements" ist ein absoluter Adrenalinstoß. Indem sie das Album wie eine riesige Blockparty gestalten, holen Hike The Peak Gastbeiträge von legendären Underground-Punkbands wie Antillectual, Darko und Judo Chop mit ins Boot. Die daraus resultierenden 10 Tracks sind voller atemberaubender Tempi, Harmonien zweier Gitarren und eindringlicher, bedeutungsvoller Texte. Es ist der ultimative Soundtrack für die Fahrt durch eine Halfpipe, der mit nostalgischer 90er-/00er-Jahre-Energie aufwartet und dabei unglaublich knackig und modern klingt.
Hildegunn Øiseth, Espen Berg, Magne Thormodsæter, Per Oddvar Johansen - Meandering
Hildegunn Øiseth ist eine weithin gefeierte norwegische Trompeterin, die für ihre einzigartige Fähigkeit bekannt ist, alte nordische Musikwurzeln mit modernen Jazzklängen zu verbinden. Neben ihrer traditionellen Trompete spielt sie bekanntlich auch das Bukkehorn - ein uraltes Instrument, das aus einem Ziegenhorn gefertigt ist. Auf dieser Platte leitet sie ihr erstklassiges Quartett, bestehend aus dem Pianisten Espen Berg, dem Bassisten Magne Thormodsæter und dem Schlagzeuger Per Oddvar Johansen. Zeitgenössischer Jazz / nordische Folk-Fusion gemischt mit roher, völlig spontaner Avantgarde-Improvisation. Schnapp dir eine warme Decke und mach dich bereit, dich in der Wildnis zu verlieren. "Meandering" ist das musikalische Äquivalent zu einem Streifzug durch einen nebligen skandinavischen Wald ohne Karte - und genau darum geht es. Das Quartett betrat das Studio ohne auch nur einen einzigen vorab komponierten Song und entschied sich stattdessen, sich von der Intuition leiten zu lassen. Es wechselt fließend zwischen zerbrechlichen, stillen Momenten von purer Schönheit und intensiven Ausbrüchen kollektiver Energie. Der absolute Star der Show ist der ursprüngliche, erdige Klang des Bukkehorns, der die Luft durchschneidet. Er ist meditativ, zutiefst ausdrucksstark und unglaublich faszinierend.
Humanbody - Vessels
Unter dem Künstlernamen Humanbody (stilisiert als HUMANBODY oder human.body916) kreiert dieser schwer fassbare Elektronik-Produzent hochmechanische und zugleich zutiefst organische Beats. Bekannt für die Bearbeitung von Vocal-Samples und industriellen Field Recordings, schafft er eine dichte, klaustrophobische Atmosphäre. Experimentelle Electronica, Ambient Techno, IDM und Darkwave. Beeinflusst von den skelettartigen Rhythmen von Burial, den glitchigen Texturen von Aphex Twin und Underground-UK-Garage-Edits. Getreu seinem Namen klingt "Vessels" genau wie eine abtrünnige künstliche Intelligenz, die versucht, den Rhythmus eines menschlichen Pulses in einem kalten, verlassenen Lagerhaus nachzuahmen. Es ist zuckend, hypnotisch und wunderbar unheilvoll. Die Beats huschen durch deine Kopfhörer wie Elektrizität, die durch Kupferdrähte springt, während der Subbass wie ein schwerer, mechanischer Herzschlag wirkt. Das Thema fühlt sich an wie eine tiefgehende Erkundung unserer digitalen Nervenenden - es ist der ideale Soundtrack, um um 3:00 Uhr morgens auf einen Computerbildschirm zu starren und sich zu fragen, ob dein Smartphone heimlich gegen dich intrigiert.
Ibrahim Alfa Jr. - Infinite Black Inside
Ibrahim Alfa Jnr. ist ein hoch angesehener Veteran der britischen Underground-Elektronikszene, der dafür bekannt ist, auf legendären experimentellen Labels wie Mille Plateaux Grenzen zu verschieben. Er hat ein riesiges Kult-Repertoire mit über 100 tiefgründigen Underground-Veröffentlichungen aufgebaut. Experimentelle Elektronik, die nahtlos zwischen Ambient, Dub, Broken Beat, mutiertem Jazz und düsterem Techno wechselt. Setzen Sie sich einen hochwertigen Kopfhörer auf, denn "Infinite Black Inside" ist eine hypnotische, vielschichtige Reise durch eine kybernetische Traumwelt. Das Album balanciert gekonnt zerklüftete, synkopierte Drum-Breaks mit rauchigen Jazz-Akkorden und tiefen, warmen Basslines, die sich anfühlen, als würden sie in Ihrer Brust vibrieren. Es ist intellektuelle Tanzmusik, die zugleich frustriert, elegant und zutiefst spirituell ist. Sie dient als ultimativer Soundtrack für späte Nachtstunden, um durch regnerische Stadtstraßen zu streifen oder in die tiefe Leere zu blicken und die Sterne zu betrachten.
In My Own Blood - Sinner
Ein unglaublich talentiertes Gemeinschaftsprojekt unter der Leitung von künstlerischem Leiter und Produzent Matthieu Renaudin, dem Komponisten Jacob Lizotte (in der Online-Metal-Szene bekannt für seine gewaltigen Gitarrenparts) und dem kraftvollen Sänger Bauti Argüello. Moderner Metalcore, der technische Komposition, intensive Gesangsdynamik und ausgefeilte elektronische/ambientartige Produktionselemente miteinander verbindet. "Sinner" ist eine emotionale Achterbahnfahrt, eingehüllt in eine schwere Decke aus donnernden Breakdowns. Vom absoluten Stimmungsmacher "God Left a Voicemail" bis zum vernichtenden großen Finale des Titeltracks "Sinner" lässt dieses Album dem Hörer keinen Moment der Ruhe. Es verwöhnt die Zuhörer mit einer wunderschön klaren Produktion, herzzerreißenden Schreien und massiven melodischen Refrains. Es ist düster, dramatisch, zutiefst persönlich und maßgeschneidert für alle, die ihren Metalcore mit einer kräftigen Prise theatralischer Melancholie mögen.
Inthraced - Constellation Zero
Mit frühen Underground-EPs wie "The New Awakening" (2012) und "The Rising Chaos" (2014) erlangten sie regional Bekanntheit. Nach einigen Besetzungswechseln erlebten sie 2022 einen kompletten Neuanfang, als sie den Gitarristen Mirko Byman und den Bassisten Eetu Kovapohja an Bord holten, um ihr erstes Album in voller Länge aufzunehmen. Symphonischer / melodischer Death Metal mit futuristischen Sci-Fi-Klanglandschaften und schwerer kosmischer Dunkelheit. Hast du dich jemals gefragt, wie es klingt, wenn ein massiver Stern zu einem Schwarzen Loch kollabiert, während im Hintergrund ein volles Orchester spielt? Dann bist du hier genau richtig. Inthraced servieren ein 7-Track-kosmisches Festmahl aus blitzschnellen Gitarrensoli, Blast Beats und kehligen, außerirdischen Growls. Das ist nicht nur gewöhnlicher Melodic Death Metal; es ist eine wunderschön theatralische, weltraumtaugliche Reise, die pure akustische Gewalt mit majestätischen Sci-Fi-Orchestrierungen in Einklang bringt. Es ist der perfekte Soundtrack, um eine Galaxie zu erobern – oder einfach nur den morgendlichen Weg zur Arbeit zu überstehen.
Intrusive - Die On That Hill
Die Band besteht aus Jacob Barna (Gesang), Ian Bennett (Gitarre), Noah Sautner (Gitarre), Ian Dalton (Bass) und Jayden Bottomley (Schlagzeug). Sie sind fest in der aufstrebenden Hardcore-Szene von Connecticut verwurzelt und haben diese EP mit dem Produzenten Will Hirst (bekannt für seine Arbeit mit Restraining Order) im Sonelab aufgenommen. Knallharter Metallic Hardcore mit vernichtenden Riffs, aggressiven Tempi, nachdenklichen Melodien und brutalen Breakdowns. Schnapp dir deinen Mundschutz, denn Intrusive ist da, um dich heftig an den Schultern zu schütteln. "Die On That Hill" ist eine 5-Track-Meisterklasse in musikalischer Feindseligkeit. Textlich dreht sich alles darum, giftige, falsche Menschen aus deinem Leben zu verbannen und wie eine absolute Festung standhaft zu bleiben. Klanglich verbindet es die rohe, stampfende Energie des klassischen Hardcore mit metallischen Gitarren, die wie ein Ziegelstein ins Kinn schlagen. Wenn du Gastgesang liebst, der dich dazu bringt, dein Wohnzimmersofa umzuwerfen, ist dies deine neue Hymne.
Jasmine Myra - Where Light Settles
Jasmine Myra ist eine phänomenale Saxophonistin, Komponistin und Bandleaderin. Für ihr drittes Studioalbum versammelte sie ihr 13-köpfiges Live-Ensemble (unter der Leitung von Ozzy Moysey vom Ancient Infinity Orchestra) in den The Nave Studios in Leeds, um alles live in einem Raum aufzunehmen. Eleganter zeitgenössischer Jazz / Spiritual Jazz, der sich stark auf majestätische Streicharrangements, tiefe Holzbläser und äußerst melodische Saxophone stützt. Schnappen Sie sich eine warme Tasse Tee und lassen Sie den Stress der Woche vollständig von sich abfallen. "Where Light Settles" ist reine Klangarchitektur, die darauf ausgelegt ist, die Seele zu trösten. Myra komponiert Jazz, der weniger wie technisches Gezeige wirkt, sondern eher wie wunderschönes, großformatiges instrumentales Geschichtenerzählen. Ihr Altsaxophon führt Sie sanft durch üppige Wälder aus akustischem Klavier, warmem Kontrabass und cineastischen Live-Streichersätzen. Es ist ergreifend, zutiefst erhebend und ein Meisterwerk darin, wie man menschliche Verletzlichkeit in reine Kunst verwandelt.
Jean-Pascal Boffo - Inner World
Boffo ist ein legendärer französischer Gitarrenveteran und Komponist, der seit den späten 1970er Jahren aktiv ist. Er war 1985 der erste Künstler, der bei Musea Records unter Vertrag genommen wurde, und wird hoch geschätzt für seine Verschmelzung von kraftvollen Gitarrenklängen mit üppigen elektronischen und visuellen Animationen. Instrumentaler Progressive Rock, symphonische Fusion, cineastische Avantgarde und World Music. Stark inspiriert von klassischen Prog-Rock-Konzeptalben der 1970er Jahre, Fantasy-Kunst und Traumpsychologie. Schnall dich an für eine Reise ins Unterbewusstsein! "Inner World" ist Boffos 16. Studioalbum und klingt wie ein wunderschöner, kaleidoskopischer Soundtrack zu einem unveröffentlichten Science-Fiction-Zeichentrickfilm. Zwölf Instrumentalstücke wie "Robotown" und "Parallel World" führen Sie durch die sich wandelnden Landschaften einer nächtlichen Traumwelt. Boffos makellose akustische und elektrische Gitarrenmelodien tanzen mühelos über synthetische Sci-Fi-Streicher und tickende Uhrenrhythmen und bieten eine wunderbar skurrile und zutiefst künstlerische Reise für alle, die ihre Rockmusik mit einer Prise hochkonzeptioneller visueller Fantasie mögen.
Jeff Parker, ETA IVtet - Happy Today
Jeff Parker, vor allem bekannt als virtuoser Gitarrist der Post-Rock-Größen Tortoise, ist eine tragende Säule der modernen kreativen Musik. Sein seit langem bestehendes ETA IVtet besticht durch eine herausragende Besetzung mit dem Schlagzeuger Jay Bellerose, der Bassistin Anna Butterss und dem Saxophonisten Josh Johnson. Minimalistischer Soul-Jazz, avantgardistische Improvisation und Post-Rock. Beeinflusst von hypnotischer Groove-Architektur, loopartigen Live-Synkopen und formbrechendem Ambient-Jazz. Wenn du deine Gehirnwellen komplett glätten lassen willst, hat Jeff Parker die ultimative Klangmassage für dich parat. Bestehend aus nur zwei ausufernden, seitenlangen Improvisationsstücken, begleitet "Happy Today" die Band auf ihrem Weg von einem winzigen Mikro-Club in einen Saal mit 500 Plätzen, ohne auch nur einen Hauch ihrer dichten, telepathischen Intimität zu verlieren. Es klingt wie eine Jazzband, die zufällig herausgefunden hat, wie man die Zeit verlangsamt, und dich in einer beruhigenden Schleife aus warmen Basslinien und butterweichen Gitarrenakkorden gefangen hält, aus der du niemals entkommen möchtest.
John Pachnos - John Pachnos
John Pachnos ist ein äußerst vielseitiger, technisch gewagter 25-jähriger Bassist, Komponist und Bandleader. Ausgestattet mit absolutem Gehör und Erfahrung im Orchestergraben bringt er ein herausragendes Quintett aus ehemaligen Studienkollegen zusammen, um seine Vision zu verwirklichen. Zeitgenössischer Jazz, Post-Bop und akustische Improvisation. Inspiriert von den Jazzgrößen der Mitte des letzten Jahrhunderts, komplexem modalem Zusammenspiel und rhythmischer Fusion. Für einen 25-Jährigen, der sein Debütalbum aufnimmt, spielt Pachnos seinen akustischen Kontrabass mit der lässigen, elitären Selbstsicherheit eines absoluten Veteranen. Diese selbstbetitelte Meisterklasse verzichtet auf selbstverliebte Soli und lässt stattdessen ein reichhaltiges Geflecht aus Saxophonen, Flöten und Klavier um seine tiefen, rhythmischen Grooves tanzen. Es ist unglaublich intelligente, wunderschön dynamische Musik, die am besten spät in der Nacht mit einem Glas Wein in der Hand klingt.
Johnny Dynamite - Johnny Dynamite
Der als John Morisi geborene Synth-Maestro machte sich zunächst mit seiner Begleitband The Bloodsuckers in der Underground-Szene einen Namen. Für dieses Album reduziert er als Solo-Künstler das Arrangement auf das Wesentliche und präsentiert eine intensiv fokussierte, beatlastige emotionale Reise. New Wave der 1980er Jahre, Synth-Pop, Darkwave und Post-Punk. Stark inspiriert von Ikonen wie The Cure, INXS und den Pet Shop Boys, aber auch von modernen Synth-Pop-Acts wie Korine. Wähle sofort 1-800-SYNTH-HEAVEN! Die eigenständige Single "Helpline" fungiert als leuchtender Neon-Herzschlag dieses selbstbetitelten Albums und hüllt Themen wie jugendliche Angst und hoffnungslose Romantik in retro-elektronische Decken. Das gemeinsam mit Trey Frey von Korine produzierte Album kombiniert treibende Retro-Drum-Machines mit schimmernden Gitarren, die dir das Gefühl geben, die Hauptfigur in einem tragischen Coming-of-Age-Film der 1980er Jahre zu sein. Es ist glanzvoll, tanzbar und brillant melancholisch.
Jungle Rot - Cruel Face Of War
Unter der Führung von Frontmann und Gitarrist Dave Matrise ist Jungle Rot seit über drei Jahrzehnten eine unerschütterliche, bodenständige Säule der amerikanischen Extreme-Metal-Szene. Old-School-Death-Metal und Thrash-Groove. Stark beeinflusst von den rohen, urzeitlich-schweren Midtempo-Stomps von Bolt Thrower, Celtic Frost und den frühen Slayer. Was nicht kaputt ist, muss man nicht reparieren - man muss nur einen Panzer draufsetzen. Jungle Rot kehren mit "Cruel Face Of War" zurück und tun genau das, was sie am besten können: urzeitliche Grooves liefern, die einen dazu bringen, mit dem Kopf gegen eine Mauer zu hämmern. Tracks wie "Apocalyptic Dawn" setzen eher auf massive, markerschütternd schwere Thrash-Riffs und gebellte Vocals als auf hyperschnelle technische Kunststücke. Es ist einfach, unerbittlich brutal und perfekt, um dein Wohnzimmer in ein absolutes Kriegsgebiet zu verwandeln.
Junon - The Golden Citadel Of The Astral Sphere
Junon ist ein äußerst eigenständiges, antifaschistisches Soloprojekt, das vollständig von seiner geheimnisvollen weiblichen Mastermind Junon geleitet, ins Leben gerufen und gesteuert wird. Psychedelischer Black Metal, roher Black Metal der zweiten Welle und okkulter Heavy Rock. Beeinflusst vom finsteren Psych-Rock von The Devil's Blood und rohen, beunruhigenden Noise-Strukturen. Zieh deine dunklen Zauberergewänder an und schließ die Tür ab. Dieses Album ist ein wunderschön verstörendes, aufregend hässliches Stück Magie, das sich anfühlt wie ein unangenehmes, mit Gras versetztes psychoaktives High. Junon vermeidet typische Klischees des Clean-Black-Metal und entfesselt stattdessen rohe Gitarren-Kreissägen und wilde, ungezähmte theatralische weibliche Vocals. Alles gipfelt in einem massiven, verstörenden 21-minütigen Schlussstück namens „Dolorosa“, das sich wie eine Zeitlupen-Séance im Weltraum anfühlt. Es ist fantastische, zutiefst lohnende Musik für Metal-Fans, die die dunkle Leere berühren wollen.
KADAPAT, Nova Ruth, Siko Sedyanto - Ocean Cage
Ein brillantes Zusammentreffen unterschiedlicher Disziplinen. Im Mittelpunkt stehen die ineinandergreifenden Strukturen aus Elektronik und Gamelan des balinesischen Duos KADAPAT, der kosmische Gesangsstil der Aktivistin Nova Ruth und die prägnanten körperlichen Bewegungserzählungen des Künstlers Siko Sedyanto. Das Material entstand ursprünglich aus "Moyang & Seaman", einer immersiven Theaterproduktion, kuratiert von Tianzhuo Chen. Avantgardistischer elektronischer Gamelan, ritualistische Klanglandschaften und politische Stimmkunst. Stark inspiriert von den alten Walfangtraditionen von Lamalera und tiefer ökologischer Trauer. Dies ist weniger ein Audioalbum als vielmehr eine spirituelle Reise zum tiefen Meeresgrund. "Ocean Cage" nutzt metallische Gamelan-Percussion und dröhnenden elektronischen Subbass, um die schweren, dunklen Gewässer der Mythologien der Vorfahren zu simulieren. Nova Ruths Stimme durchdringt den industriellen Dunst wie das Licht eines Leuchtturms in einem gewaltigen Sturm, was zu einem hypnotisierend schweren Werk globaler Kunstmusik führt, das Ihre uneingeschränkte Aufmerksamkeit fordert.
Kelley Stoltz - If You Don’t Know Me, Buy Now
Neben seinem umfangreichen Solowerk war Stoltz als Rhythmusgitarrist auf Tournee mit Echo & the Bunnymen unterwegs und ist derzeit als Schlagzeuger von Robyn Hitchcock an der Westküste tätig. Außerdem moderiert er "Vinelands", eine wöchentliche Musiksendung aus der Bay Area, die auf dem legendären Radiosender KEXP ausgestrahlt wird. Ein Kaleidoskop aus Psychedelic Pop, vom 60er-Jahre-Garage-Rock inspiriertem Sound, 80er-Jahre-New-Wave und Lo-Fi-Power-Pop. Sein Sound fühlt sich an wie eine Schatzsuche durch die Plattensammlung eines Vinyl-Nerds. Man hört die melodische Handwerkskunst der Beatles und der Kinks, die stimmungsvolle Synth-Spannung von Gary Numan, den Glam-Stomp von T. Rex und einen unverwechselbaren, witzigen Gesangsstil, der stark an Jarvis Cocker (Pulp) aus der Britpop-Ära erinnert. Thematisch gesehen ist das Album ein glorreiches, grooviges Achselzucken gegenüber dem modernen Musikgeschäft. Auf dem herausragenden Eröffnungstrack "Competitive Bastard" wirft Stoltz im Grunde die Hände in die Luft, lacht über die erschöpfende Kultur des Arbeitens für die Aufmerksamkeit und entscheidet sich stattdessen dafür, Songs rein zu seinem eigenen Vergnügen zu schreiben. Es ist ein Album, das von sarkastischem Humor, verspielten Gedanken eines Mannes mittleren Alters und einem völligen Mangel an Selbstdarstellung durchdrungen ist.
Kevin Morby - Litte Wide Open
Ein weltweit gefeierter Singer-Songwriter und ehemaliger Bassist der Indie-Bands Woods und The Babies. In den letzten zehn Jahren hat er ein umfangreiches unabhängiges Solowerk geschaffen, dessen Höhepunkt sein Meisterwerk "This Is A Photograph" aus dem Jahr 2022 darstellt. Indie-Rock, Alternative Folk-Pop und Americana. Stark beeinflusst von der lyrischen Songwriting-Kunst von Bob Dylan und Tom Petty sowie den weiten Landschaften des amerikanischen Mittleren Westens. Kevin Morby hat nun offiziell sein Meisterwerk veröffentlicht, und es ist ein sonnenverwöhnter Liebesbrief an das amerikanische Herzland. Das Album wurde zusammen mit Aaron Dessner (bekannt von The National) im Long Pond Studio aufgenommen und besticht durch spektakuläre, luftige Gastgesangspassagen von Justin Vernon (Bon Iver). Es schafft eine perfekte Balance zwischen leichten, luftigen Sommer-Akustikgitarren und zutiefst verletzlichen Texten über das Älterwerden, Isolation und die rücksichtslos Jugend. Es ist ein wunderschöner, warmer musikalischer Roadtrip durch eine weite Prärie.
Kokomo - Whip
Kokomo wurde 2008 gegründet und hat sich in fast zwei Jahrzehnten einen Ruf als eine der beeindruckendsten DIY-Post-Rock-Bands Deutschlands erarbeitet. "Whip" ist ihr sechstes Studioalbum, das nach einer siebenjährigen Schreib- und Aufnahmepause seit ihrem hochgelobten 2019er Album "Totem Youth" erscheint. Atmosphärischer Post-Metal, harter Post-Rock und düsterer Sludge. Die Band verbindet die cineastischen, sich langsam aufbauenden Klanglandschaften der Post-Rock-Legenden Caspian und Mogwai mit der erdrückenden, pechschwarzen Schwere von Post-Metal-Titanen wie Cult of Luna, Isis und The Ocean. Thematisch taucht das Album in die tiefen, trüben Gewässer existenzieller Angst, Nihilismus und Isolation ein. Doch anstatt diesmal nur die Gitarren sprechen zu lassen, führt die Band eine spektakuläre neue Waffe ein: gespenstische, entfernte Gesangsschichten, tief im Mix vergraben. Es klingt nicht wie ein Sänger, der eine Band anführt; stattdessen spuken die Vocals aus dem Hintergrund durch die Tracks und verleihen der Klangwand eine unheimliche, menschliche Verzweiflung. Tracks wie "A Torinói Ló" kriechen mit einem langsamen, bedrohlichen Sludge-Tempo aus den Lautsprechern, bevor sie in ein absolutes Klangfeuerwerk explodieren.
Kreidler - Schemes
Das seit 1994 aktive legendäre Trio besteht aus Thomas Klein (Percussion/Found Sounds), Alexander Paulick (Fretless-Bass) und Andreas Reihse (Synthesizer). Sie gelten als weithin anerkannte Pioniere, die eine Brücke zwischen Underground-Post-Rock und elektronischer Clubmusik schlagen. Ambient-Techno, Krautrock, Synth-Pop und Leftfield-Electronica. Stark inspiriert von der deutschen analogen Elektronikproduktion der frühen 90er Jahre, urbanen Field Recordings und strukturellem Minimalismus. Anlässlich ihres 32-jährigen Bestehens als Musikgruppe hat Kreidler die Hektik des Nachtclubs offiziell hinter sich gelassen, um eine absolute Meisterklasse in lässiger, luftiger Coolness zu liefern. "Schemes" ist ein wunderschöner, unbeschwerter elektronischer Galerie-Spaziergang, der wie ein Rave in Zeitlupe klingt. Sie verweben Außenaufnahmen nahtlos mit sprudelnden Synthesizer-Loops und beschwingten Drum-Patterns. Tracks wie "Marble Upset" führen zurück zu ihren klassischen Synth-Pop-Wurzeln, während die argentinische Alt-Pop-Ikone Leo Garcia auftaucht, um auf "Fenix" spontan über rohe Stadttexturen zu improvisieren. Es ist knackig, unglaublich präzise und eine absolute Freude, es in Dauerschleife zu hören.
Kulusé Souriant - Douvan
Souriant ist ein außergewöhnlicher Jazz-Schlagzeuger, Komponist und Bandleader, der sowohl in karibischen Kreisen als auch in der kanadischen Contemporary-Jazz-Szene eine feste Größe ist. Lyrischer Contemporary Jazz, Post-Bop und afro-karibische Musikphilosophien. Beeinflusst von der Suche nach Identität, der einheimischen Kultur Guadeloupes und der Wiederverbindung mit der Natur. "Douvan" entstand unmittelbar nach einer prägenden Reise zurück auf seine Heimatinsel Guadeloupe und ist ein wunderschönes Jazzalbum, das sich wie ein spiritueller Reset-Knopf anfühlt. Souriant leitet sein Ensemble mit fließendem, äußerst ausdrucksstarkem Schlagzeugspiel und gewährt seinen Musikern völlige kreative Freiheit, seine Melodien in eine schwebende, lebendige Gruppenvision zu verwandeln. Das Album schafft eine wunderschöne Balance zwischen komplexen, präzisen rhythmischen Jazz-Synkopen und tiefen, emotionalen und lyrischen Saxophon- und Gesangshooks. Es ist das ultimative Gegenmittel gegen eine stressige Woche.
Lawrence English, Werner Dafeldecker - Fathom Tides
Lawrence English ist ein weltweit bekannter Klangkünstler und Komponist, der das einflussreiche experimentelle Plattenlabel Room40 leitet. Werner Dafeldecker ist ein österreichischer Multiinstrumentalist (vor allem als Kontrabassist bekannt), Klangkünstler und Mitglied des Avantgarde-Ensembles Polwechsel. Minimalistischer Ambient, bearbeitete Field Recordings und experimentelle Drone-Musik. Stark beeinflusst von natürlichen Ökosystemen, Gletschererosion, sich verändernden Wasserläufen und Klimazyklen. Schalte dein Handy auf lautlos und lausche dem Atmen der Erde. "Fathom Tides" ist eine Meisterklasse in langsamer, geduldiger Klangmanipulation. English sammelte rohe Audio-Clips von plätscherndem Wasser, raschelnden Ufer und Küstenwinden, die Dafeldecker anschließend durch eine elektronische Matrix verzerrte. Das Ergebnis klingt nicht wie ein aktives Gewitter; es klingt wie die stille, geisterhafte Erinnerung an ein Flussbett. Es ist ein unglaubliches, unheimliches Drone-Album, das einem bewusst macht, dass der Planet nach einer viel älteren Zeitrechnung funktioniert als wir.
Lorn - Searing Blood
Unter der Leitung des Multi-Instrumentalisten Radok prägte Lorn Mitte der 2010er Jahre einen äußerst dissonanten, kantigen Stil des Avantgarde-Black-Metal. Nach einer neunjährigen Studio-Pause seit dem 2017 erschienenen Album "Arrayed Claws" hat Radok die klangliche Architektur des Projekts komplett neu gestaltet. Atmosphärischer Black Metal und progressiver Black Metal. Inspiriert von eiskalten Riffs der zweiten Welle der 1990er Jahre, Darkthrone und multidimensionalem kosmischem Noise. Verwechselt dies nicht mit dem amerikanischen Elektronik-Künstler Lorn - dies ist ein völlig anderes Biest, geboren aus einer italienischen Krypta. "Searing Blood" ist eine schockierende Wendung für langjährige Fans; statt purer, mathematisch anmutender Dissonanzen lehnt sich das Album stark an wunderschöne, erschreckend gewaltige, eisige atmosphärische Klanglandschaften an. Es klingt wie ein Geisterschiff, das über einen schwarzen Ozean treibt, was es zu einem absolut fesselnden Muss für jeden macht, der seinen Metal frostig und kosmisch mag.
Lost in Separation - Lost In Separation
Eine kraftvolle, unabhängige Metalcore-Band mit den Mitgliedern Eri, Luna, Collin, Mason und Sam. Sie haben jahrelang an ihrem Sound gefeilt, unter anderem mit Einzelveröffentlichungen wie "Black Mirror" und "Seeing Red", bevor sie ihren Sound in einem ausgereiften, selbstbetitelten Album zum Ausdruck brachten. Emotionaler Metalcore, Ambient-Metalcore und melodischer Post-Hardcore. Beeinflusst vom melodischen Schwergewicht des modernen Ambient-Djent und rohen, kathartischen Gesang. Wenn du Metalcore mit einer Prise Ambient-Tränen magst, ist dieses Album eine absolute emotionale Achterbahnfahrt. "Lost In Separation" hält genau das, was der Titel verspricht: einen 33-minütigen Cocktail aus tektonischen Gitarrenriffs, die auf hochfliegende, wunderschöne Refrains prallen, die dir Gänsehaut bereiten werden. Es ist der perfekte Soundtrack für eine Fahrt auf einer dunklen Autobahn, während du jede Lebensentscheidung, die du jemals getroffen hast, überdenkst.
LUCKI - DR*GS R BAD
Als legendärer Pionier der Underground-SoundCloud-Rap-Ära hat Lucki seit seinem 2013 erschienenen Mixtape "Alternative Trap" ein unabhängiges Imperium aufgebaut. Nach seinen großen Durchbruch-Alben wie "GEMINI!" aus dem Jahr 2024 hat er mehrere Gold- und Platin-Auszeichnungen erhalten. Cloud Rap, Plugg und Alternative Trap. Stark inspiriert von betäubender Lo-Fi-Ästhetik, Chopped-and-Screwed-Soul und zerhackter elektronischer Produktion. Der Titel lautet "DRGS R BAD", doch Lucki lässt den Substanzrausch wie einen wunderschön trägen Trip durch den Weltraum klingen. Mit seinem charakteristischen halbschlafenden Gemurmel über stumpfen Beats klingt er wie ein Mann, der gerade aus einem dreitägigen Wochenende aufgewacht ist und sich sofort ins Aufnahmestudio begeben hat. Unterstützt von der starrbesetzten Produktion von Brent Rambo und den mit Stars gespickten Features von Lil Yachty, Lil Baby und Rylo Rodriguez* ist dieses gewaltige Album eine Meisterklasse in codeinhaltigem Audio-Comfort-Food.
Mad Honey - Bridge Over Cumberland
Seit ihrem Debüt im Jahr 2018 hat sich die Band zu einer tragenden Säule der angesagten Shoegaze-Szene von Oklahoma City entwickelt. Angeführt von den stimmungsvollen Songtexten von Tuff Sutcliffe sorgten sie mit ihrem Debütalbum "Satellite Aphrodite" für Aufsehen. Shoegaze, Slowcore, Indie-Rock und Dream-Pop mit zarten Folk-/Country-Anklängen. Inspiriert von The Jesus and Mary Chain und der offenen, weitläufigen Dynamik von leise-lautem Alternative Rock. Wenn du dich in eine warme Decke aus wunderschöner existenzieller Angst hüllen möchtest, ist "Bridge Over Cumberland" ein Meisterwerk. Das Album klingt, als stünde man in einem riesigen, leeren Lagerhaus, während eine Wand aus Gitarren-Fuzz in Zeitlupe herabstürzt. Es tauscht auffällige elektronische Schichten gegen eindringliche Akustikklänge und zutiefst ehrlichen Gesang ein und beweist, dass die beste Art von Traurigkeit die ist, zu der man bei halber Geschwindigkeit headbangen kann.
Makkmat - Syke Fantasier
Seit Ende der 2010er Jahre eine unerbittliche Kraft in der aggressiven skandinavischen Underground-Metal-Szene, bekannt für ihre rasante Geschwindigkeit, ihre gesellschaftspolitische Wut und ihre rohe, unabhängige Aufnahmephilosophie. Brutaler Grindcore, Powerviolence und chaotischer Crust-Punk. Beeinflusst von Old-School-Underground-Größen wie Napalm Death und Siege. Wer auf der Suche nach einem sanften Wiegenlied ist, sollte sich so weit wie möglich von dieser Platte fernhalten! Syke Fantasier ist eine hyperschnelle, sechzehntelnoten-rasende Kettensäge für die Ohren. Die Band serviert chaotische, einfüßige Blastbeats und brutalen Gitarrenlärm, der dein Wohnzimmer in ein Ein-Mann-Demolition-Derby verwandeln wird. Es ist lauter, kompromissloser Underground-Punk-Krieg, der dein Herz zum Rasen und deine Lautsprecher heftig zum Beben bringen soll.
Maluma - Loco x Volver
Der unter dem Namen Juan Luis Londoño Arias geborene Maluma ist ein weltweiter Latin-Megastar, Chartstürmer und Modeikone. Dieses Projekt ist sein mit Spannung erwartetes siebtes Studioalbum und sein erstes Album in voller Länge seit drei Jahren. Es vereint intimen Latin-Pop, sanften Reggaeton und traditionelle, organische kolumbianische Folk-Klänge. Inspiriert von seinem eigenen kulturellen Erbe, einheimischen kolumbianischen Musikgenres und dem Wunsch, sich mit seinen Wurzeln zu verbinden. Juan Luis hat die mit Diamanten besetzte Rolle des kommerziellen Popstars offiziell hinter sich gelassen, um uns den echten Jungen aus Medellín vorzustellen. "Loco x Volver" ist ein atemberaubend warmer, intimer Liebesbrief an Kolumbien. Er legt die schwere Künstlichkeit des Studios auf wunderschöne Weise ab und lässt reichhaltige, akustische Instrumentierung direkt neben seiner seidig-weichen Stimme erstrahlen. Es fühlt sich weniger wie ein Konzert in einem vollbesetzten Stadion an, sondern eher wie ein privater Akustikauftritt an einem nächtlichen Lagerfeuer in den Bergen Kolumbiens.
Mangled Recrement - Demo
Ein dreckiges Underground-Power-Trio, das 2024 aus der lokalen polnischen Kellerszene hervorgegangen ist und dessen Mitglieder ihr schmutziges Handwerk in Bands wie Toughness und Leucotome verfeinern. Old-School-Death-Metal. Voll und ganz inspiriert vom grausamen, schlammigen und primitiven Sound von Autopsy, Immolation, Undergang und dem frühen Death-Grind. Schnappt euch eure Schutzanzüge, denn dieses Demo ist ein absoluter Abwasserrohr-Explosionsschuss aus purem, unverfälschtem Dreck! Mit 16 Minuten glorreicher akustischer Gewalt haut euch "Demo 2026" mit Titeln wie "Boiled to Death" und "Bile Seeping Crypt" um. Die Gitarren klingen, als wären sie in einer rostigen Müllentsorgungsanlage aufgenommen worden, und der Gesang besteht aus einer Reihe tiefer, feuchter Gurgelgeräusche, die Death-Metal-Fanatiker vor Freude strahlen lassen. Es ist schnell, langsam, hässlich und wunderbar barbarisch.
Martyn - Music for Existing
Martyn, geboren als Martijn Deijkers, ist ein legendärer, Grenzen überschreitender Schöpfer elektronischer Clubmusik. Bekannt für seine Klassiker wie "Great Lengths", widmete er sich in den letzten Jahren der Leitung seines einflussreichen Plattenlabels und der Förderung der nächsten Generation von Musikproduzenten. Future Jazz, Deep Bass Music, Minimal Techno und Ambient House. Stark geprägt von der freien, improvisierten Struktur des Jazz und dem Aufbau radikaler Gemeinschaften. Martyn ist zurück und wirft die starren, algorithmusbesessenen Club-Regeln komplett über Bord! "Music for Existing" tauscht pure, schwere Synthesizer gegen ein warmes, lebendiges, atmendes Jazzband-Setup ein, gespickt mit hochkarätigen Gaststars wie Duval Timothy und Lucinda Chua. Die Tracks sprudeln nur so vor synkopierten Drums, sanften Bläsern und tiefen Dubbass-Linien, die sich unglaublich lebendig anfühlen. Es klingt genau wie eine nächtliche Jam-Session in einer verrauchten, edlen Underground-Jazz-Lounge im Weltraum.
Martyna Basta - Winged in Collapse
Eine hoch angesehene multidisziplinäre Künstlerin und klassisch ausgebildete Gitarristin. Zunächst erlangte sie durch DIY-Veröffentlichungen bei Labels wie Stroom eine treue Underground-Anhängerschaft, bevor sie ihre klanglichen Grenzen auf weitreichendere Bereiche ausweitete. Experimenteller elektroakustischer Ambient, barocker Chamber Folk und Avantgarde-Pop. Stark inspiriert von Aby Warburgs visuellen Philosophien, mittelalterlichen Melodien und mit Auto-Tune bearbeiteten Pop-Dekonstruktionen. Wenn du schon immer wissen wolltest, wie eine leise Hymne klingt, die einem mittelalterlichen Geist ins Ohr geflüstert wird, dann bist du bei Martyna Basta genau richtig. "Winged in Collapse" ist ein wunderschönes, zerbrechliches Album, das es schafft, gleichzeitig uralt und futuristisch zu klingen. Laptop-verzerrte Zitherklänge vermischen sich mit sanften E-Gitarrenlinien und eindringlichen Gastgesängen und hüllen dich in eine beruhigende Decke aus wunderschönem Verfall. Es ist brillante, zutiefst filmische Musik zum Tagträumen.
Matthew Wright - Cracked Glaze
Wright ist ein britischer Komponist, Sounddesigner und Produzent. Er gründete gemeinsam mit der Saxophonlegende Evan Parker das Projekt Trance Map und leitet sein eigenes Improvisations- und Elektronik-Kollektiv Spheric Totemic. Für dieses gewaltige, 50-minütige Werk arbeitet er mit der herausragenden Sängerin Sofia Jernberg und dem niederländischen Ensemble für zeitgenössische Musik Ensemble Klang zusammen. Zeitgenössische Klassik, avantgardistische Elektronik und improvisierte Jazz-Fusion. Beeinflusst von strukturellem Minimalismus, Keramikgalerien und der Kollision von Live-Technologie mit Notenschrift. Das Album ist nach einer Sammlung zerbrochener Keramik in einem niederländischen Museum benannt, was schon alles sagt, was man wissen muss. Die Musik baut auf einer einzigen, gewaltigen, 19-minütigen absteigenden Tonleiter auf, die als musikalisches Rückgrat fungiert, während die Musiker bewusst versuchen, den Song mit wilden Improvisationen und schimmernden Blechbläsern zu zerbrechen. Sofia Jernbergs Gesang schwebt durch das Rauschen wie ein Geist, der in einer Standuhr gefangen ist. Es ist völlig schwindelerregend, zutiefst künstlerisch und absolut erstaunlich für jeden, der seinen Jazz mit einer Prise intellektuellem Chaos mag.
Maximum Robot - Away With The Fairies
Ein energiegeladenes Power-Duo bestehend aus Gazza Williams (Gitarre/Gesang) und Jack Chapman (Bass). Mit ihren verzerrten, von Angst geprägten Alben wie "Airborne" haben sie sich im Underground einen soliden Ruf erarbeitet, bevor sie für diese Veröffentlichung einen Major-Label-Vertrag bei Epictronic Records unterzeichneten. Grunge, Punkrock und Alternative Rock. Stark beeinflusst vom rohen Seattle-Grunge-Sound der 90er Jahre, gemischt mit druckvollem UK-Punk. Wenn du die Zeiten vermisst, als Flanellhemden nach abgestandenem Bier rochen und Gitarrenverstärker klangen wie ein Bienenstock, der in der Mikrowelle gefangen ist, ist dieses Album dein goldenes Ticket. "Away With The Fairies" beschäftigt sich mit Themen wie Tagträumen und der völligen Loslösung von der Realität. Tracks wie "A World Of My Own" und "Anxiety" versetzen einen mit der unbändigen Wucht der 90er, die einen dazu bringt, Headbangen zu wollen, bis der Nacken bricht. Es ist herrlich ungeschliffen, unglaublich laut und der perfekte Soundtrack für eine rebellische Kellerparty.
Maya J’an - blindfaith county
Maya J'an ist eine herausragende Songwriterin, die sich hinter den Kulissen einen beeindruckenden Ruf in der Musikbranche erarbeitet hat. Sie hat Songs für und in Zusammenarbeit mit Größen wie Pharrell, SAINt JHN und Justine Skye geschrieben und ist die Autorin des Titels "Bloom" von Aqyila, der bei den JUNO Awards 2025 als "Contemporary R&B Recording of the Year" ausgezeichnet wurde. Alternativer, folk-beeinflusster Rock, Indie-Pop und Dream-Pop. Beeinflusst von Nostalgie für die Heimatstadt, persönlicher Selbstreflexion und warmen akustischen Klängen. Maya J'an verlässt das Songwriter-Zimmer und tritt direkt ins Rampenlicht - und landet einen absoluten Volltreffer. "blindfaith county" ist ein unglaublich gemütliches, atemberaubend verletzliches Indie-Album, das das Gefühl einfängt, auf ein Zeichen des Universums zu warten. Herausragende Tracks wie "depends" und der virale Hit "new june" verbinden Akustikgitarren mit mitreißenden Hooks, die einem tagelang im Kopf bleiben. Es fühlt sich weniger wie eine ausgefeilte kommerzielle Veröffentlichung an, sondern eher wie das Teilen eines zutiefst persönlichen Geheimnisses mit einem engen Freund in einer sonnigen kalifornischen Sackgasse.
Mei Honeycomb - Clairvoyant Dimensions
Ein hochkarätiges Avantgarde-Duo, bestehend aus dem Keyboarder und Elektronikproduzenten Jordan Czamanski (bekannt durch Juju & Jordash und Magic Mountain High) sowie dem legendären Saxophonisten Jeff Hollie, der für seine historischen Zusammenarbeit mit Frank Zappa und Ike Willis bekannt ist. Moderner Ambient, Leftfield-Electronica, Downbeat und minimalistischer Jazz. Beeinflusst von kosmischen Bildern, experimentellen Club-Setups und offenem Minimalismus. Schnall dich an, denn diese Platte ist eine wunderschön sanfte Reise direkt aus der Atmosphäre. Czamanski legt weiche, pulsierende elektronische Wolken, während Hollies Saxophon wie ein Schatten in der Nacht durch die Tracks schwebt. Es schafft es, sich vollkommen weit und kosmisch anzufühlen, während es gleichzeitig unglaublich zart und ruhig bleibt. Es klingt genau so, als würde man auf das nächtliche Flackern eines alten Fernsehbildschirms starren, während man durch den Weltraum schwebt - was es zu einem Meisterwerk für nächtliche Träumereien macht.
Melancholost - Tales From The Poisoned Apple
Melancholost ist das mit Spannung erwartete neue Nebenprojekt des Bandchefs Sven "The Axe", bekannt als Frontmann der Heavy-Horror-Metal-Band Solemnity. Melodic Rock, Gothic Rock und Heavy Doom Metal. Beeinflusst von der düsteren Energie gotischer Klanglandschaften, kombiniert mit dichten, schweren Riffs. Wenn Schneewittchen das Märchen satt hätte, sich eine schwarze Lederjacke überziehen und eine Band gründen würde, würde es so klingen. "Tales From The Poisoned Apple" ist ein gewaltiger 15-Track-Kessel voller düsterem, theatralischem Spaß. Sven verwebt unheimliche Gothic-Rock-Melodien direkt in vernichtende Doom-Gitarren und schafft so Tracks wie "Abramelin" und "The Book Of Thoth", die Lust machen, in einem Spukhaus zu headbangen. Es schafft einen Ausgleich zwischen purer Melancholie und epischer Rock-Energie und dient als perfekter Soundtrack für eine Mitternachtsfahrt durch einen nebligen Friedhof.
Mrs Magician - Spiritual Hangover
Die Band wurde Anfang der 2010er Jahre von Frontmann und Hauptsongwriter Jacob Turnbloom gegründet. Mit ihren ersten beiden Alben, die maßgeblich von John Reis von Rocket From the Crypt unterstützt und produziert wurden, erlangten sie in der Underground-Szene Südkaliforniens schnell Kultstatus. Dieses Album markiert ihre triumphale Rückkehr nach einer zehnjährigen Pause. Garage Rock, Surf Punk und hooklastiger Power Pop. Sie verbinden meisterhaft die sonnenverwöhnte, strandige Ästhetik von Bands wie Wavves oder The Beach Boys mit einem stimmungsvollen, dunklen Halloween-Pop-Touch und frechem lyrischem Nihilismus. Stell dir vor, du wachst an einem kalifornischen Strand auf, mit Sand in den Schuhen, pochenden Kopfschmerzen und dem plötzlichen Verlangen, einen klassischen Horrorfilm aus den 1960er Jahren anzuschauen. "Spiritual Hangover" ist genau dieses Gefühl, eingehüllt in pures Gold. Es sprudelt vor unglaublich eingängigen, verzerrten Gitarren-Hooks und sonnigen Melodien, doch die Texte konzentrieren sich ganz auf die dunklen Unterströmungen des Lebens und öffentliche Zusammenbrüche. Es fühlt sich an, als hätte Blue Öyster Cult versucht, ein Surf-Rock-Album zu schreiben. Es ist laut, kompromisslos und der perfekte Soundtrack, um mit dem Hund spazieren zu gehen, während man über die Apokalypse nachdenkt.
My Heart, An Inverted Flame - My Death Is More Beautiful Than Your Life
Ein kraftvolles experimentelles Duo, bestehend aus dem Schlagzeuger Andee Connors (von A Minor Forest) und dem Synthesizer-Spieler und Sänger Marc Kate (von I Am Spoonbender). Experimenteller Synth-Doom, apokalyptischer Industrial, Ambient-Drone und psychedelischer Noise. Beeinflusst von düsterer kosmischer Zerstörung und Dark-Ambient-Klanglandschaften. Wenn du glaubst, dass Doom Metal laute E-Gitarren erfordert, wird dieses Album deine Realität komplett erschüttern. Das Duo tauscht traditionelle Metal-Waffen gegen übersteuerte, wall-of-sound-artige Synthesizer und urwüchsiges, krachendes Schlagzeug aus. Tracks wie "Whispers In Dead Languages" fühlen sich an wie eine Fahrt im Zeitlupen-Aufzug direkt hinab in ein Schwarzes Loch. Es ist ein unglaublich schweres, kunstvoll-verzerrtes und wunderschön-erschreckendes Stück apokalyptischen Noises, das deine Lautsprecher an ihre absoluten Grenzen bringen wird.
Mýa - Restrospect
Mýa ist eine Grammy-gekrönte R&B-Ikone und Tänzerin, deren Karriere bis in die späten 1990er Jahre zurückreicht. Dieses wegweisende Projekt ist ihr zehntes Studioalbum und ihr erstes Album in voller Länge seit acht langen Jahren. Eine Fusion aus Funk, R&B, Soul und Pop aus Minneapolis der späten 70er und frühen 80er Jahre. Stark inspiriert von Legenden wie Prince, Jimmy Jam & Terry Lewis, Teena Marie und Rick James. Mýa hat dieses Album wie ein streng geheimes Rezept gehütet, und das Warten hat sich voll und ganz gelohnt. "Retrospect" ist ein absoluter Knaller aus purem, unverfälschtem Sonnenschein, der die goldene Ära der Rollschuhbahnen und Grillpartys heraufbeschwört. Die Produktion ist so makellos, dass sie wie 1985 klingt, doch sie hat eine ganze Reihe moderner Schwergewichte mit an Bord, darunter Snoop Dogg, Too $hort und 21 Savage. Es ist die ultimative Feel-Good-Playlist für Autofahrten mit komplett heruntergelassenen Fenstern.
Nara’s Room - Tearless, thoughtless
Als aufstrebende Größe der New Yorker Underground-Szene wird dieses Indie-Quartett von der Songwriterin Nara Avakian (they/them) angeführt. Mit ihrem 2024 erschienenen Debütalbum "Glassy Star" und einem herausragenden Auftritt beim SXSW-Festival sorgten sie für großes Aufsehen in der Underground-Szene. Alternative Indie, Dream-Pop und verträumter Y2K-Pop. Stark beeinflusst von glitchigen digitalen Texturen, Sehnsucht nach der Heimat und den melancholischen Familienharmonien einer Linda-Ronstadt-Dokumentation. "Tearless, Thoughtless" fühlt sich an, als würde man das Tagebuch einer anderen Person lesen, während man in einem Raum voller flackernder Fernsehbildschirme sitzt. Der herausragende siebenminütige Track "Tucson" hüllt einen in einen langsamen, hypnotischen Traum, in dem intimes akustisches Gitarrenspiel sanft mit seltsamen, glitchigen elektronischen Schichten kollidiert. Es ist ein wunderschön verwirrendes Indie-Pop-Album, das Themen wie Erinnerung und Herkunft wie eine zerbrechliche Glasskulptur behandelt.
Neurotech - In Delta Negative
Neurotech ist das langjährige, vielfach gefeierte Soloprojekt des Multi-Instrumentalisten und Produzenten-Genies Andrej "Wulf" Vovk. Wulf hat weit über ein Jahrzehnt damit verbracht, einen hochpolierten, futuristischen Sound zu perfektionieren, der absolut gewaltig klingt. Kybernetischer Industrial Metal, Symphonic Metal und Darkwave. Beeinflusst von cineastischen Sci-Fi-Klanglandschaften, atonalen elektronischen Synthesizern und schweren elektronischen Beats. Lass alles stehen und liegen und schließe dich direkt an die Matrix an. "In Delta Negative" fühlt sich an wie das Computersystem eines Raumschiffs, das einen wunderschön symphonischen emotionalen Zusammenbruch erleidet. Wulf verwebt auf brillante Weise schwere Gitarrenrhythmen direkt in Schichten aus kontrolliertem elektronischem Chaos und atonalen Synthesizern. Das Thema ist herrlich düster, existentiell und von Science-Fiction geprägt und bietet den perfekten klanglichen Hintergrund, um so zu tun, als wärst du ein Cyber-Hacker, der in einer regennassen Neonstadt die Welt rettet.
New Constellations - It Comes In Waves
Die musikalische Zusammenarbeit der Kindheitsfreunde Harlee Case (Gesang) und Josh Smith (Produktion/Gitarre) begann im Alter von 14 Jahren in einem Schlafzimmerstudio. Nach getrennten Lebenswegen fanden sie wieder zusammen und schafften mit ihrem bahnbrechenden Debüt-Track "Hot Blooded" den Durchbruch in der Indie-Szene. Schimmernder Dream-Pop/Indie-Pop, unterlegt mit nostalgischen Ambient-Klanglandschaften, Soul-/R&B-Gesangselementen und lebendigen elektronischen Texturen. Zieh dir bequeme Kleidung an und mach dich bereit, auf einer Wolke absoluter musikalischer Glückseligkeit davonzuschweben. "It Comes In Waves" ist ein wunderschönes Klang-Kaleidoskop, das nahtlos zwischen nächtlichen Chill-Vibes und unmittelbaren, tanzbaren Pop-Hooks hin- und herspringt. Cases rauchige, ausdrucksstarke Stimme schwebt wunderschön über Smiths glitzernden Synthesizern und luftigen Gitarrenrhythmen. Es ist ein Album, das das Gefühl perfekt einfängt, mit heruntergelassenen Fenstern eine Küstenstraße entlangzufahren und dabei schwere emotionale Themen mit einem strahlenden, sonnenverwöhnten Lächeln zu behandeln.
New Idea Society - Fire On The Hill
Dies ist ein brillantes Herzensprojekt, bei dem die Heavy-Metal-Legende Stephen Brodsky (Frontmann von Cave In, Mutoid Man und Old Man Gloom) mit Mike Law zusammenarbeitet. Dieses Album markiert ihre spektakuläre Rückkehr zu diesem Projekt nach einer 15-jährigen kreativen Pause. Melancholischer Indie-Folk und Alternative Rock. Stark beeinflusst vom harmonienreichen Songwriting der Beatles, der rohen Erzählstruktur von Bob Dylan und den Indie-Folk-Revival-Acts der 2000er Jahre. Man nehme zwei Hardcore-Punk- und Metal-Musiker, nehme ihnen ihre Verzerrerpedale weg, gebe ihnen Akustikgitarren und sage ihnen, sie sollen Lieder über die Liebe schreiben. Das Ergebnis ist "Fire On The Hill" - ein wunderschönes, bittersüßes Album, das wie ein warmer Frühsommerabend auf der Veranda klingt. Es schafft einen Ausgleich zwischen hellen, schönen, Beatles-artigen Gesangsduetten und einem anhaltenden Gefühl von düsterer, atmosphärischer Melancholie. Es ist Indie-Folk-Komfortnahrung für genesende Metalheads.
No You - No You
No You ist das gemeinsame Projekt von Diego Herrera (besser bekannt als das Ambient-/Elektro-Chamäleon Suzanne Kraft) und Davy Kehoe (dem angesehenen Multi-Instrumentalisten vom irischen Label Wah Wah Wino). Das Duo nahm das Album in LA während unauffälliger wöchentlicher Sessions mit einem minimalistischen 4-Spur-Band-Setup auf. Verschwommener Scuzz Pop / Dream Pop / Shoegaze, aufgebaut auf einem motorischen Puls, klirrenden Akustikgitarren, 4-Spur-Bandrauschen und knackigen Drumcomputern. Kurbel die Fenster herunter und sieh zu, wie der smogverhangene Sonnenuntergang verblasst. No You ist ein herrlich ungeschliffener, sonnenverwöhnter Trip. Es klingt, als hätten sich zwei brillante Studio-Experimentatoren entschlossen, sich in einer Garage einzuschließen, den schillernden Hollywood-Glanz zu ignorieren und zu sehen, wie viel Emotion sie aus billigen Drumcomputern und staubigen Gitarren herausholen können. Es ist locker, mitreißend, wunderschön traurig und fängt perfekt diese unverwechselbare Stimmung ein, einsam zu sein, während man im langsamen Autobahnverkehr feststeckt.
Nymphlord - Shedding Velvet
Nymphlord ist das stimmungsvolle Soloprojekt der Multi-Instrumentalistin und Songwriterin Maya "Nymphlord" Bon, die für ihren verträumten, melancholischen Ansatz bei der Instrumentierung von Alternative Rock bekannt ist. Indie-Rock, Dark Pop und Alternative. Inspiriert von stimmungsvollen Lo-Fi-Texturen, Songstrukturen des Indie-Alternative der frühen 2000er Jahre und zutiefst persönlicher lyrischer Poesie. "Shedding Velvet" ist ein wunderschön stimmungsvolles Indie-Album, das sich um einen legt wie eine abgetragene Lederjacke. Die Tracks balancieren sanfte, flüsternde, emotionale Strophen mit plötzlichen, befriedigenden Explosionen verzerrter Gitarren aus. Es fühlt sich an, als säße man an der Theke eines einsamen Nachtlokals, während eine Jukebox die tiefsten Geheimnisse laut abspielt. Es ist roh, eingängig und zutiefst hypnotisch.
Opensight - The Outfit
Die seit 2002 aktive Band hat sich eine einzigartige theatralische Nische geschaffen, indem sie harte Musik komponiert, die wie der Soundtrack zu einem Kult-B-Movie klingen soll. Progressive Metal, Cinematic Rock und Grindhouse Metal. Beeinflusst von Spionage-Themen der 1970er Jahre, Spaghetti-Western-Dramen, Vintage-Horror-Soundtracks und klassischen Bands wie Opeth und Faith No More. Hast du dich jemals gefragt, was passieren würde, wenn Quentin Tarantino eine Progressive-Metal-Band inszenieren würde? "The Outfit" ist die Antwort. Dieses Album ist ein absoluter Knaller und kombiniert harte Gitarrenriffs mit Retro-Blasinstrumenten aus Spionagefilmen, der dramatischen Energie eines Western-Showdowns und gruseligen Horror-Synthesizern. Es fühlt sich weniger wie eine traditionelle Metal-Platte an, sondern eher so, als würdest du von einem Elite-Killer in einem maßgeschneiderten Anzug durch ein verrauchtes Kino der 1970er Jahre gejagt.
Periphery - A Pale White Dot
Unter der Leitung des Gitarristen und Produzenten Misha Mansoor ist Periphery eine wegweisende Kraft, die den modernen Djent praktisch begründet hat. Auf diesem achten Album lotet ihre Tourbesetzung technische Grenzen aus. Zum ersten Mal haben sie mit 30-Zoll-6-Saiten-Baritongitarren aufgenommen, die im Einklang mit dem Bass auf Drop A#0 heruntergestimmt sind. Progressive Metalcore und Djent. Beeinflusst von Polyrhythmen im Meshuggah-Stil, klassischen Metalcore-Melodien und ambienten elektronischen Schichten. Die Könige des Gitarren-Nerd-Metal sind zurück, aber sie haben den Ballast abgeworfen! Anstelle ihrer üblichen 15-minütigen, mehrteiligen Epen verdichtet "A Pale White Dot" ihre hyperkomplexe technische Zauberei zu knackigen, leicht verdaulichen Fünf-Minuten-Songs. Du bekommst mitreißende, massive, radiotaugliche Refrains, die direkt neben weltbewegenden Breakdowns platziert sind - plus einen Gastauftritt von Will Ramos von Lorna Shore, der deine Lautsprecher zum Bersten bringt. Es ist heavy, straff und absolut spektakulär.
Peter Frampton - Carry the Light
Eine Legende der Rock & Roll Hall of Fame, Grammy-Gewinner und Gitarrenvirtuose, bekannt für das historische Live-Meisterwerk "Frampton Comes Alive!" aus dem Jahr 1976. Trotz seines Kampfes gegen die Inclusion-Body-Myositis komponiert er weiterhin auf höchstem Niveau. Classic Rock, Blues-Rock und Hard Rock. Stark beeinflusst von seiner eigenen Blütezeit in den späten 70ern, Tom Pettys Songwriting-Katalog und traditionellen Akustikgitarren-Arrangements. Der absolute König der Talkbox-Gitarre ist zurück - und er hat Verstärkung mitgebracht! "Carry the Light", gemeinsam mit seinem Sohn Julian geschrieben und produziert, ist eine herzerwärmende, mit Stars gespickte Siegesrunde. Frampton spielt mit der feurigen Energie eines Zwanzigjährigen, während er eine verrückte Gartenparty mit Gaststars veranstaltet. Sheryl Crow schaut vorbei, um ein wunderschönes Duett zu singen, Tom Morello spielt ein feuriges Solo, und Benmont Tench spielt Keyboard auf einem Track, der ausschließlich aus Tom-Petty-Songtiteln besteht. Es ist ein gefühlvolles, triumphales Rockalbum, das beweist, dass man mit Anmut zu altern nicht bedeutet, dass man die Lautstärke herunterdrehen muss.
Phillip Golub - Partisan Ship
Golub ist ein technisch gewagter Pianist, Improvisator, Komponist und prominenter Aktivist der Music Workers Alliance. Er ist dafür bekannt, die Grenzen der Akustik im zeitgenössischen Jazz zu erweitern. Avantgarde-Jazz, mikrotonale elektronische Fusion und kreative Neue Musik. Inspiriert von experimenteller Kammermusik, Klezmer-Jazz-Rhythmen und politischem Kollektivismus. Schnall dich an, denn Golub spielt auf einem hochgradig maßgeschneiderten MIDI-Keyboard mit 22 Tönen pro Oktave, das Flexichord genannt wird. Das Ergebnis? Stücke wie "Loyalty Oath" klingen genau wie ein traditioneller Zirkuskarneval, der von einer rebellischen Jazz-Fusion-Band gekapert wurde. Es zwingt Ihr Gehirn dazu, Musiknoten zu verarbeiten, die auf einem normalen Klavier buchstäblich nicht existieren. Es ist schwindelerregend, zutiefst intellektuell und eine fantastische, wilde Fahrt für Jazzfans, die glauben, schon alles gehört zu haben.
Phoschydeux - 4 Days Of Bliss In Hell
Die Band wurde von erfahrenen Veteranen verschiedener ungarischer Black- und Death-Metal-Bands gegründet. Die Besetzung besteht aus Jim Jones (raue Stimme), Csanád (Gitarre), Feka (Bass) und Daux (Schlagzeug). Blackened Doom, Stoner-Blues und rauer Hardrock. Beeinflusst von Desert Rock, Old-School-Extreme-Metal und der langsamen, bedrückenden Schwere des Sludge. Wenn du dich jemals gefragt hast, wie Jim Morrison klingen würde, wenn er in einem trostlosen, grauen osteuropäischen Wohnblock aufgewachsen wäre und dabei Schwarzgebranntes getrunken hätte, dann ist Phoschydeux die Antwort. Dieses Album ist ein schweres, träges, bluesgetränktes Monster, das sich anfühlt, als würde man durch tiefen Schlamm waten. Es tauscht sonnige Stoner-Rock-Klischees gegen eine düstere, nihilistische Betonatmosphäre ein. Es ist düster, erdrückend und absolut brillant für alle, die ihre Rockmusik gerne in reinem radioaktivem Sludge getränkt haben.
Planetary Assault Systems - Planetary People
Planetary Assault Systems ist das legendäre Alter Ego des Elektronik-Pioniers Luke Slater. Als einer der dienstältesten Resident-DJs im berühmten Berliner Nachtclub Berghain prägt Slater seit über drei Jahrzehnten den dunklen, kompromisslosen Sound des Underground-Club-Techno. Hypnotischer Loop-Techno, elektronische Musik von industrieller Wucht und polyrhythmischer experimenteller Techno. Beeinflusst von der analogen Synthese der 1990er Jahre, früher Sci-Fi-Konzeptkunst und strukturellem Minimalismus. "Planetary People" will dir nicht die Hand halten; es will dich in ein dunkles, betoniertes Lagerhaus werfen und deine Trommelfelle zum Bersten bringen. Dieses Album ist vollgepackt mit industriell-kraftvollen Betonmischer-Loops, knirschenden Sci-Fi-Soundeffekten und Beats, die dich wie eine Eisenstange treffen. Es klingt genau wie der defekte Antrieb eines Raumschiffs auf einer überfüllten interstellaren Tanzfläche.
Port Noir - The Dark We Keep
Das seit 2011 aktive, äußerst dynamische Trio besteht aus Love Andersson, Andreas Hollstrand und AW Wiberg. Sie haben sich international einen hervorragenden Ruf erarbeitet, indem sie extrem präzise rhythmische Metal-Grooves mit mitreißenden, radiotauglichen melodischen Gesangshooks verbinden. Alternative Metal, Progressive Rock und düsterer Synth-Pop. Beeinflusst von zeitgenössischen Größen des Progressive Rock, groovigen Darkwave-Beats und cineastischem Alternative Metal. "The Dark We Keep" ist eine Meisterklasse in musikalischen Stimmungsschwankungen - und das meinen wir im besten Sinne. In einem Moment wird man von einem engelhaften, klaren Gesangshook mitgerissen, im nächsten wird man von einem schweren, donnernden Gitarrenriff regelrecht umgehauen. Es ist stimmungsvoll, elektronisch und herrlich heavy und schafft den perfekten Soundtrack, um grüblerisch aus einem regennassen Autofenster zu blicken.
Pro-Pain - Stone Cold Anger
Unter der Leitung des Bassisten und Sängers Gary Meskil ist Pro-Pain seit 1991 eine unerschütterliche Säule der Hardcore-Szene. Die Band ist legendär für ihre Kombination aus metallischen Riffs und direkter, bodenständiger Aggression. New York Hardcore und Groove Metal. Beeinflusst vom rauen, aggressiven Crossover-Thrash der 1980er Jahre und der urbanen Street-Punk-Szene. Pro-Pain sind nach ihrer jahrzehntelangen Pause zurück und unglaublich gereizt. "Stone Cold Anger" ist ein klanglicher Betonklotz direkt ins Gesicht. Es liefert genau das, was der Titel verspricht: purer, unverfälschter Midtempo-Groove-Stomp, der dich dazu bringt, deinen Küchentisch umzuwerfen. Gary Meskil schreit wie ein Drill-Sergeant, der gerade auf ein Lego-Steinchen getreten ist, was das Album zum perfekten Soundtrack für das Heben schwerer Gewichte im Fitnessstudio macht.
Profaned - The Human Condition
Die 2020 gegründete Underground-Band verfeinerte ihr Handwerk jahrelang in der lokalen schwedischen Szene, bevor sie die Aufmerksamkeit der europäischen Traditional-Metal-Puristen auf sich zog. Heavy/Power Metal. Stark beeinflusst von traditionellem, melodischem NWOBHM und klassischem schwedischem Power Metal. Wenn du die Zeiten vermisst, in denen Metal-Alben wie Fantasy-Romane aussahen und wie ein Gewitter über einer Burg klangen, ist "The Human Condition" genau das Richtige für dich. Es ist randvoll mit Twin-Gitarren-Harmonien, hochfliegendem Gesang und Refrains, die so gewaltig sind, dass man einen Reisepass braucht, um sie anzuhören. Es versucht nicht, das Rad neu zu erfinden - es zündet das Rad einfach an und rollt es einen Berg hinunter.
R. Schappert - LOLOSTST
Roland Schappert ist ein hoch angesehener deutscher bildender Künstler, Maler und Autor. Musik dient ihm als Erweiterung seiner bildnerischen Installationen, wobei er gesprochene Texte, konzeptuelle Brüche und analoge/digitale Audiobearbeitung einsetzt, um poetische Irritationen zu erzeugen. Downbeat, Minimal Electronica, Ambient Techno und Klangpoesie. Stark beeinflusst vom Dadaismus, der Cadavre Exquis Methode (exquisiter Leichnam), algorithmischen Mustern in sozialen Medien und der deutschen zeitgenössischen Kunst. Dies ist weniger ein Album als vielmehr ein nächtlicher Einbruch in ein Museum für zeitgenössische Kunst. Schappert liefert glitchige elektronische Beats, gemischt mit Worten, die sich anfühlen wie kryptische WhatsApp-Nachrichten, gesendet von einer abtrünnigen KI. "LOLOSTST" spielt mit Sprache und Wiederholung wie eine Katze mit einem Wollknäuel, was zu einem herrlich verwirrenden, intellektuellen Dance-Track für Menschen führt, die ihre Beats gerne mit einer Prise Philosophie genießen.
Rafa Ramos Sania - A Broadcast of Your Silence
Ein äußerst vielseitiger, größtenteils autodidaktischer Multi-Instrumentalist, der sich seit 2003 auf den Kontrabass spezialisiert hat. Er arbeitet regelmäßig mit bildenden Künstlern zusammen, produziert Filmmusik und tritt bei experimentellen Kunstfestivals im Mittelmeerraum auf. Minimalistischer Ambient, texturreiche, filmische Klanglandschaften, experimentelle und neoklassische Musik. Beeinflusst von organischer Improvisation und dem Wechselspiel von Stille und Leerräumen. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem leeren, sonnendurchfluteten Raum in Spanien, während jemand sanft einen Kontrabass ausrollt und ihn mit digitalem Feenstaub bestreut. "A Broadcast of Your Silence" ist genau das, was der Titel verspricht - es ist der Klang stiller Gedanken, die sich in Musik verwandeln. Es bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen filmischer Schönheit und unheimlicher Isolation und hüllt Sie in eine warme Decke, gewebt aus wunderschönen Improvisationen und tiefer existenzieller Kontemplation.
Revenge Ritual - Arbitrary Punishment
Die Band, die an der absoluten Spitze des extremen Heavy-Underground-Szenes agiert, hat kürzlich einen Vertrag bei einem namhaften Label unterzeichnet, um ihren klanglichen Krieg noch weiter zu eskalieren. Erstickender, dreckiger Blackened Sludge, Hardcore-Punk und Doom Metal. Stellt euch eine ranzige Klangmischung vor, die sich stark an Acid Bath, Eyehategod, Celtic Frost und Darkthrone anlehnt. Wenn ihr ein Album sucht, das sich wie ein regelrechter klanglicher Betonstein auf der Brust anfühlt, seid ihr hier genau richtig. "Arbitrary Punishment" suhlt sich genüsslich in einem Sumpf aus Verzerrung, trüben Tempi und ohrenbetäubenden Schreien. Mit Titeln wie "Centuries Of Pain", "Razorwire" und "A Passion For Murder" beschäftigt sich das Album ausschließlich mit düsteren Themen wie Überleben, Verrat und dunkler Aggression. Es wechselt von schneckengemächten Doom-Sludge-Passagen zu manischen Hardcore-Blastbeats, ohne auch nur einen Hauch von Gnade. Es ist furchterregend, hässlich und wunderschön schwerer Moshpit-Treibstoff.
Rhododendron - Ascent Effort
Das eingespielte Trio aus dem Pazifischen Nordwesten, bestehend aus Ezra Chong, Gage Walker und Noah Mortola, fand schon während der Highschool-Zeit zusammen und baute sich eine treue lokale Fangemeinde auf. Rasender Post-Hardcore, Noise-Rock und Math-Rock mit subtilen Anklängen an Ambient und Jazz. Die Einflüsse stammen von kantigen Underground-Helden der 80er und 90er Jahre wie Drive Like Jehu, Shellac und Slint. "Ascent Effort" ist weniger wie ein typisches Rockalbum, sondern eher wie der Versuch, IKEA-Möbel mitten in einem regelrechten Sturm zusammenzubauen. Das Album beschäftigt sich bewusst mit Themen wie Reibung, persönlicher Instabilität und unbeholfenem Erwachsenwerden. In ausufernden Stücken wie "Firmament" und dem rasanten "Like Spitting Out Copper" findet die Band einen schweren Groove, nur um ihn eine Sekunde später mit zerklüfteten Gitarrenfrakturen komplett zu zerschmettern. Es ist wunderbar spannend, brillant ungeschliffen und völlig unbeeindruckt von den Regeln der Mainstream-Musik.
Robin Beck - Living Proof
Robin Beck ist eine legendäre Gesangskraft, die vor allem für ihren weltweiten Chartstürmer "First Time" aus dem Jahr 1988 bekannt ist. "Living Proof" ist ihr triumphales elftes Studioalbum. Es entstand in Zusammenarbeit mit dem bekannten Szene-Veteranen Tommy Denander und ihrem Ehemann, dem Frontmann von House of Lords, James Christian. Hochkarätiger Melodic Rock, AOR und Hard Rock. Zieh deine beste Jeansjacke an und schnapp dir das Haarspray, denn Robin Beck ist zurück, um alle daran zu erinnern, wer auf dem Spielfeld des Melodic Rock das Sagen hat! "Living Proof" ist eine absolute Meisterklasse in Sachen ausgefeilter, gewaltiger Hymnen. Zwischen dem Titeltrack und der mitreißenden Single "Let It Rain" liefert Beck Gesangspassagen, die so scharf und kraftvoll sind, dass sie kugelsicheres Glas zerbrechen könnten. Das Album behandelt Themen wie Authentizität, Durchhaltevermögen und die verrückte Reise des Lebens. Es ist gewaltig, voller Ohrwürmer, kompromisslos radiotauglich und ein riesiger Gewinn für Fans der grandiosen Arena-Rock-Szene.
Rostam - American Stories
Als Gründungsmitglied und leitender Co-Produzent von Vampire Weekend ist Rostam Batmanglij ein legendärer Architekt der zeitgenössischen Indie-Szene, der bereits für Stars wie Clairo und Frank Ocean produziert hat. Dies ist sein mit Spannung erwartetes drittes Soloalbum. Vielschichtiger Alt-Pop, Indie-Rock und Barock-Folk. Es verbindet meisterhaft traditionelle amerikanische Country-/Folk-Instrumentierung mit klassischen Streicharrangements und persischen modalen Elementen. Mit einer auffälligen, auf dem Kopf stehenden amerikanischen Flagge auf dem Cover ist "American Stories" eine ruhige, brillante Subversion des klassischen amerikanischen Road-Trip-Albums. Rostam führt dich mit seiner sanften, luftigen Stimme durch wunderschöne, komplexe Klangteppiche aus akustischem Fingerpicking, spiralförmigen Cello-Sequenzen und präzisen elektronischen Drumbeats. Herausragende Stücke wie "Like a Spark" und "Forgive Is To Know" beschäftigen sich mit Identität, Freiheit und dem Leben als iranisch-amerikanischer Einwanderer der ersten Generation. Es ist ein wunderschöner, klanglicher Tagtraum, der beweist, dass eine ruhige Melodie eine unglaublich kraftvolle Form kultureller Rebellion sein kann.
Ryan Bingham - They Call Us The Lucky Ones
Als Grammy- und Oscar-gekrönter Country-Veteran – und beliebter Darsteller der Fernsehserie „Yellowstone“ - ist Bingham bekannt für seine whiskeygetränkte Stimme und seine Wanderer-Perspektive. Dieses Projekt ist sein erstes Studioalbum in voller Länge seit über sieben Jahren und sein erstes seit der Hochzeit mit seiner Yellowstone-Kollegin Hassie Harrison. Rauer, atmosphärischer Americana, Country und Roots Rock. Zwei Jahrzehnte lang schrieb Ryan Bingham Musik, die klang, als würde ein einsamer Cowboy einem Staubsturm davonreiten - doch auf "They Call Us The Lucky Ones" hat er endlich sein Pferd angehalten, um die Aussicht zu genießen. Unterstützt von der mitreißenden, bluesigen Instrumentierung von The Texas Gentlemen, verbinden Titel wie "Let the Big Dog Eat" und "Americana" seine markante, von der Straße gezeichnete Rauheit mit einem wunderschönen Gefühl von hart erkämpfter Dankbarkeit und romantischer Ruhe. Es ist ein warmes, wunderschön arrangiertes Album, das einen wie eine abgetragene Jeansjacke einhüllt.
See You Next Tuesday, Chop7x - Brothers
See You Next Tuesday sind Legenden der Ferret-Music-Szene der 2000er Jahre, die die frühe Deathcore-/Grindcore-Szene mitgeprägt haben. Chop7x (Abkürzung für CHOP CHOP CHOP CHOP CHOP CHOP CHOP) ist ein berüchtigter, überaus produktiver Ein-Mann-Noisegrind-Act, der dafür bekannt ist, digitale Drum-Wahnsinnigkeit mit aggressiven Klangwänden zu vermischen. Hyperchaotischer Grindcore, Noisegrind und Mathcore. Erwartet einen schwindelerregenden Wirbelsturm aus digitalen Blastbeats, Wänden aus harschem Industrial-Rauschen und unberechenbaren, zerklüfteten Taktarten. Dies ist zweifellos die nerdigste, verrückteste Metal-Veröffentlichung des Jahres. Die beiden Acts haben diese Split-EP buchstäblich als direkte musikalische Adaption des 1998 erschienenen Magic: The Gathering Fantasyromans The Brothers’ War strukturiert. Auf Seite A schreit Chris Fox von See You Next Tuesday aus der Perspektive des Zauberers Urza, während auf Seite B Chop7x aus der Perspektive seines Bruders Mishra kreischt. Es ist ein kurzes, mechanisches und völlig psychotisches auditives Wettrüsten, bei dem Tracks wie "Old Thoughts, and Regrets" mit Lichtgeschwindigkeit vorbeirauschen. Es klingt weniger wie eine gewöhnliche Platte, sondern eher wie ein Einwahlmodem, das von einem gewalttätigen Dämon besessen ist - und es ist ein absoluter Knaller.
Self Deception - One Of Us
Als eine der führenden Modern-Rock-Bands Schwedens hat sich Self Deception durch die Kombination von erstklassiger Studioproduktion mit extrem eingängigen Hooks ein riesiges weltweites Streaming-Publikum aufgebaut. Für dieses Album haben sie sich mit dem Heavy-Metal-Label Napalm Records zusammengetan. Energiegeladener Modern Metal, Metalcore und Alternative Rock. Sie schlagen gekonnt eine Brücke zwischen schweren, tief gestimmten Gitarrenriffs und gewaltigen, radiotauglichen Stadionhymnen. "One Of Us" ist das musikalische Äquivalent dazu, in einer neonfarbenen Lederjacke aus einer Kanone geschossen zu werden. Angeführt von fulminanten, cineastischen Singles wie "The Wedding" und "Don't B E L O N G" beschäftigt sich das Album intensiv mit Themen wie Gemeinschaft, Entfremdung und dem Durchkämpfen durch persönliche Dunkelheit. Es ist eine absolute Meisterleistung in Sachen Balance zwischen Heavy und Pop-Metal. Die Refrains sind so mitreißend gewaltig, dass man schon beim zweiten Vers mitsingt, selbst wenn ein Breakdown gerade aktiv versucht, das Haus einzureißen.
Shaggy - Lottery
Shaggy ist eine mit mehreren Grammys ausgezeichnete weltweite Ikone, die weltweit über 40 Millionen Tonträger verkauft hat und sich damit als König des Crossover-Dancehall-Pop etabliert hat. Energiegeladene Crossover-Hits aus den Bereichen Dancehall, Reggae-Pop und Urban R&B. Wenn du den Sommer schon früh einläuten möchtest, ist dieses Album buchstäblich ein Gewinnlos! "Lottery" ist ein wahres Star-Festival auf einer einzigen CD, mit hochkarätigen Gastbeiträgen von Jeremih, Akon, Robin Thicke und sogar seinem legendären langjährigen Kollaborateur Sting. Shaggy erklärte, er habe das Album "Lottery" genannt, weil es immer ein großes Risiko ist, auf sich selbst zu setzen - aber diese Platte knackt den Jackpot. Zwischen den knisternden Dancehall-Basslines, den urkomischen charakteristischen Vocal-Ad-libs und den massiven, radiotauglichen Hooks ist es unglaublich eingängig, selbstbewusst und darauf ausgelegt, den ganzen Sommer lang aus den Autofenster zu dröhnen.
Shakey Graves - Fondness, Etc.
Alejandro Rose-Garcia (Shakey Graves) ist in der Indie-Folk-Szene legendär für sein rustikales Ein-Mann-Band-Setup, bei dem er Gitarre spielt, während er auf eine umgebaute Kofferschlagzeug trommelt. Intime Americana, Lo-Fi-Folk, Indie-Rock und Roots-Singer-Songwriter. Zieh dir einen Schaukelstuhl heran und schnapp dir ein warmes Getränk, denn dieses Album ist ein absoluter emotionaler Veranda-Jam. "Fondness, Etc." lässt die schweren, verzerrten Rock-Experimente seiner jüngsten Arbeiten hinter sich und liefert sein reduziertestes, ehrlichstes Songwriting seit Jahren. Es klingt unglaublich roh, gemütlich und heimelig - als säße Shakey dir direkt gegenüber in einem alten, staubigen Dachboden und würde dir seine tiefsten Geheimnisse anvertrauen. Es schafft eine Balance zwischen nostalgischem Folk-Picking und unerwarteten, mitreißenden Orchester-Streichern und sorgt so für eine herrlich bittersüße Reise.
SHHE - THALASSA
Su Shaw (SHHE) ist eine hoch angesehene Klangkünstlerin, Produzentin und Umweltschützerin. Ihr Schaffen konzentriert sich stark auf Bereiche der ökologischen Resonanz. Dieses konzeptionelle, sechsteilige Album wurde gemeinsam mit dem schottischen Produzenten Ben Chatwin produziert und aufgenommen. Unberührter Ambient, moderner Minimalismus und elektroakustische Klangkunst. Tauchen Sie kopfüber ein, denn "THALASSA" ist eine absolute Meisterleistung in Sachen klanglicher Immersion. Su Shaw hat im Wesentlichen Monate damit verbracht, Unterwassergeräusche aufzunehmen, um den Ozean seine eigene tragische Geschichte erzählen zu lassen. Es gibt keine massiven Pop-Beats. Stattdessen hüllt es dein Gehirn in wunderschöne, eindringliche Rauschen, eiskalte Synth-Pads und gespenstische Ambient-Echos. Es ist wunderschön, zutiefst ernst und dient als perfekter Soundtrack für die späte Nacht mit Kopfhörern, um sich unglaublich klug und mit dem Planeten verbunden zu fühlen.
six by seven - Bitte, Bitte, Bitte, Lass Mich
tbd
Sióg - which u were here
Niamh McShane tritt unter ihrem Künstlernamen Sióg (was auf Irisch "Fee" bedeutet) auf. Sie hat sich als prominente DJane und Selectorin in der Berliner Underground-Clubszene etabliert und ist Mitbegründerin des SWOON-Kollektivs und -Plattenlabels. Eine mitreißende Mischung aus verspieltem Techno, spritzigem Hardcore, euphorischer Clubmusik und elektronischen Breaks. Ihr Sound vereint schwere, treibende Rhythmen mit einer luftigen, traumhaften Ästhetik. Getreu ihrem Namen zaubert Sióg auf "wish u were here!" pure, unverfälschte Club-Magie! Der Titel mag wie eine traurige Postkarte klingen, doch die Musik ist ein wunderschönes, sich wandelndes Wesen, das dich in Bewegung halten soll. Es fühlt sich weniger wie ein steriles Lagerhaus an, sondern eher wie ein verzauberter, neonbeleuchteter Wald-Rave. In einem Moment schwebst du durch einen hauchdünnen Ambient-Nebel, und im nächsten wirst du von explosiven, hüpfenden Hardcore-Drum-Patterns getroffen, die dein Herz höher schlagen lassen. Es ist schnell, unverhohlen sexy und herrlich skurril - der ultimative Soundtrack, um deine Sehnsucht wegzutanzen, bis die Sonne aufgeht.
Sleeping At Last - Atlas: Shape
Unter der Leitung des Singer-Songwriters und Multi-Instrumentalisten Ryan O'Neal begannen Sleeping At Last Ende der 90er Jahre als Indie-Rock-Band, bevor sie sich zu einem äußerst erfolgreichen orchestralen Soloprojekt entwickelten, das für seine tief emotionalen, konzeptorientierten Liederzyklen bekannt ist. Chamber Pop, Indie Folk und New Age. Stark beeinflusst von klassischen Arrangements, filmischer Erzählkunst, minimalistischem Klavier und tiefer menschlicher Psychologie (wie dem Enneagramm-Persönlichkeitssystem). Warnung: Halte eine Schachtel Taschentücher griffbereit. "Atlas: Shape" ist ein atemberaubendes, 7-Track-Album voller emotionaler Kraft. Als Teil der Atlas: III Reihe - die sich auf menschliche Entscheidungen und freiwillige persönliche Entwicklung konzentriert - beleuchtet dieses spezielle Kapitel, wie wir unsere eigenen Grenzen, Identitäten und Wünsche definieren, durch Titel wie "Have" und "Want". O'Neal setzt auf mitreißende Streicher, atemberaubend zarte Klavierakkorde und seinen charakteristischen, flüsterleisen Gesang. Das Thema ist zutiefst introspektiv und fühlt sich an wie eine existenzielle, sanfte Umarmung, die dir sagt, dass es in Ordnung ist, herauszufinden, wer du bist. Es ist umwerfend schön.
Slim To No Chance - Cause
Die Band, die aus der selbstproduzierten Independent-Metal-Szene hervorgegangen ist, setzt auf gnadenlose Breakdowns, aggressive Industrial-Elektroklänge und rohen, kehlenschneidenden Gesang. Hyperaggressiver Nu-Metal und Modern Metalcore. Sie verbinden die vernichtenden Rhythmusparts des klassischen Nu-Metal der frühen 2000er Jahre mit der überwältigenden atmosphärischen Wucht von Bands wie Currents, Wage War und Linkin Park. Haltet eure Nackenstütze bereit, denn Cause liefert einen unerbittlichen akustischen Beatdown. Die Band nimmt deine tiefsten, isolierendsten emotionalen Narben und verwandelt sie in laute, moshpit-taugliche Hymnen. Mit einer Balance aus kantigen Rap-Rock-Strophen und gewaltigen, melodischen Refrains erkunden sie Themen wie persönlichen Niedergang, Überleben und die Suche nach einem Sinn im Chaos. Es ist eine wütende, hochoktanige emotionale Katharsis, die absolut keinen Raum zum Atmen lässt.
Smerz - Easy
Smerz ist das von der Kritik gefeierte Duo Henriette Motzfeldt und Catharina Stoltenberg. Nach ihrem gefeierten zweiten Album "Big City Life" aus dem Jahr 2025 haben sie sich einen einzigartigen Platz in der elektronischen Musik erobert. Experimentelle Electronica, Leftfield-Pop und dekonstruierter R&B. Sie verbinden meisterhaft klassische Kompositionstechniken mit moderner avantgardistischer Computermusik und der unmittelbaren Intimität des Pop. "Easy" fühlt sich genau wie ein gewollter Fiebertraum an. Verankert in ihrem charakteristischen "girly existentialism" loopen Smerz zerbrechliche Ein-Finger-Piano-Riffs, gespenstische Streicher-Presets und zerhackte Vocals, um alltägliche Apathie und nächtliche Einsamkeit einzufangen. Angetrieben von herausragenden Singles wie "Spring summer" bewegt sich das Album in einer wunderschönen, glitchigen Grauzone, in der man nicht weiß, ob man weinen oder unbeholfen auf einer dunklen Tanzfläche herumtanzen soll. Es ist kurz, brillant und wunderbar schräg.
Solemnity - Opus Barbaricum
Solemnity wurde bereits 1998 vom kraftvollen Sänger Sven "The Axe" gegründet und hat sich seit langem mit ihren dramatischen, düsteren Fantasy-Bühnenauftritten und ihren kitschigen, vom Horror inspirierten Texten einen Namen in der Underground-Szene gemacht. Theatralischer, harter Heavy Horror Metal und Melodic Power Metal. Stellt euch einen donnernden Zusammenprall zwischen klassischen Iron Maiden, King Diamond und Old-School-Monsterfilmen vor. Mit einer kolossalen Spielzeit von 75 Minuten ist "Opus Barbaricum" ein glorreicher, übertriebener Heavy-Metal-Hammer, der einem direkt in die Brust schlägt. Mit absurden, kitschigen Titeln wie "Nightmares From The Neighbourhood" und "The Last Ghostrider" liefert die Band hochfliegende Gitarrengalopps und opernhafte Banshee-Schreie. Das Album nimmt den theatralischen Kitsch des Fantasy-Metal voll und ganz an, während die Riffs gnadenlos heavy bleiben. Es ist das ultimative musikalische Äquivalent einer Geisterbahnfahrt mit doppelter Geschwindigkeit.
Speedy J - Walkman
Jochem Paap (Speedy J) ist ein Pionier der elektronischen Musik, der die Artificial-Intelligence-Ära von Warp Records in den frühen 1990er Jahren mitgeprägt hat. Diese monumentale Veröffentlichung mit 20 Titeln ist sein erstes Solo-Studioalbum seit über zwei Jahrzehnten. Freizügiger Leftfield-Techno, Ambient-Electronics und Microhouse. Mit einer hypnotischen Spielzeit von 90 Minuten ist "Walkman" speziell als Soundtrack für eine lange, ziellose Reise konzipiert. Es funktioniert weniger wie eine typische Club-Platte, sondern eher wie ein sich entwickelndes, fremdartiges Ökosystem. Verzerrte rhythmische Experimente wie "303 Template Refract" gleiten mühelos in gespenstisches, sanftes Rauschen über. Es ist ein wunderschönes, immersives Meisterwerk, das dich dafür belohnt, dass du die Kopfhörer aufsetzt, aus der Tür gehst und deine Handy-Benachrichtigungen komplett ignorierst.
Spencer Krug - Same Fangs
Krug ist eine Indie-Legende, die vor allem als Co-Frontmann von Wolf Parade bekannt ist. Er hat zudem beliebte Kultprojekte wie Sunset Rubdown und Moonface geleitet. Dieses Album wurde in nur einer Woche im Studio The Noise Floor auf Gabriola Island aufgenommen. Intimer, poetischer Indie-Rock und Art-Pop / Singer-Songwriter. Es entfernt sich von chaotischen Instrumentierungen und tendiert zu reduzierten, pianogetriebenen Arrangements. "Same Fangs" zu hören ist, als würde man nach Feierabend in einem exzentrischen Theater eingeschlossen, mit nichts als einem Flügel und einer Flasche Wein. Tracks wie "Hasn't It Always" und "Timebomb" legen die hektische Indie-Rock-Energie seiner Vergangenheit ab und bringen seinen trällernden, theatralischen Gesang zum Vorschein. Es ist wunderschön seltsam, stark introspektiv und perfekt für einen launischen, regnerischen Nachmittag, an dem man sich unglaublich tiefgründig fühlen möchte.
SPLIT - A Thousand Reflections
Als schnell aufsteigendes Kraftpaket der europäischen Independent-Heavy-Musikszene hat sich SPLIT einen Ruf für hyperaggressive Live-Sets erarbeitet und kürzlich mit einem bahnbrechenden Auftritt beim berühmten dänischen SPOT Festival den Durchbruch geschafft. Mitreißender Hardcore-Punk, Metallic Hardcore und Post-Hardcore. Dehnt euch lieber vorher, bevor ihr auf Play drückt, denn diese EP ist ein siebenminütiger, ununterbrochener Audio-Kopfnicker. "A Thousand Reflections" ist purer, unverfälschter Moshpit-Treibstoff, der keine einzige Sekunde deiner Zeit verschwendet. Die Platte beginnt mit einem unheimlichen, sich aufbauenden Intro namens "The Sheep" und stürzt dann sofort in heavy Breakdown-Territorium mit Tracks wie "The Shepherd" und "Greater Than God". Sie behandelt Themen wie persönliche Wut, religiöse Desillusionierung und Selbstreflexion. Sie ist schnell, unglaublich laut und hat die Wucht eines rasenden Güterzugs.
Stardust Multiplier - Convergence
Dieses faszinierende Projekt entstand aus einem starken persönlichen Bedürfnis heraus. Der Künstler komponierte und nahm die Stücke als morgendliche Rituale während seiner physischen Rehabilitation nach einem langen, schweren Krankenhausaufenthalt auf. Umgeben von den unerbittlichen rhythmischen Pieptönen, Alarmen und summenden Signalen der medizinischen Geräte wurde die auditive Wahrnehmung des Künstlers völlig neu kalibriert. Zurückhaltender Ambient, mikrotonale elektroakustische Klänge und minimalistischer Drone. Wenn Sie sich von der modernen Welt gestresst fühlen, ist "Convergence" der ultimative Reset-Knopf für die Sinne. Mit einer Glasmarimba, einer Flöte und analogen Synthesizern filtert der Künstler organische Frequenzen durch fortschrittliche Spektralanalyse. Hier gibt es keine traditionellen eingängigen Pop-Refrains. Stattdessen nutzt die Musik langsame, sich wiederholende harmonische Muster, um kosmische Mythen und nicht-menschliche Intelligenz heraufzubeschwören. Sie ist zutiefst hypnotisch, unglaublich fokussiert und klingt wie eine freundliche außerirdische Zivilisation, die versucht, eine sanfte Funkübertragung zur Erde zu senden.
Sum Of Seven - Echoes Of The Hypermind
Ein kraftvolles 6-köpfiges Ensemble, bestehend aus Ari Lempinen, Esa Lempinen, Rasmus Raassina, Miika Erkkilä, Marko Loukamaa und Harri Annala. In der europäischen Underground-Metal-Szene sind sie für ihr komplexes musikalisches Können bekannt. Hochmelodischer Progressive Metal und Symphonic Hard Rock. Sie verweben massive, schwere Gitarrenriffs nahtlos mit komplexen, spacigen Keyboard-Elektronikklängen. Schnallt euch mental an, denn dieses Album ist ein atemberaubender, 10-Megawatt-Sci-Fi-Gehirnschmelzer. "Echoes Of The Hypermind" eröffnet mit einer absoluten Explosion in Tracks wie "Supreme", bevor es direkt in ein episches Sci-Fi-Universum schießt, das von hochfliegenden Synth-Leads und schwerem rhythmischem Donner dominiert wird. Das wahre Herzstück ist das ausufernde, 10-minütige Abschluss-Epos "Wonder", in dem harte Brülllaute mit gewaltigen Melodien kollidieren, um das großartige Konzept des Albums zu einem siegreichen Finale zu führen. Es ist intelligenter, unglaublich harter und wild triumphierender Progressive Metal, der euch mit jedem einzelnen Hören mehr belohnt.
Super Sometimes - Show The World What's Underneath
Unter der Leitung von Dylan Guzman sammelte dieses energiegeladene junge Trio in seinen Teenagerjahren und frühen Zwanzigern erste Erfahrungen auf der Independent-DIY-Tournee-Szene, bevor es einen Vertrag bei dem renommierten Punk-Label Pure Noise Records abschloss. Pop-Punk, Skate-Punk und Alternative Rock. Sie lassen sich stark von Skate-Helden der späten 90er und frühen 2000er wie blink-182 und New Found Glory sowie von Ikonen der Mitte der 2010er wie State Champs inspirieren. Dieses Album fühlt sich an wie eine absolute Zeitkapsel aus der Ära der verkehrt herum getragenen Baseballkappen, Energy-Drinks und Neon-Armbänder. Vollgepackt mit hochoktanigen Gitarrenriffs und beschwingten, sonnendurchfluteten Hooks thematisiert "Show The World What’s Underneath" das chaotische Durcheinander, wenn man die Jugend hinter sich lässt und das Leben in Echtzeit herausfindet. Es ist laut, unglaublich offen und schafft einen Ausgleich zwischen Herzschmerz und gewaltigen, mitreißenden Refrains, die dich dazu bringen werden, aus der Haustür zu sprinten und mit einem Sprung vom Bürgersteig abzuspringen.
SUSS - Counting Sunsets
SUSS ist ein erfahrenes Trio, bestehend aus Pat Irwin (von The B-52s, Raybeats), Bob Holmes (Rubber Rodeo) und Jonathan Gregg (The Linemen). Dies ist ihr siebtes gemeinsames Studioalbum. Sie gelten als Wegbereiter des Ambient Country und der Reflective Americana. Sie verbinden die weitläufigen, gemächlichen Klänge des Ambient Techno mit den klassischen, weitläufigen Instrumenten der traditionellen Volksmusik. Wolltest du dich schon immer einmal wie ein einsamer Cowboy fühlen, der im Weltraum schwebt? Dann ist "Counting Sunsets" dein goldenes Ticket. Das Album besteht buchstäblich aus zehn Titeln, die fortlaufend von "Sunset I" bis "Sunset X" benannt sind. Anstatt irgendwohin zu eilen, nutzt die Band klagende Pedal-Steel-Gitarre, sanftes Akustik-Picking und vernebelte Synthesizer, um genau den Moment nachzubilden, in dem die Dämmerung über eine leere Wüstenautobahn hereinbricht. Es ist ein langsames, zutiefst filmisches Meisterwerk, das deinen Abend nicht stören will - es will lediglich dein Wohnzimmer unendlich größer und ein kleines bisschen schöner wirken lassen.
Tamikrest - Assikel
Seit fast zwei Jahrzehnten ist Tamikrest (was so viel wie Verbindung oder Vereinigung bedeutet) eine starke musikalische Stimme des Volkes der Kel Tamasheq. Sie verwandeln Geschichten von Exil, kultureller Sehnsucht und politischem Widerstand in fesselnde Gitarrenkompositionen. Desert Blues, Saharan Rock (Ishumar) und psychedelischer afrikanischer Rock. Sie verbinden traditionelle Tuareg-Melodien und die Tamaschek-Kultur mit modernen E-Gitarren-Grooves. "Assikel" bedeutet wörtlich "Die Reise", und genau dorthin entführt dich dieses Album. Komplett live auf Analogband aufgenommen, sprüht das Album vor roher, hypnotischer Energie. Es klingt wie eine nächtliche Jam-Session am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel der Wüste, mit einem legendären Gastauftritt von Ibrahim Ag Alhabib von Tinariwen. Die Gitarren spielen nicht einfach nur; sie verweben sich, hallen wider und galoppieren über zyklische Rhythmen, die dein Gehirn sofort in Trance versetzen. Es ist intime, politisch kämpferische und zutiefst magische Musik, die mühelos die Distanz zwischen der Sahara und deinen Kopfhörern überbrückt.
Tank and the Bangas - The Last Balloon
An der Spitze der für den Grammy nominierten Band steht die charismatische Tarriona "Tank" Ball. Sie erlangten 2017 durch den Sieg beim Tiny Desk Contest von NPR große Bekanntheit und sind seitdem für ihre explosive Live-Energie und ihr theatralisches Storytelling bekannt. Eine eklektische, genreübergreifende Explosion aus R&B, Soul, Hip-Hop, Spoken Word und Jazz. Frontfrau Tank erklärte, sie habe dieses Album "The Last Balloon" genannt, weil sie nicht wollte, dass jemand sie aufspürt und fragt, wann der "Purple Balloon" kommt! Dieses Album markiert einen majestätischen, tief atmosphärischen Meilenstein für die Gruppe. Tracks wie "Nighttime" (featuring David Shaw und Austin Brown) verlangsamen das Tempo zu einem spacigen, nächtlichen Groove, der von schwerer Poesie und warmen R&B-Samples getragen wird. Es fühlt sich an wie die ultimative, gefühlvolle After-Party, bei der die Lichter gedämpft sind, die Rhythmusgruppe perfekt aufeinander eingespielt ist und die Band kühn in eine ganz neue musikalische Stratosphäre schwebt.
Teddy Thompson - Never Be The Same
Als Sohn der Folk-Rock-Legenden Richard und Linda Thompson hat Teddy mit seiner unverwechselbaren, kraftvollen Stimme, seinen eindringlich ehrlichen Texten und seinem ausgeprägten Gespür für Melodien längst seinen eigenen Weg eingeschlagen. Für dieses Album hat er sich erneut mit dem Produzenten David Mansfield zusammengetan. Folk-Rock, Indie-Pop und Rock-Singer-Songwriter. Nachdem er sich bei seinen letzten Projekten dem klassischen Country-Sound gewidmet hatte, kehrt er mit diesem Album zu rockigeren Klängen zurück. Die Einflüsse reichen vom melodischen Gitarrenpop von Crowded House und den Beatles bis hin zum Erbe seines Vaters Richard Thompson. "Never Be The Same" ist im Wesentlichen eine Meisterklasse in emotionaler Klangoffenbarung. Teddy Thompson tritt ans Mikrofon wie ein Mann, der sein geheimes, von Reue erfülltes Tagebuch direkt vor einem vollbesetzten Saal vorliest. Untermalt von üppiger Instrumentierung wie Pedal Steel, Celesta und sogar spacigen Synthesizern, die John Grant beigesteuert hat, beschäftigt sich das Album mit Liebe und dem Vergehen der Zeit. Es ist eine wunderschöne, melancholische Pop-Rock-Reise, bei der die Dur-Akkorde zum Tanzen animieren, die niederschmetternden Texte einen jedoch dazu bringen, den Ex anzurufen und sich zu entschuldigen.
Telehealth - Green World Image
Bekannt für ihren hochintellektuellen, sarkastischen und unabtrennbar mit dem Internet verbundenen Art-Punk-Stil, ist dieses Album ihr zweites Album in voller Länge nach ihrem Debüt "Content Oscillator". Produziert wurde es von Trevor Spencer. Art Rock, Synth-Punk und New Wave. Stellt euch einen nervösen, hypermodernen Mix aus Devo, Gary Numan, The B-52s und XTC vor, der von pulsierenden 1980er-Jahre-Synthesizern und scharfen Basslinien angetrieben wird. Stellt euch vor, die Quartalsergebnispräsentation eines Tech-Konzerns würde durchdrehen und eine Synth-Punk-Band gründen - das ist Green World Image. Telehealth verwandelt modernen Internet-Burnout und die Gier der Musikindustrie in einen absoluten Dancefloor-Aufruhr. Tracks wie "Cool Job" grooven mit knackigen Percussions und rasanten Basslinien, während "Yassify Me" Selbstfürsorge und Therapiesprache zu einem mitreißenden New-Wave-Track macht. Es ist schweißtreibender, unglaublich nervöser und urkomisch-witziger Art-Rock für die moderne Zeit.
The All-American Rejects - Sandbox
Eine der absoluten Säulen des Pop-Punk-Booms der 2000er Jahre (bekannt für Megahits wie "Gives You Hell" und "Dirty Little Secret"). Frontmann Tyson Ritter und Leadgitarrist Nick Wheeler haben nach einem Jahrzehnt der Stille wieder zueinandergefunden, um ihr erstes Album seit 14 Jahren in Eigenregie zu produzieren. Pop-Rock / Alternative Rock, der ihre charakteristischen, hymnischen Hooks der 2000er Jahre mit einem schärferen, kreativ ungefilterten Indie-Pop-Touch verbindet. Schnapp dir deinen alten Eyeliner und entstaube deine Jugend, denn die Rejects sind aus einem 14-jährigen Dornröschenschlaf erwacht, um zu beweisen, dass sie nicht nur eine Zeitkapsel sind! "Sandbox" ist ein bemerkenswert selbstbewusstes Comeback, das sich mit dem absoluten Chaos des Erwachsenwerdens, des Älterwerdens und der Konfrontation mit der modernen Welt auseinandersetzt. Es tauscht billige Nostalgie-Loops gegen cleveres, ausgereiftes Songwriting ein, behält dabei aber jene gewaltigen, sonnendurchfluteten Melodien bei, die dich dazu bringen, im Auto mitzusingen. Es ist emotional, eingängig und der absolute Beweis dafür, dass das Erwachsenenleben genauso rocken kann wie deine Teenagerjahre.
The Barnacles - Sequel to the Spim-Off
Ähnlich wie der Underground-Shitpost-Pop oder digital-native Bands, die ihre Musik ausschließlich in eng verbundenen Communities veröffentlichen, behandeln The Barnacles ihr musikalisches Werk wie eine fortlaufende komödiantische Erzählung. Lo-Fi-Internet-Rock, Outsider-Musik, Joke-Punk und Synth-Pop-Satire. Das Projekt stützt sich stark auf Internetkultur, trockenen Humor und bewusste strukturelle Ironie. Wenn du schon immer mal ein Album hören wolltest, das sich anfühlt, als würdest du durch ein hyperspezifisches Mitternachts-Meme-Forum scrollen, dann ist "Sequel to the Spim-Off" dein goldenes Ticket. The Barnacles liefern eine brillante Übung in musikalischer Ironie. Es klingt herrlich durchgeknallt - wie eine Garage-Punk-Band, die viel zu viel Kaffee getrunken hat und beschlossen hat, eine Rockoper über fiktive TV-Spin-offs zu schreiben. Die Gitarren klingen herrlich knackig, die Synthesizer wie ein kaputter Spielautomat, und die Texte sind urkomisch trocken. Es ist chaotisch, unglaublich clever und absolutes Gold für alle, die ihren Indie-Rock mit einer ordentlichen Portion Internet-Sarkasmus serviert bekommen möchten.
The Field - Now You Exist
Dies ist das Soloprojekt des renommierten schwedischen Produzenten Axel Willner. Er ist dafür bekannt, eine äußerst einflussreiche Sprache der Wiederholung in der elektronischen Musik etabliert zu haben, und diese Platte ist sein erstes Solomaterial seit acht Jahren. Ambient Techno und Microhouse. Aufgebaut auf einem hypnotischen Gerüst aus rhythmischen Wiederholungen, nahtlosen Loops und allmählichen, mikrotonalen Verschiebungen in der Klangarchitektur. "Now You Exist" ist das musikalische Äquivalent dazu, in ein wunderschönes Kaleidoskop zu blicken, während man in einem langsam fahrenden Zug sitzt. Axel Willner hüllt dein Gehirn in eine unendliche, unausweichliche sensorische Schleife - aber auf die wohlbehaglichste Art und Weise, die man sich vorstellen kann. Tracks wie "In Our Dreams" bewegen sich mit einer subtilen, zurückhaltenden Euphorie, während "Another Day" mit einem sanften, geisterhaften Vocal-Chop einsetzt, um dich zu verankern. Es schreit nicht nach deiner Aufmerksamkeit; es zieht dich einfach still in eine meditative Tanzmatrix hinein und weigert sich, dich wieder loszulassen.
The Ghoulstars - The Dark Overlords Of The Universe
Die Band, die als finnische Horror-Punk-Supergroup auftritt, besteht aus Markus "Daddy Ghoul" Laakso (Gitarre), Toni "Ghoulio" Ronkainen (Schlagzeug), Arthus "LL Ghoul A" Thure (Gesang) und Markus "Hella Ghoul" Makkonen (Bass). Auf dem Titelsong ist Tuple Salmela als Gastsänger zu hören. Ein monströs eingängiger Mix aus Horror-Punk und Heavy Metal. Sie verbinden die kitschige B-Movie-Ästhetik der Misfits mit den knirschenden, melodischen Gitarrenriffs des klassischen 80er-Jahre-Metals. Schmeißt euch etwas Gesichtsfarbe auf und schnappt euch eine Tüte Popcorn, denn diese Platte ist ein kitschiger B-Movie-Monsterfilm, der zum Leben erwacht! "The Dark Overlords Of The Universe" beweisen, dass Monster einfach cooler sind als Menschen. Vollgepackt mit gruseligen Mitsing-Hymnen wie "Too Ghoul for School" ist das Album temporeich, äußerst theatralisch und unglaublich unterhaltsam. Es fühlt sich an, als würde eine Armee von Untoten in Lederjacken deinen lokalen Radiosender kapern.
The Hoosiers - Compassion
Angeführt vom dynamischen Duo Irwin Sparkes und Alan Sharland eroberten The Hoosiers 2007 mit großen Hits wie "Goodbye Mr A" und "Worried About Ray" die Charts im Sturm. Im Laufe der Jahre haben sie sich von schrulligen, chartstürmenden Pop-Exzentrikern zu einer reifen, selbstbewussten Indie-Größe entwickelt. Lebhafter, eingängiger Indie-Pop / Alternative Rock mit Fokus auf großen, melodischen Refrains, witzigen Texten und theatralischer Pop-Rock-Energie. Von der Band als - eine große, stinkende Umarmung von einem Album - bezeichnet, ist "Compassion" genau die musikalische Medizin, die die Welt gerade jetzt braucht. Es setzt sich mit dem verwirrenden, überwältigenden Chaos des modernen Lebens und der Angst vor den sozialen Medien auseinander, weigert sich aber rundweg, den Zynismus gewinnen zu lassen. Stattdessen bekommt man 12 Tracks mit unglaublich schwungvollen Basslines, hochfliegenden Gesangsharmonien und unwiderstehlichen Pop-Hooks. Es ist ein farbenfrohes, offenherziges Album, das daran erinnert, freundlich zu sich selbst zu sein - und es gleichzeitig physisch unmöglich macht, nicht mitzutanzen.
The Karma Effect - Cruel Intentions
Angeführt vom kraftvollen Sänger Henry Gottelier etablierte sich die Band schnell als aufstrebender Star, nachdem ihr zweites Album "Promised Land" den Sprung in die britischen Top-20-Albumcharts geschafft hatte. Für diese Platte holten sie den legendären Rock-Toningenieur Romesh Dodangoda an Bord, der den finalen Mix übernahm. Moderner Vintage-Rock, Hard Rock und Melodic Soul. Stellt euch eine elegante, zeitgemäße Weiterentwicklung des klassischen Stadion-Rocks der 70er und 80er Jahre vor - eine Mischung aus dem bluesigen Selbstbewusstsein von Aerosmith und The Black Crowes mit einem massiven, ausgefeilten, modernen Radio-Punch. "Cruel Intentions" strotzt nur so vor Lederjacken-Attitüde und Selbstbewusstsein, dass es wahrscheinlich mit einem Warnhinweis versehen werden sollte. Vollgepackt mit Songs, die sich mit Liebe, Lust und Gefahr auseinandersetzen, klingt die Band lauter, straffer und kompromissloser massiv als je zuvor. Angeführt von der mitreißenden Hymne "Waiting On A Miracle" bietet das Album hochfliegende Gesangshooks und Gitarrensoli, die dafür gemacht sind, von 50.000 Menschen in einer Arena mitgeschrien zu werden. Es ist witzig, unglaublich groovig und perfekt, um mit komplett heruntergelassenen Fenstern die Autobahn entlangzufahren.
The MerKaBa Brotherhood - The MerKaBa Brotherhood
Ein herausragendes Avantgarde-Duo, bestehend aus den Multi-Instrumentalisten Roman Norfleet (vom The Cosmic Tones Research Trio) und Andre Raiah (alias Brown Calvin von der Neo-Soul-Gruppe Brown Calculus). Spiritual Jazz, elektroakustische Musik, Ambient und elektronisch angereicherter Jazz. Stark inspiriert von sakraler Geometrie, alter Mystik und esoterischen Texten. Schnappt euch eure Kristalle und atmet tief durch, denn dieses Album ist ein direktes Portal zu einer höheren räumlichen Ebene. Aufgebaut aus nichts als Saxophon, spärlichen Keyboards und zarter Percussion, nutzt dieser selbstbetitelte Trip Klang als Blaupause für kosmische Meditation. Er ist geometrisch, luftig und zutiefst beruhigend und klingt genau wie eine nächtliche Jam-Session an Bord eines ägyptischen Raumschiffs, das durch das Raum-Zeit-Kontinuum reist.
The Wavebirds - In All Their 2.4 GHz Glory
Die 2019 gegründete fünfköpfige Band fand durch ihre gemeinsame Leidenschaft für Old-School-Ska-Musik und Retro-Gaming zusammen. Zu den Höhepunkten der Band zählt das herausragende Posaunenspiel des Musikers Mike Dorval. Energiegeladener Ska-Punk und Videospiel-Ska. Sie verschmelzen mühelos brasslastige Third-Wave-Ska-Rhythmen mit nerdigen, nostalgischen Chip-Tune-Vibes und von Videospielen inspirierten Geschichten. Hol deine alte Konsole raus, denn dieses Album ist buchstäblich ein Cheat-Code für gute Laune. Benannt nach Nintendos berühmtem kabellosem GameCube-Controller, klingt die Platte wie ein pixeliger Moshpit. Mit Titeln wie "Blue Shell Breakup" und "The Raid Boss Killed All My Friends" verwandeln sie den absoluten Herzschmerz, ein Multiplayer-Match zu verlieren, in skankige Hymnen. Die physische CD-Version wird sogar in einer maßgeschneiderten GameCube-Replikverpackung geliefert! Es ist schnell, genial nerdig und wird euch dazu bringen, eine Plastikgitarre in die Hand zu nehmen.
Touch Girl Apple Blossom - Graceful
Das Quartett besteht aus Olivia Garner, John Morales, Dustin Pilkington und Daniel Charles Powell. Interessanterweise haben die Bandmitglieder ihre Wurzeln in härteren Noise-Rock- und Hardcore-Punk-Bands (wie Total Abuse und Hotline TNT), was ihnen Indie-Pop-Sound einen einzigartigen, dynamischen Kick verleiht. Ihr Bandname stammt wörtlich aus einem Textzeile des legendären Songs "Indian Summer" von Beat Happening. Twee-Pop, Jangle-Pop und Power-Pop mit einer punkigen Note. Sie stehen in direkter Verbindung zur DIY-Szene des pazifischen Nordwestens der 80er und 90er Jahre und lassen sich stark von Bands wie Beat Happening, Heavenly und The Feelies inspirieren. Lass dich vom Namen nicht täuschen - bei diesem Album geht es weniger darum, ruhig unter einem Baum zu sitzen, als vielmehr darum, in Strickjacken durch dein Zimmer zu hüpfen. Komplett auf warmem 1-Zoll-Analogband aufgenommen, fängt "Graceful" perfekt das Gefühl des ersten sonnigen Frühlingsmorgens ein, an dem man eigentlich lieber drinnen bleiben und traurig sein möchte. Es hüllt schwere existenzielle Angst und Herzschmerz in beschwingten, schwerelosen Gitarrenklang. Es ist süß, verzerrt, ungeschliffen und fühlt sich genau wie ein altes Mixtape von deinem coolsten Freund an.
Towa Bird - Gentleman
Towa Bird begann im Alter von 12 Jahren E-Gitarre zu spielen und erlangte als TikTok-Gitarrenvirtuosin eine riesige Fangemeinde, bevor sie den Durchbruch schaffte und als Vorband für Stars wie Olivia Rodrigo auftrat. Alternative Pop, Femme-Punk und Indie-Rock mit kraftvollen Classic-Rock-Gitarrenriffs. Die Einflüsse auf dem Album reichen vom drahtigen Post-Punk von Bloc Party und Paramore bis zum druckvollen Disco-Punk von Le Tigre und Bikini Kill. Towa Bird ist darauf aus, das Patriarchat zu entführen, und sie tut dies in einem schicken Nadelstreifenanzug. Auf "Gentleman" spielt sie mit Geschlechterrollen, indem sie männliche Ritterlichkeit in eine queere Hymne roher, selbstbewusster Verführung umkehrt. Untermalt von schwindelerregenden Gitarrensoli und tanzbaren Beats verwandelt sie Texte über schweißtreibende, sinnliche Romantik in absolute Pop-Punk-Perfektion. Es ist frech, selbstbewusst und absolut mitreißend.
Twelve - Be careful what you don't wish for
Twelve ist das elektronische Nebenprojekt von Chris Olley, dem Frontmann und kreativen Kopf hinter der legendären britischen Indie-Rock-Band Six by Seven. Electronica, Ambient, IDM und experimentelle Musik. Stark beeinflusst von den Pionieren der frühen Elektronik, dem Krautrock und nächtlicher Glitch-Musik. Bei Titeln wie "Walking Drunk With Murray Wilson" und "The Anal Gunshot" weiß man schon, dass man sich hier nicht auf eine gewöhnliche Pop-Reise begibt. "Be Careful What You Don’t Wish For" ist Chris Olley, losgelöst von seinen Gitarrenpedalen und eingeschlossen in einem Raum mit einer Reihe flackernder Synthesizer. Es ist glitchig, paranoid und fängt die digitale Angst der frühen 2000er Jahre perfekt ein. Die Musik fühlt sich an wie ein alter Computer, der versucht, von menschlichen Erinnerungen zu träumen. Sie ist seltsam, ein wenig unbehaglich und ein faszinierender Spielplatz für alle, die ihre Musik gerne herrlich schräg mögen.
Tyrannus - Mournhold
Tyrannus, bekannt für ihre technischen Riffs und ihre unerbittlichen, hämmernden Drums, sind tief in der Underground-Szene des Extreme Metal verwurzelt. Schwerer, aggressiver Blackened Death/Thrash Metal. Ihre Inspiration beziehen sie aus dem Old-School-Extreme-Metal, mythologischer Erhabenheit und der Welt der Dark Fantasy. Stell dir vor, du betrittst eine mittelalterliche Taverne, wirfst einen Tisch um und verlangst, gegen einen Drachen zu kämpfen - genau diese Energie vermittelt Mournhold. Benannt nach der legendären Stadt aus dem The Elder Scrolls Universum, wirken der Titeltrack und begleitende Songs wie "Seize the Stars" wie eine klangliche Streitaxt. Es ist schnell, kompromisslos brutal und perfekt, wenn du deinen inneren Kriegsherrn entfesseln willst.
Unzucht - Neon Dom
Ein Schwergewicht der deutschen Gothic-Metal-Szene, das nun mit seinem aggressiven neuen Frontmann Timm eine brandneue Ära einläutet. Dark Rock / Neue Deutsche Härte. Klingt wie eine Fusion aus Rammstein, Mono Inc. und Eisbrecher. Neon Dom ist ein pechschwarzer Phönix, der direkt aus der Asche emporsteigt. Dieses Album lässt schwere, industrielle Gitarrenriffs auf massive, stadiontaugliche Dark-Pop-Refrains prallen. Das übergreifende Thema lotet die absoluten Grenzen menschlicher Zerbrechlichkeit, innerer Dämonen und das Abbrechen alter Brücken aus, um neue Hoffnung zu finden. Singles wie "Nie mehr zurück" präsentieren einen brutalen, basslastigen Stampfer, der sowohl Gothic-Club-Veteranen als auch Metalheads gleichermaßen zufriedenstellen wird. Es ist aggressiv, dramatisch und wunderschön düster.
V0LAND - PLÜSCH
V0LAND ist ein geheimnisvolles Elektronik-Projekt, das sich auf klare Produktionen, clubtaugliche Rhythmen und ein reichhaltiges digitales Sounddesign konzentriert. Zeitgenössische Electronica / Minimalistischer Techno / Synthpop. Trotz des sanften Namens (der übersetzt „Plüsch“ bedeutet) liefert "PLÜSCH" eine knackige, 12-Track-lange elektronische Reise, die alles andere als seicht ist. Das Album fühlt sich an wie eine Fahrt durch eine regennasse Stadt um Mitternacht, umgeben von Neonlichtern und sich wiederholenden Synthesizern. Es schafft mühelos eine Balance zwischen tiefen Basslines und beschwingten, melodischen Grooves. Es ist der perfekte, hypnotische Soundtrack für nächtliche Autobahnfahrten, intensive Programmier-Sessions oder einfach nur, um sich auf der überfüllten Tanzfläche eines Clubs zu verlieren.
Valor - Ark Of Time
Eine sechsköpfige Metal-Band mit über zwei Jahrzehnten Geschichte in der europäischen Underground-Metal-Szene, bekannt für komplexe Kompositionen und groß angelegte Konzeptalben. Epischer Power Metal / Traditioneller Heavy Metal. Stark beeinflusst von den heroischen Klängen von Blind Guardian, Iron Maiden und Manowar. Entstaube deine Weltraumrüstung, denn "Ark Of Time" nimmt dich mit auf eine grandiose, elf Kapitel umfassende Science-Fiction-Reise an Bord eines riesigen Raumschiffs, das die letzten Überlebenden der Menschheit befördert. Valor bietet uns mitreißende Refrains, hämmernde Drums und galoppierende Twin-Gitarren-Harmonien. Tracks wie "Wings of Steel" erzählen eine düstere Geschichte, in der eine verzweifelte Weltraummission scheitert und ein tyrannisches galaktisches Regime die totale Kontrolle übernimmt. Es ist eine wild-dramatische, kosmische Metal-Symphonie für alle, die ihre Gitarrensoli so gewaltig mögen wie das Universum selbst.
Vera V Almgren - I Det Vassa Ljuset
Almgren ist eine hochgebildete schwedische Komponistin, Sounddesignerin und Toningenieurin. Sie hat sich auf mehrkanalige räumliche Soundsysteme spezialisiert und komponiert Musik ausschließlich aus den Klangtexturen physischer Alltagsgegenstände. Avantgardistische Klangkunst, Musique Concréte, elektroakustische Musik und ambienter minimalistischer Drone. "I Det Vassa Ljuset", übersetzt "Im scharfen Licht", ist ein traumhaftes Klangwunderland. Anstelle von normalen Instrumenten konzentriert sich Almgren auf die Mikrogeräusche von klirrenden Steinen, kratzendem Holz, raschelnden Muscheln und resonierendem Glas. Das Ergebnis ist ein taktiles, ASMR-auslösendes Klangpuzzle, das sich anfühlt, als würde man in einer geheimen schwedischen Glaswerkstatt aufwachen. Es ist wunderschön seltsame, suggestive und zutiefst filmische Musik für Menschen, die der Welt wirklich zuhören möchten.
Verba Serpentis - Torchbearers
Eine Underground-Extreme-Metal-Band, deren Schwerpunkt auf Esoterik, Schlangensymbolik und ritualistischem luziferischem Ausdruck liegt. Ende 2024 feierten sie ihr Debüt mit der EP "Ophidic Gnosis". Melodischer Black Metal. Stark beeinflusst von den atmosphärischen, düsteren Melodien von Bands wie Dissection, Uada und Behexen. "Torchbearers" ist ein Mitternachtsritual, das in Audioform festgehalten wurde. Obwohl es reichlich aggressive Blastbeats und raue, düstere Beschwörungen enthält, verbindet es das Chaos mit einem hypnotischen, eisigen Groove und mitreißenden Gitarrenmelodien. Es entfernt sich vom reinen Lärm, um eine düstere, theatralische Atmosphäre zu schaffen, perfekt zum Hören, während man über uralte Geheimnisse nachsinnt - oder einfach nur mitten im Winter durch einen nebligen Wald spaziert.
Vinyl Williams - Star Harmony
Dies ist das überaus kreative Soloprojekt von Lionel Williams. Er ist nicht nur ein brillanter Multi-Instrumentalist, der seit 2010 psychedelische Meisterwerke veröffentlicht, sondern auch ein international gefeierter bildender Künstler, der interaktive 360-Grad-Musikvideos inszeniert und komplexe, erkundbare Webumgebungen schafft. Neo-Psychedelia, Dream Pop, Shoegaze und Space Pop. Stark beeinflusst von den üppigen, maximalistischen Texturen von Toro Y Moi, der sonnigen Pop-Sensibilität der Beach Boys, den schwebenden Klangwänden von My Bloody Valentine und esoterischer Astrologie. "Star Harmony" zu hören ist, als würde man aus einer Kanone in eine pastellfarbene, utopische Galaxie geschossen, in der es keine Schwerkraft gibt. Lionel Williams hat sich darauf spezialisiert, Traumwelten der Harmonie zu erschaffen, um dem Chaos des realen Lebens zu entfliehen, und dieses Album untermauert das noch einmal. Tracks wie "Bluephoria" und "Crystal Helix" sprudeln nur so vor wirbelnden Lo-Fi-Delay-Effekten, jazzigen Akkordfolgen und engelsgleichen Vocals, die in einem wunderschönen Nebel verborgen sind. Das zugrunde liegende Thema ist pure kosmische Einheit. Es ist der ultimative Wohlfühl-Soundtrack, der einem den Kopf verdreht - perfekt für einen faulen Sommernachmittag.
Von Groove - Born To Rock
Ein klassisches Hardrock-Trio mit Mladen (Gitarre), Michael Shotton (Gesang/Schlagzeug) und Matthew Gerrard (Bass). Nach einer 25-jährigen Studio-Pause seit ihrem letzten Album im Jahr 2001 hat sich die ursprüngliche klassische Besetzung wieder zusammengefunden, um ihren Sound wiederzubeleben. Arena-Rock im Stil der 90er Jahre, melodischer Hardrock und AOR. Holt eure Lederjacken aus dem Schrank und holt das Haarspray raus, denn Von Groove hat eine vollwertige Rock-Wiedergeburt hingelegt! "Born To Rock" ignoriert die musikalischen Trends des letzten Vierteljahrhunderts völlig und explodiert vor Luftgitarren-Drang, gewaltigen Gesangs-Hooks und hochfliegender, kompromissloser Stadion-Energie. Die Chemie stimmt sofort wieder. Songs wie "Fearless" und "Adrenaline" wirken, als wären sie in einer Zeitkapsel von einer Arena-Tournee aus dem Jahr 1992 konserviert worden - das ist hochoktanige, gute Laune verbreitende Rock’n’Roll-Sucht vom Feinsten.
Yulyseus - Nothing Under Heaven
Hinter dem Künstlernamen verbirgt sich Niall Gahagan, ein Multi-Instrumentalist, der jahrelang durch Berlin, Mexiko-Stadt und Valencia gewandert ist. Dies ist sein drittes Album in voller Länge nach "In the Dark Palaces of Both Our Hearts" aus dem Jahr 2022. Weitläufiger Ambient, minimalistischer Drone und moderne Klassik. Legt eure energiegeladenen Energy-Drinks beiseite; Yulyseus hat die ultimative akustische Gewichtsdecke geschaffen. "Nothing Under Heaven" lässt seine dunklere Vergangenheit hinter sich und ist eine leuchtende Reise in Zeitlupe durch acht wunderschöne, anschwellende Klanglandschaften. Mit einer Mischung aus Streichern, vielschichtiger Elektronik und subtilen Field Recordings ist dies nicht nur Hintergrundmusik für den Aufzug - es ist eine meisterhaft geduldige Einladung, das Handy beiseite zu legen, an die Decke zu starren und zu beobachten, wie das Bewusstsein sich in Luft auflöst.
Earlier the week ...
Ara - Hohe Tannen
Ara ist ein spezialisiertes, zurückgezogenes Black-Metal-Soloprojekt, das vollständig von einem unabhängigen österreichischen Multi-Instrumentalisten ins Leben gerufen wurde. Es ist tief in der mitteleuropäischen Underground-Szene für Kassetten und Vinyl verwurzelt. Atmosphärischer Black Metal, Pagan Metal und roher Natur-Black Metal. Das Projekt tauscht rasante urbane Aggression gegen kalte, weite und mystische Naturklanglandschaften ein und schöpft dabei stark aus klassischer Folklore, der Abgeschiedenheit der Wälder und europäischen Bergmythen. Zieh deinen dicksten Wintermantel an, denn „Hohe Tannen“ versetzt dich um Mitternacht auf einen eisigen, schneebedeckten österreichischen Berggipfel. Diese Platte ist pure, unverfälschte Atmosphäre. Ara verzichtet auf moderne Produktionstricks und setzt stattdessen auf massive, hallende Wände aus Gitarrenfuzz, die den Klang heulender Bergwinde imitieren, die durch immergrüne Wälder fegen. Tracks wie „Weit voraus“ balancieren düstere, zitternde Gesangsschreie mit atemberaubend schönen, mitreißenden Melodien aus, die die Isolation der alpinen Wildnis spürbar machen. Es ist laut, zutiefst spirituell und fängt die majestätische, leicht furchteinflößende Weite von Mutter Natur perfekt ein.
Bex Burch - notes 001
Burch, die eine klassische Ausbildung an der renommierten Guildhall School of Music absolvierte, verbrachte bekanntlich mehrere Jahre in Ghana, wo sie bei meisterhaften Dagaare-Instrumentenbauern in die Lehre ging, um ihr eigenes Gyil (ein traditionelles afrikanisches Xylophon) zu bauen. Sie ist bekannt als Frontfrau des von der Kritik gefeierten genreübergreifenden Trios Vula Viel und des Improvisationskollektivs Flock. Chaotischer Minimalismus, Avantgarde-Jazz, Ambient und zeitgenössische Percussion. Ihre Arbeit verbindet die repetitiven Strukturen der Minimal Music mit organischen Klanglandschaften. Wenn Soltera eine nächtliche Warehouse-Party ist, dann ist "Notes 001" von Bex Burch der ruhige Sonnenaufgang am Morgen danach. Burch spielt den akustischen Synthesizer KORG phase8 wie einen lebendigen, atmenden Partner und erschafft eine hypnotische Klanglandschaft, die sich anfühlt, als würde man eine Blume im Zeitraffer erblühen sehen. Es ist spärlich, bewusst und für elektronische Instrumentierung erstaunlich warm. Anstelle von starren, mechanischen Synth-Pieptönen erhält man einen fließenden Bewusstseinsstrom, der sich mit der Natur biegt, atmet und vibriert. Es ist eine akustische Meisterklasse in Geduld, die den Geist vollständig klärt und das Nervensystem zurücksetzt.
Born Through Death - Lonely Season
Die Band hat sich als kraftvolle, überaus produktive Stimme in der Independent-Szene der modernen Heavy-Musik etabliert und sich durch die Veröffentlichung einer Reihe emotional unverfälschter, konzeptioneller Tracks rasch eine treue Underground-Anhängerschaft aufgebaut. Stimmungsvoller, knallharter Modern Metalcore / Post-Hardcore, der vernichtende metallische Breakdowns mit düsteren, atmosphärisch dichten Refrains in klarer Gesangstechnik in Einklang bringt. Stellt sicher, dass ihr Nacken bereit ist und ihr ein paar Taschentücher griffbereit habt, denn dieses Album besteht ausschließlich aus schweren Riffs und schweren Gefühlen. "Lonely Season" wirkt wie eine wunderschön düstere auditive Therapiesitzung. Es verbindet die rohe, viszerale Aggression von rasenden Drums und magenumdrehenden Schreien mit schwebenden, melancholischen Melodien, die wie Rauch über dich hinwegziehen. Neben herausragenden Tracks wie "Flowers At Your Grave" bietet es den ultimativen adrenalingeladenen Soundtrack für eine nächtliche Fahrt auf einer leeren Autobahn oder einfach nur, um in deinem Schlafzimmer Dampf abzulassen.
Cusco, Ashra, Kai Franz - Fortune Awakens Tonight
Ein Zusammentreffen generationsübergreifender Giganten. Cusco ist seit den späten 1970er Jahren ein fester Bestandteil der melodischen New-Age- und panflötenorientierten Instrumentalmusik. Ashra ebnete den Weg für den frühen elektronischen Space Rock. Kai Franz fungiert als moderne Brücke, die diese traditionellen Klangwelten miteinander verbindet. New Age, neoklassischer Ambient und Electronica der Berliner Schule. Stark beeinflusst von präkolumbianischer Mythologie, frühen deutschen Synthesizer-Experimenten und modernem meditativem Sounddesign. Wolltest du dich schon immer einmal wie ein alter Aztekenherrscher fühlen, der eine Laserlichtshow über einem digitalen Regenwald beobachtet? Genau diesen Raum nimmt "Fortune Awakens Tonight" ein. Es verbindet die charakteristischen, fröhlichen Panflöten-Synth-Melodien von Cusco mit den hypnotischen, sich wiederholenden elektronischen Impulsen von Ashra. Das Thema dreht sich ganz um Wiedergeburt, Wohlstand und spirituellen Aufbruch. Es fühlt sich weniger wie ein Song an, sondern eher wie eine goldene, klangliche Spa-Behandlung für dein Gehirn. Es ist äußerst filmisch, unglaublich entspannend und unverhohlen mystisch!
El Altar del Holocausto - Ecos
Die 2012 gegründete Kult-Instrumentalband zeichnet sich durch eine geheimnisvolle, theatralische Ästhetik aus (auf der Bühne tragen die Musiker oft weiße Gewänder). Zur Band gehören Reaper Model, Weasel Joe, Reverb Myles und Skybite. Instrumentaler Post-Rock, Doom Metal und Ambient Rock. Sie verbinden die filmischen Crescendos von Explosions in the Sky mit der erdrückenden Wucht des traditionellen Doom Metal. Stellt euch eine Gruppe spanischer Mönche vor, die ihre Gebetsbücher gegen stark heruntergestimmte Gibson-Gitarren eintauschen, und ihr seid schon auf halbem Weg, Ecos zu verstehen. Dieses Album ist komplett instrumental und tauscht Stimmbänder gegen rein emotionale Gewalt ein. Es bewegt sich mühelos zwischen aus einem regnerischen Fenster starren und über das Leben nachdenken und von einem prähistorischen Mammut zertrampelt werden. Das Thema fühlt sich wie eine spirituelle Wiedergeburt an - ein hochfliegender, kathartischer Flug, der es schafft, einen emporzuheben, kurz bevor er einen schweren Block aus purem Doom Metal direkt auf den Schädel fallen lässt. Es ist wunderschön, schwer und herrlich intensiv.
Immanu El - Woven Light
Immanu El wurde 2004 in Jönköping, Schweden, gegründet und wird von den Zwillingsbrüdern Claes und Per Strängberg sowie David Lillberg und Jonatan Josefsson geleitet. Sie gehören zu den beständigsten und angesehensten Post-Rock-Bands Skandinaviens. Klassischer Post-Rock, Ambient-Rock und Dream-Pop. Stark beeinflusst von der sich langsam aufbauenden, filmischen Dynamik des wegweisenden Post-Rock, vermischt mit skandinavischer melodischer Gelassenheit. Wenn du emotionale Reinigung brauchst, ist "Woven Light" dein musikalischer Zufluchtsort. Immanu El hat ein absolutes Meisterwerk an klanglicher Geduld geschaffen. Das Album bewegt sich mühelos zwischen zarten, schimmernden Gitarrenklängen und massiven, explosiven instrumentalen Crescendos und ist eine warme Umarmung für die Seele. Songs wie "Ascension" und "Ghost" bieten beruhigende, heitere Klanglandschaften, die sich anfühlen, als würde man den ersten Sonnenaufgang des Frühlings durch dichten Waldnebel beobachten. Es behandelt schwere, existenzielle Themen wie Transzendenz und den Sinn des Lebens, tut dies jedoch mit einer glückseligen Melodie, die einem das Gefühl gibt, vollkommen geborgen zu sein. Setz dir gute Kopfhörer auf, schließe die Augen und lass dich von den schwedischen Königen der sanften Klänge umhüllen.
Kartas - LADO H
Kartas ist ein experimentelles Duo, bestehend aus Marcela Mara und Zozio, mit Sitz in São Paulo, Brasilien. Sie sind fest in der brasilianischen Underground-Szene für experimentelle und elektronische Musik verwurzelt. Elektro-organische Erkundungen, Ambient, Avant-Garde Jazz, Tonbandmusik, Noise und konkrete elektronische Klänge. Inspiriert von Geografie, Umweltgedächtnis und den physischen Landschaften Brasiliens. Schnall dich an, denn "LADO H" ist ein wilder klanglicher Roadtrip, der aktives Zuhören erfordert. Das Album ist ein brillantes, trippiges Konzeptwerk, das die schwere, fließende Geschichte des Gebiets zwischen der Serra das Araras und der chaotischen Via Dutra reflektiert - und dabei insbesondere die von Geistern beladene Erinnerung an die gewaltigen Überschwemmungen von 1967 heraufbeschwört. Musikalisch ist es eine faszinierende Kollision zwischen Natur und industriellen Schwingungen. Tracks wie "um rio cheyou" und "anfíbios" vermischen tiefe, elektro-organische Synth-Patches mit wässrigen Texturen und Field Recordings. Es fühlt sich an, als stünde man in einem nebligen, uralten brasilianischen Wald, während das entfernte Dröhnen einer modernen Autobahn durch den Schlamm unter den Füßen summt. Zu gleichen Teilen unheimlich, wunderschön und zutiefst hypnotisch.
Kenny Mason - BULLDAWG
Kenny Mason, der 2019 mit seinem Hit "Hit" den Durchbruch schaffte, hat sich als einer der produktivsten und wandlungsfähigsten Künstler des modernen Rap etabliert. Er verbindet mühelos Underground-Glaubwürdigkeit mit einer starken Präsenz auf großen Festivals und hat sowohl mit erstklassigen Textern als auch mit experimentellen Acts zusammengearbeitet. Eine nahtlose Verschmelzung von Atlanta-Trap, 90er-Grunge, Alternative Rock und Lo-Fi-Punk. Zu seinen musikalischen Vorbildern zählen vielfältige Rock-, Metal- und Hip-Hop-Acts, was zu seinem charakteristischen aggressiven und zugleich melodischen Stil führt. Stellt euch einen knurrenden, kampferprobten Bulldog vor, der einen städtischen Schrottplatz bewacht - nur dass der Hund mit 200 Meilen pro Stunde rappen kann und Nirvana liebt - das ist "BULLDAWG". Kenny Mason hat ein klaustrophobisches, hochoktaniges Meisterwerk geschaffen, das auf Trap-Beats in Industriequalität und rostiger Gitarrenverzerrung basiert. Der Track "TEST ME" zusammen mit JID ist ein absoluter lyrischer Cage-Match, während Songs wie "BE WHAT I WANT" zeigen, wie er tief in seine Rockstar-Rolle schlüpft. Das Album beschäftigt sich intensiv mit dem Überleben der Arbeiterklasse, Identität und den schweren Opfern, die nötig sind, um sich aus den Trümmern herauszukämpfen. Es ist rau, metallisch, unglaublich fokussiert und zweifellos eines seiner bisher selbstbewusstesten Werke.
Kid Sistr - American Teenage Prophecy
Ein rein weibliches Indie-Trio, bestehend aus Sabel Englert (Gitarre/Gesang), Sara Keden (Bass/Gesang) und Rebecca Webster (Schlagzeug). Rebecca und Sara lernten sich ursprünglich in der Mittelstufe im Rahmen des School-of-Rock-Programms über ihre gemeinsame Begeisterung für Classic Rock kennen und holten schließlich Sabel während ihres Musikstudiums an der Frost School of Music der University of Miami mit ins Boot. Ihren Namen wählten sie, weil sie alle die ältesten Kinder in Familien sind, in denen es nur Schwestern gibt. Indie-Pop-Rock, 90er-Grunge-Pop, Alternative Rock und Bubblegum-Rock. Sie verbinden den hymnischen Charakter des Alternative Rock der 2000er Jahre mit moderner Singer-Songwriter-Sensibilität und nennen Einflüsse wie boygenius, Soccer Mommy, Hayley Williams und die Classic-Rock-Energie von The Runaways. Wenn du schon immer einmal deinen schrecklichen Ex-Freund anschreien wolltest, während du mit deinen besten Freundinnen durch ein Feld voller Wildblumen rennst, dann hat Kid Sistr den Soundtrack deiner Träume geschaffen. "American Teenage Prophecy" ist pures, gitarrenlastiges Indie-Pop-Vergnügen, gewürzt mit einer ordentlichen Portion Grunge-Attitüde. Der Titeltrack entwirft eine filmische Welt neu, in der queere Romanzen all die kitschigen, nostalgischen Klischees erhalten, die normalerweise heterosexuellen Hollywood-Filmen vorbehalten sind - man denke an Liebesbriefe, die im Lesesaal ausgetauscht werden, erste Küsse in Baumhäusern und die Magie des Abschlussballs. Im Kontrast zu den knurrenden, angstgeladenen Riffs ihrer Single "Maniac" schafft diese EP eine wunderschöne Balance zwischen der Sanftheit jugendlicher Verliebtheit und scharfen, kantigen Rockklängen. Sie ist eingängig, befreiend und macht unglaublich viel Spaß.
Kwes Darko - God of the Youth
Kwes Darko (geb. Kwesi Darko) ist ein erfahrener britischer Komponist, Songwriter und Produzent, der bei Young Songs unter Vertrag steht. Er war jahrelang unter dem Künstlernamen Blue Daisy tätig und erwarb sich bei Independent-Labels wie Black Acre einen hervorragenden Ruf. Weithin bekannt ist er für seine umfangreiche Arbeit als Hauptproduzent des britischen Rap-Stars Slowthai. Industrial-Hip-Hop, Mutant Grime, avantgardistische Elektronik, Sounddesign und Punk-Ästhetik. Sein Sound zeichnet sich durch klanglichen Minimalismus, strukturelle Klarheit und brutalistische Bassdynamik aus. Stellt euch vor, ihr betretet einen schummrig beleuchteten, unterirdischen Londoner Bunker, in dem die Betonwände buchstäblich vor lauter Bassdruck schwitzen - das ist "God of the Youth". Kwes Darko hat einen absoluten Knaller geschaffen. Er nimmt Mutant Grime und verwandelt ihn in einen Soundtrack für einen Sci-Fi-Horrorfilm. Der Titeltrack "Altitude" fühlt sich weniger wie ein Song an, sondern eher wie ein schwerer Industriebohre, der auf höchst befriedigende Weise durch eure Trommelfelle bohrt. Darko nutzt ohrenbetäubende Synth-Verzerrungen und strukturelle Stille, um eine dystopische Atmosphäre zu schaffen, die die jugendliche Wut der Clubszene ins Visier nimmt. Es ist kompromisslos, düster, brillant und definitiv nichts für schwache Nerven.
Lea Bertucci - The Days Pass Quickly Immersed in the Shadow of Eternity
Bertucci ist eine international gefeierte Klangkünstlerin und Saxophonistin, die dafür bekannt ist, physische Räume mithilfe von Mehrkanal-Tonbandkonfigurationen zu verzerren. Für diese konzeptionelle Veröffentlichung arbeitete sie mit dem Meisterflötisten und Alter-Musik-Wissenschaftler Norbert Rodenkirchen zusammen, der eine seltene Sammlung von Flöten aus dem Mittelalter, der Renaissance und der Jungsteinzeit einsetzt. Avantgarde, elektroakustischer Drone, räumliche Klangkunst und frühe klassische Musik. Stark inspiriert von neolithischer Akustik, historischer Kammermusik und moderner elektronischer Klangdiffusion. Der Titel ist ein echter Zungenbrecher, und die Musik ist ebenso wild. Bertucci nimmt Aufnahmen prähistorischer Flöten auf, speist sie in eine achtkanalige elektronische Matrix ein und verwandelt sie in eine gewaltige Wand aus kristallklarem, futuristischem Drone. Es klingt, als würden uralte Höhlenmenschen in einem futuristischen Raumschiff jammen. Es ist zutiefst intellektuell, wunderschön unheimlich und die ultimative Platte, die man auflegen sollte, wenn man abschalten und die Zeit völlig hinter sich lassen möchte.
Lloth - Archees Legeones (Ancient Legions)
Diese wegweisende Band, die ursprünglich unter dem Namen Lloth gegründet wurde, ist eng mit der Geschichte der legendären griechischen Band Astarte verflochten. Das Projekt wurde von der ikonischen Frontfrau Maria "Tristessa" Kolokouri (die 2014 tragischerweise an Leukämie verstarb) ins Leben gerufen und von ihrem Ehemann und Gitarristen Nicolas Maiis wiederbelebt, um ihr Andenken und ihr Vermächtnis zu ehren. Hellenic Black Metal, Melodic Death Metal und Thrash Metal. Die Band verbindet rasante Thrash-Tempi mit den majestätischen, hochmelodischen Gitarrenriffs, die für den klassischen griechischen Extreme Metal der 90er Jahre charakteristisch sind. Schnappt euch eure Schilde und macht euch bereit zum Marsch, denn "Archees Legeones" fühlt sich an, als würde man unter einem pechschwarzen griechischen Himmel direkt in ein blutiges, uraltes Schlachtfeld stürmen. Lloth spielt nicht nur Extreme Metal; sie schmieden Waffen aus Klang. Tracks wie "Angel Wings" versetzen dir einen Dropkick in die Brust mit einer wilden Mischung aus Old-School-Thrash und blackened Blastbeats, bevor sie sich zu atemberaubenden, epischen Gitarrenharmonien entfalten. Das Album wechselt brillant von antiken Kriegsliedern zu tief traurigen, persönlichen Elegien wie "Mother". Es ist grandios, wild territorial, unglaublich energiegeladen und fungiert als wunderschönes, dröhnendes Denkmal in Form eines Schlachtrufs für Tristessas ewige Flamme.
Louder - Devil’s Night
Ein Power-Trio, das aus der kolumbianischen Underground-Metal-Szene hervorbrach. Nachdem sie sich mit ihrem rohen Demoband "Raw-Hell-Sal at Devil's Crypt" aus dem Jahr 2025 eine Kult-Anhängerschaft gesichert hatten, erregten sie sofort die Aufmerksamkeit europäischer Labels. Old-School-Speed-Metal und Thrash-Metal der frühen 80er Jahre. Stark beeinflusst von der rohen, straßennahen Energie des klassischen Heavy Metal und dem geschwindigkeitsbesessenen Garage-Punk. Zieh deinen Patronengürtel und deine Lederjacke an! "Devil's Night" ist ein absoluter Schlag ins Gesicht, der klingt, als wäre er in einem rostigen Käfig aufgenommen worden. Mit einer knalligen Spielzeit von 30 Minuten liefern Tracks wie "Speed Junkie" und "Louder Than Hell" rasante Gitarrenriffs und eine kompromisslose Haltung. Es ist schnell, dreckig und völlig unbeeindruckt von modernen Musiktrends - eine glorreiche, biergetränkte Hommage daran, so viel Lärm zu machen, wie es menschlich möglich ist.
Marvatten - Wayward Ceremonies
Marvatten agiert in erster Linie als Live-Improvisationskollektiv. Ihr charakteristischer Ansatz besteht darin, ohne vorab geschriebenes Skript ins Studio zu gehen und Songs vollständig in einzelnen, unbearbeiteten Takes aufzunehmen. Anstatt traditionelle Strophe-Refrain-Songs zu komponieren, konzentrieren sie sich auf Intuition, die Chemie im Moment und den Aufbau gewaltiger Wall of Sound Crescendos. Ihr bisheriges Werk - insbesondere ihre mehrteilige Reihe "Unscripted Moments" - folgt genau dieser Philosophie der rohen Aufnahme. Stark verwurzelt in Post-Rock und Post-Metal. Für diese spezielle Veröffentlichung hat die Band bewusst ihr übliches schweres, elektrisches Gerüst unterlaufen. Sie tauschten dröhnende Verstärker und Verzerrerpedale gegen Dark-Folk-, Neo-Folk- und Ambient-Acoustic-Texturen ein. Das Album umfasst vier ausladende Tracks und verzichtet auf die für die Band übliche Wand aus Gitarrenverzerrung, behält aber 100 % der zugrunde liegenden Beklemmung und filmischen Spannung bei. Es fühlt sich unglaublich ursprünglich und ritualistisch an. Da alles komplett spontan improvisiert wurde, hetzen die Songs nicht; sie kriechen, atmen und explodieren gelegentlich in eindringlichen akustischen Crescendos. Es ist der perfekte Soundtrack, um aus einem regnerischen Fenster zu schauen, so zu tun, als sei man ein alter Mystiker, oder einfach nur bei unglaublich gut gespielten, düster-atmosphärischen Folk-Klängen abzudriften.
Molosser - Molosser
Bevor diese EP erschien, waren Molosser im Grunde genommen ein gesichtsloser Schrecken, über dessen einzelne musikalische Hintergründe kaum etwas bekannt war. Sie ließen bewusst die Musik für sich sprechen und traten erst aus dem Schatten hervor, nachdem sie die EP mit J.A. aufgenommen und sie zum Mischen und Mastern an den Extreme-Metal-Veteranen Dan Lowndes im renommierten Resonance Sound Studio geschickt hatten. Primitiver Death Metal, stark vermischt mit Black Metal und Crushing Doom. Über 18 Minuten pure, unverfälschte akustische Gewalt - die Band erzeugt eine chaotische Klangwand, die sich anfühlt wie eine schwere Dampfwalze, die von einem wütenden Höhlenmenschen gesteuert wird. Hier gibt es keine auffälligen, selbstverliebten 5-minütigen Gitarrensoli oder schönen Melodien. Stattdessen setzt die Band auf Zähneknirschen, einschüchternden Terror und Riffs, die klingen, als wären sie aus einem Sumpf herausgezerrt worden. Es ist düster, schnell, unangenehm schwer und der perfekte Soundtrack, um schwere Gewichte zu stemmen, durch einen Sturm zu stampfen oder die Nachbarn zu erschrecken.
No Faith in Fortune - Dissever
Seit 2018 ist diese fleißige Independent-Band aktiv und hat sich in der Metal-Szene Westkanadas nach oben gekämpft. Sie sind dafür bekannt, tiefe, instinktive Aggression mit mitreißenden, klaren Gesangshooks zu kombinieren. Deathcore und Melodic Metalcore. Stark beeinflusst vom Metalcore der frühen 2010er Jahre, modernen atmosphärischen Synthesizern und vernichtenden Breakdowns. Wenn du Musik magst, die sich anhört, als würde ein Breakdown in einer futuristischen Kathedrale stattfinden, ist "Dissever" ein absoluter Genuss. Die Band schaltet hier einen Gang höher, lehnt sich stark an kehlige Deathcore-Vibes an und lässt dennoch Raum für einen massiven, klar gesungenen Refrain, der dich direkt am Kinn packt. Es ist brutal, mitreißend und genau die Art von Platte, die dich dazu bringt, schwerere Gewichte zu stemmen oder ein Loch in eine Gipskartonplatte zu schlagen.
Orphan Donor - Ailments
Ein wildes Studiokollektiv, bestehend aus Veteranen von Underground-Größen wie Secret Cutter, Oktober Skyline und Motel Bible. Mathcore, Grindcore und 90er-Jahre-Screamo. Beeinflusst von legendären Bands wie Pg.99, Ken Mode und Meth. Findest du normale Musik viel zu entspannend? "Ailments" ist hier, um das zu ändern, indem sie dich für 17 Minuten in einen metaphorischen Industriemixer werfen. Dieses Album ist ein Wirbelwind aus unberechenbaren, kantigen Taktarten, kreischendem Feedback und Mathcore-Drumming, das sich völlig unvorhersehbar anfühlt. Es ist absolut roh, gnadenlos hart und wunderschön chaotisch - was es zu einem absoluten Muss für jeden macht, der seinen Metal kernerschütternd und wild unberechenbar mag.
PINK MEXICO - what movie ends like this?
Pink Mexico ist in erster Linie das geistige Kind des Multi-Instrumentalisten Grady Walker. Walker, der dafür bekannt ist, auf Aufnahmen fast alles selbst zu spielen, ist eine feste Größe der DIY-Underground-Szene in Brooklyn/Queens und bringt seine Punk-Energie bekanntlich auch in Nebenprojekte wie die Doom-Band Pants Exploder ein. Rauer Garage-Rock / Psych-Punk / Fuzzy-Indie-Rock mit einer undergroundigen, astral-stompigen Attitüde. "What movie ends like this?" ist genau die Art von rohem, fuzzy Garage-Rock, die Lust macht, eine Wand mit Sprühfarbe zu besprühen oder mit dem Skateboard durch einen Supermarkt zu fahren. Der Song ist randvoll mit dicken, summenden Gitarrenverzerrungen, spöttischem, aber mitreißendem Gesang und Rhythmen, die hart genug stampfen, um deine Lautsprecher zum Wackeln zu bringen. Die Tracks wirken wunderbar ungeschliffen und fangen die perfekt chaotische Energie eines vollgepackten, schweißtreibenden Kellerkonzerts ein, bei dem die Band mit maximaler Lautstärke spielt.
Porches - MASK
Porches ist das bekannte Indie-/Alternative-Projekt von Aaron Maine mit Sitz in New York City, USA. Maine ist seit über einem Jahrzehnt eine feste Größe in der Indie-Pop- und Synth-Pop-Szene und dafür bekannt, dass er sich vom Lo-Fi-Bedroom-Folk hin zu elegantem, elektronischem Synth-Pop entwickelt hat. Left-Field-Pop, Lo-Fi-Indie-Rock, Alternative und Synth-Pop. Stark beeinflusst von der rohen, unberechenbaren Natur analoger Bandaufnahmen und der Bedroom-Indie-Kultur der frühen 90er Jahre. Stell dir vor, du schleichst dich in einen schummrigen Keller in der Wooster Street, öffnest eine lauwarme Mountain Dew und findest Aaron Maine, wie er Geheimnisse direkt in einen staubigen 4-Spur-Kassettenrekorder flüstert. Das ist MASK. Nach Jahren polierter, tonhöhenkorrigierter Synth-Brillanz zerbricht Porches hier absichtlich sein eigenes Spielzeug. Es ist herrlich zerklüftet, herrlich instabil und völlig ungefiltert. Die Single "HABIT" tuckert mit einer Live-Energie dahin, die an einen falschen Master erinnert, wodurch es sich weniger wie ein klinisches Studioalbum anfühlt, sondern eher so, als würde die Maschine direkt vor deinen Augen heißlaufen. Es ist eine wunderschön chaotische Feier klanglicher Unvollkommenheiten, romantischer Reibung und roher Nostalgie.
Ptastvo - The Grit
Ptastvo ist das elektronische Soloprojekt von Volodymyr Ponikarovskyi, einem ukrainischen Militärveteranen und Freiwilligen. Ponikarovskyi ist tief in der widerstandsfähigen experimentellen Musikszene der Ukraine verwurzelt und spielt eine Vielzahl von Instrumenten selbst ein, darunter Synthesizer, Tongue Drums, Blockflöten und Streichgitarren. Das Projekt wurde durch das Mastering von Cedrik Fermont, einer festen Größe der Industrial-/Experimental-Szene, und das Artwork der renommierten ukrainischen Elektronik-Künstlerin Zavoloka zur Vollendung gebracht. Dark Ambient, Industrial Electronics, Glitch, Musique concrète und avantgardistischer Drone. Der Sound integriert in hohem Maße rohe Geräuscheffekte und Feldaufnahmen, die direkt aus dem modernen Kriegsalltag stammen. Sucht hier nicht nach Dancefloor-Eskapismus; „The Grit“ ist ein schonungsloser, markerschütternder Einblick in das Überleben. Ptastvo entkleidet Konflikte jeglicher Hollywood-Romantik und malt das Kriegsgeschehen in den Farbtönen von Betongrau und Asche. Der Track „The Witch“ enthält tatsächliche Tonaufnahmen einer ballistischen Rakete, die 2025 über Kiew fliegt und dort explodiert, unterlegt mit einem eindringlichen traditionellen Chorsample. Synthesizer knirschen wie die Ketten schwerer Panzer, während unberechenbare Glitch-Texturen die Zerrissenheit eines Lebens ohne garantierte Zukunft simulieren. Es ist erschreckend, emotional überwältigend und doch voller Leben - ein unverzichtbares Archiv der modernen menschlichen Ausdauer, eingefangen durch Klang.
Reliquia - In Theory And Practice
Zwei Jahre lang veröffentlichten sie Singles in Eigenregie, die sie 2025 auf einer Compilation namens "Fragments" zusammenfassten. Dieses neue Album wurde im No Studio aufgenommen und von Joe Clayton abgemischt. Ein gewaltiger, düsterer Mix aus Darkwave, Gothic Rock, Doom Metal und Post-Punk, vermischt mit Elementen aus Chanson, atmosphärischem Black Metal und Dark Ambient. Stellt euch eine Mischung aus The Cure, Paradise Lost, Amenra und Clan of Xymox vor. Das Album bricht mit baritonalen Gesängen herein, die nahtlos in kehlenschneidende Metal-Schreie übergehen. Tracks wie "Give" wirken wie ein unwiderstehlicher Hexentanz in Zeitlupe unter dem Sternenhimmel. Die Produktion ist dicht, vielschichtig und unglaublich atmosphärisch - von Joe Clayton akribisch ausgearbeitet, damit man jedes Gramm ihrer wunderschönen, melancholischen Furcht spürt. Es ist Gothic-Storytelling vom Feinsten, perfekt für alle, die den dunklen, einsamen Weg des Lebens romantisieren wollen.
Rick Miller - Temporal Illusion
Ein erfahrener Multi-Instrumentalist und Komponist, der seit über zwei Jahrzehnten Musik veröffentlicht und eine umfangreiche Diskografie mit 18 Studioalben vorweisen kann. Atmosphärischer Progressive Rock und Symphonic Prog. Stark beeinflusst von der Blütezeit der Prog-Größen wie Pink Floyd (insbesondere David Gilmours Gitarrenspiel), Genesis, The Moody Blues und The Alan Parsons Project. Stellen Sie sich vor, Sie schlüpfen in einen samtigen Smoking, schenken sich ein Glas edlen Wein ein und lassen sich in eine himmlische Wolke treiben. "Temporal Illusion" ist eine Meisterklasse in melancholischem Prog. Es drängt dich nicht; es hüllt dich in reichhaltige, filmische Texturen, schwungvolle Flöten und wehmütige Celli. Das Thema wirkt wie eine Meditation in der Dämmerung über die Zeit, die dir durch die Finger rinnt. Wenn David Gilmour auf einem Raumschiff Gitarre spielen würde, das durch eine wunderschöne, traurige Nebelwolke fliegt, würde es genau so klingen. Perfekt für nächtliches Grübeln!
Simone Cozzetto - Glass Cradle
Der 1991 geborene Simone Cozzetto ist ein äußerst versierter italienischer Multi-Instrumentalist, Komponist und Produzent. Bekannt für seine dichten Arrangements, ist er bei Sincom Music tätig. Für dieses groß angelegte Projekt versammelte Cozzetto eine hochkarätige Riege europäischer Progressive-Rock-Größen um sich, darunter die Sänger Roberto Tiranti (von der Heavy-Metal-Band Labyrinth) und Michael Trew (Moon Letters) sowie Gitarristen wie Frank Marino. Klassischer Progressive Rock, Symphonic Metal, Neo-Prog und theatralischer Art Rock. Seine komplexen Orchestrierungen schöpfen ihre stilistische DNA aus legendären symphonischen Acts der 70er Jahre wie Genesis und PFM, verschmolzen mit dem schweren, ausgefeilten technischen Crunch von Dream Theater. Wenn Sie grandiose Rockopern mit rasanten Gitarrensoli, hochfliegendem Gesang und genug Keyboard-Layern lieben, um eine Lawine auszulösen, ist "Glass Cradle" Ihr heiliger Gral. Cozzetto nutzt schwere Riffs und theatralische Gesangswechsel, um die tragische Geschichte eines Einsiedlers des digitalen Zeitalters zu erzählen, der sich vor der Gesellschaft versteckt. Die Instrumentierung ist atemberaubend komplex und wechselt nahtlos von ruhigen, melancholischen Klaviersegmenten zu explosiven Drum-Grooves in ungeraden Taktarten. Es fühlt sich an, als würde man eine hochkarätige Science-Fiction-Theaterproduktion in den Ohren erleben. Es ist kühn, wunderschön dramatisch und äußerst emotional.
Soltera, Sonido Sex - Soltera y Su Sanido Sexual
Tania Ordoñez ist vor allem unter ihrem Künstlernamen Soltera aktiv und arbeitet mit Produzenten und bildenden Künstlern aus der DIY-Szene von LA wie Aarum Alatorre zusammen. Das Album wurde vom australischen Elektronik-Produzenten 1tbsp (Maxwell Byrne) abgemischt und gefördert, der sie beim Indie-Label dottidot unter Vertrag nahm. Ein aggressiver, clubtauglicher Mix aus elektronischer Tanzmusik, punkigem Techno, industriellen Texturen und Neo-Perreo. Das Projekt lässt sich thematisch und namentlich von den theatralischen Namenskonventionen historischer mexikanischer Sonidos (Straßen-Soundsysteme) inspirieren. Stell dir vor, du schleichst dich in eine illegale Rave-Party in einem Spuk-Roboterwerk - genau das ist die Stimmung von "Soltera y Su Sanido Sexual"! Tania Ordoñez liefert eine Performance, die zwischen einer Punkrock-Scream-Queen und einer hypnotisierenden Club-Seductora wechselt. Tracks wie "Bass In My Thong" und "Mujeres Unidas" sind absolute Dancefloor-Kracher. Sie treffen dich mit rohen, verzerrungslastigen elektronischen Beats, die deinen Körper zum Bewegen zwingen, während sie unter dem Chaos ein wunderschön verletzliches, theatralisches Herz bewahren. Es klingt wunderbar gefährlich, zutiefst feministisch und unglaublich cool.
We Follow The Earth - Foamdrinker
Ursprünglich als Solo-Herzensprojekt von Matthew Crotts gegründet, hat sich die Band inzwischen zu einem überwältigenden Vierer-Kraftpaket entwickelt. In den letzten Jahren haben sie sich einen soliden Ruf für ihre bedächtige, zerstörerische Kraft erarbeitet. Schwerer Sludge Metal, Doom Metal und Post-Metal. "Foamdrinker" ist ein absoluter Titan unter den Alben, der wie eine langsam wandernde tektonische Platte wirkt, die auf dein Trommelfell prallt. Fast eine Stunde lang verwöhnt dich die Band mit massiven, asphaltspaltenden Grooves, die nahtlos in schimmernde, psychedelische Melodien übergehen. Es ist schwer genug, um ein Haus einzureißen, verfügt aber über eine subtile, verträumte Post-Rock-Textur, die dich in ihren Bann zieht. Perfekte Musik, um mit einem Monstertruck durch einen Sumpf zu fahren oder über das buchstäbliche Gewicht der Sterne nachzudenken.
Zwischenklang - Forgive Me I’m Back
Zwischenklang ist ein gemeinschaftliches Klangkunstprojekt unter der Leitung des erfahrenen deutschen Elektronikkomponisten und Keyboarders Bernhard Wöstheinrich. Das Projekt vereint eine hochkarätige Besetzung von Improvisationsvirtuosen, darunter den amerikanischen Philosophen und Naturforscher David Rothenberg an der Bassklarinette und Elektronik, die deutsche Künstlerin Hanna Mattes am Gesang sowie Volker Lankow an der komplexen Percussion. Avantgarde-Ambient, abstrakter elektroakustischer Jazz, düstere experimentelle Klanglandschaften und neo-dadaistisches Spoken Word. Der Stil ist stark vom frühen Krautrock-Minimalismus, natürlichen Field Recordings und spontaner Live-Improvisation geprägt. Stell dir vor, du schleichst dich um Mitternacht in eine exklusive Kunstgalerie, nur um festzustellen, dass die Skulpturen wach sind, mit der Zunge schnalzen und Bassklarinette spielen - das ist "Forgive Me I'm Back". Zwischenklang hat einen hypnotischen Spielplatz für dein Unterbewusstsein geschaffen. Tracks wie "Are You Chicken?" werfen die üblichen Strophe-Refrain-Regeln komplett über Bord. Stattdessen werfen sie eindringliche Vocal-Loops, organische Holzblasinstrumente und glitchige elektronische Knirschgeräusche in einen Mixer. Es ist herrlich schräg, filmisch und gelegentlich beunruhigend. Es funktioniert weniger wie ein normales Musikalbum, sondern eher wie eine abstrakte Audio-Leinwand, die fragt: Was wäre, wenn die Bäume im Wald anfangen würden, mit uns zu sprechen?