Releases! Releases! Releases!
A Moments Notice - Fear & Loathing
Das Debüt der amerikanischen Formation. Modern Metalcore, welches augezeichnet instrumentell begleitet wird aber durch die Produktion in der Sameness des Modern Metalcore untergeht. Am Ende wird hier nichts geliefert, was man nicht in den wöchtlich 100 Modern Metalcore Releases findet. Djent-y Riffing, technische Zwischenspiele, Industrial Symphonien und Breakdowns. Alles wird mit gesichtslosen Gesang "verfeinert".
ADULT. - Kissing Luck Goodbye
Das amerikanische Duo mit seinem neuesten Output. Eine dystopische Reise durch Synth-Punk oder Electropunk. Der Sound dieses Albums zeichnet sich dadurch aus, dass er eindringlicher, aggressiver und kompromissloser ist als ihre früheren Werke. Der Sound ist geprägt von den Stilen des Industrial, Post-Punk und der frühen Wax Trax! Records aus den 1980er Jahren.
Adversam - Daimon
Das Sophomore Full-Length der italienischen Formation. Eine nihilistische und psychologische Auseinandersetzung mit C.G. Jung und Gustavo Rol, welche das menschliche Bewusstsein, die Existenz und die Natur des Bösen in seine dunklen Kompositionen einbindet. Eine melodische, aggressive, progressive und technische avasierte Fusion aus Black Metal, Melodic Black Metal, Post Black Metal, Mathcore und Post Hardcore.
Aggressive Perfector - Come Creeping Fiends
Das britische Powertrio mit seinem Sophomore Longplayer. Ein nostalgisches Werk, welches die "Alten Herren" des Proto Black Metal eine gelunge Huldigung bietet. Ein aggressiver, punk-y, dunkler und bieter böser Mix aus Speed Metal, NWOBHM und Thrash Metal, welcher mit einer gewissen "F*** U" Attitüde dargeboten wird, um die Kompositionen möglichst rau und unbelassen erscheinen zu lassen.
Aidan Baker, rsn - Bottom Layers of a Surface
Die beiden Left-Field Legenden testen ihr kreatives Schaffen. Der kanadische Multi-Instrumentalist Aidan Baker und der deutsche Sound-Designer Thomas Rosen vereinen dabei ihre Sound-Frequenzen mit der "xenochrony" Technik. Dabei wurden hier Bass (Rosen) und Piano (Baker) ohne Wissen voneinander aufgenomme. Die daraus entstehenden Klanglandschaften kann man als greifbar und intuitiv beschrieben; sie sollen eher ein Gefühl der Präsenz erzeugen, als zu beeindrucken.
Ain Sof Aur - Theos-Vel-Samael
Das Sophomore Release der brasilianischen Kapelle. In drei Akten repräsentiert die Band "Visio" (Vision), "Vires" (Kraft) und "Actio" (Handlung). Der Sound entwickelt sich vom hypnotischen, tranceartigen Klang des ersten Satzes hin zu einem aggressiven, vom Death Metal geprägten Finale im dritten Akt. Die Musik ist düster, episch und reich an okkulter Symbolik, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf drakonischen Strömungen, dem Chaos-Gnostizismus und dem Pfad der Linken Hand liegt. Eine Abhandlung, welche Avant-Garde Metal, Blackened Death Metal, Doom Metal und Experimental Metal in ihrer aufsteigenden Aggressivität fusioniert.
Aldheorte - The Wild Divine
Das Sophomore Release der amerikanischen Kapelle. Traditioneller amerikanischer Black Metal, der sich stark am wahren Geist der skandinavischen zweiten Welle der 1990er Jahre orientiert und eisige Aggression mit melancholischen, melodischen Stimmungen verbindet. Wenn du schon immer einmal das Gefühl haben wolltest, durch einen Schneesturm in einem verwunschenen Wald zu streifen, während du gleichzeitig im sonnigen Kalifornien lebst, dann ist dies dein Soundtrack. Es ist Blackened Supremacy, der es schafft, zeitlos zu sein - er klingt, als wäre er vor dreißig Jahren in einem norwegischen Keller aufgenommen worden, aber mit gerade genug modernem Schliff, damit deine Ohren nicht (zu sehr) bluten.
Alexander IV - Alchemist
Das Debüt des neuen Projekts um den niederländischen Multi-Instrumentalisten, Komponisten und Producer Joris Feiertag. Eine Reise durch 13 Titel, die jazzige Beats, Neo-Soul-Grooves, Downtempo und Hip-Hop-Rhythmen miteinander verbindet. Es stützt sich stark auf samplebasierte Handwerkskunst - das sorgfältige Zerlegen und Umkehren von Fragmenten, um neue musikalische Welten zu erschaffen. So entsteht ein Werk des Trip Hop, welches Hip Hop, Neo Soul und Nu Jazz in sich trägt.
Antrisch - Expedition III: Renitenzpfad
Das deutsche Duo mit seinem Sophomore Full-Length. Eine brillante Komposition mit stimmungsvollen Riffs und einem charismatischen Sänger, wobei insbesondere der fesselnde Wahnsinn hervorgehoben wird, der in der Erzählung zum Ausdruck kommt. Ein dynamischer Wechsel zwischen aggressiven, messerscharfen Black-Metal-Riffs und atmosphärischen, melodischen Passagen. Der äufige Einsatz von gesprochenen Einleitungen und Soundeffekten (wie beispielsweise Geräusche aus der Seefahrt oder dem Dschungel), soll die narrative Erzählung zu unterstreichen. Das Songwriting schwebt zwischen Atmospheric Black Metal und Post Black Metal.
Arne Jansen, Stephan Braun - Short Stories
Die neueste Kollaboration zwischen den Jazz-Gitarristen Arne Jansen und den klassisch Ausgebildeten Cellisten Stephan Braun schafft eine intime, akustische Geschichte, in denen sich Jazz, Pop und klassische Elemente miteinander verbinden. Das ist nicht einfach nur ein Album; es ist ein Dialog zwischen einer Gitarre und einem Cello bei einer sehr teuren Flasche Wein. Es ist minimalistisch, aber zutiefst emotional - perfekt, wenn man sich an einem regnerischen Nachmittag beim Blick aus dem Fenster etwas Weltgewandtheit gönnen möchte. Es ist Chamber Jazz, der tatsächlich einen Puls hat.
Artemas - getting up to no good
Der britische Singer & Songwriter und Producer Artemas Diamandis mit seinem neuesten Output. Das Projekt knüpft an seinen weltweiten Durchbruch an und führt die „stimmungsvolle, fesselnde“ Klangwelt fort. Ein modernes und dunkles Werk, welches R&B, EDM, IDM, Alternative Pop, Dark Wave, ELectrpop und Glitch fusioniert. Trotz den ausgewogenen Songwriting kommt nicht wirklich ein zusammenhängendes Werk zustande, was am Ende wie eine Zeitverschwendung wirkt.
Ashen Sun - Velarium
Die Debüt EP des Projekts um den schwedischen Singer & Songwriter und Bassisten Johnny Hagel (ex-Tiamat, ex-Sundown). Ein nostalgisches Werk des Gothic Rock, welches sich eher voranschleppt, als einen Eindruck zu hinterlassen. Gesichtsloses und leeres Songwriting, welches keine Kraft, Inspiration und Individualität besitzt. Von einen ehemaligen Songwriter Tiamat's habe ich doch mehr verlangt.
AySay - Mal
Das neueste Full-Length des dänischen Trios. Der Sound verbindet traditionelle Instrumente wie die Saz (Baglama) und die Darbuka mit zeitgenössischen Pop-Arrangements und knackiger Electronica. Ersahins Gesang wechselt oft zwischen Dänisch, Kurdisch und Türkisch. Der Titel "Mal" bedeutet auf Kurdisch "Zuhause". Das Album beschäftigt sich mit Identität, Migration und dem kollektiven Zuhause aus Widerstandskraft und Erinnerung und ist dabei teilweise von der Biografie von Malala Yousafzai inspiriert.
Barbaric Oath - Sword, Sorcery, Vengeance
Das deutsche Duo mit seiner Debüt EP. Es bietet unaufhörliche Riff-Salven, brutale Bass-Attacken und Gesang, der von grauenhaftem Gebrüll bis hin zu verzweifelten Schreien reicht - alles in etwa 21 Minuten wirbelstürmischer Gewalt. Die Kompositionen des traditionellen Blackened Death Metal werden durch ihre Liebe zu B-Movies und dem RP-Game Heroquest mit entsprechende Samples versehen.
Bekor Qilish - Consecrated Abysses Of Dread
Das Solo-Projekt um den italienischen Multi-Instrumentalisten Andrea Bruzzone mit seinem neuesten Output. Das Werk ist als ein einziges, ausuferndes Stück von etwa 30 Minuten Länge konzipiert, das sich durch verzerrte, epileptische Riffs, stürmische Rhythmen und harte elektronische Ausbrüche auszeichnet. Die Melodien scheinen oft auf eine Weise aufzutauchen und wieder zu verschwinden, was an den modalen Jazz erinnert. Eine musikalische Auseinandersetzung mit Avant-Garde Metal, Progressive Metal, Mathcore, Blackened Death Metal und Experimental Metal.
Ben McElroy - Allotment Tapes #3: We Are All Visitors Here
Die neueste Installation der monatlichen "Allotment Tape" Serie des britischen Multi-Instrumentalisten. "Allotment Tapes" ist ein fortlaufendes Projekt, das sich um die St. Anns Allotments in Nottingham dreht, die älteste und größte Kleingartenanlage Europas. Diese spezielle Folge entstand in Zusammenarbeit mit Rachel Brooke. Der Klang zeichnet sich durch Black-Hole-Drones, bearbeitete akustische Texturen (Cello, Violine, Viola, Klarinette) und Fundstücke aus. Eine Mischung aus Ambient Folk, moderner Klassik und Drone, bei der häufig Feldaufnahmen und Interviews zum Einsatz kommen.
Big Harp - Runs to Blue
Das amerikanische Ehepaar mit neuen Kompositionen, nach über 10 Jahren Release-Pause. Ihr am einfachsten klingendes und reduziertestes Album wurde komplett live im Studio aufgenommen und besteht lediglich aus Akustikgitarre, Bass und ihren beiden eng miteinander verwobenen Stimmen. Der Sound ist von der Tradition des American Primitive und der klassischen Folk-Erzählkunst geprägt. Senseney strebte unverblümte Texte an, bei denen direkte Kommunikation Vorrang vor Wortspielen hat.
Black Label Society - Engines Of Demolition
Der neueste Longplayer der amerikanischen Formation, welche im Grunde Zakk Wylde & Guests betitelt werden könnte. Geboten werden mitreißende Riffs, Pinch-Harmonics und bluesgetränkte Soli, im Kontrast zu gefühlvollen Klavier- und Akustikballaden. Eine Melange aus Groove Metal, Hard Rock, Heavy Rock und Southern Metal.
Black Veins - EP 2
Die Sophomore EP der amerikanischen Kapelle. Warum diese in den Previews als "Metalcore" und manchmal schlimmer als "Modern Metalcore" gereviewed wird, zeigt mir, dass man keinen einzigen Ton von der EP gehört hat. Hier wird ein spielfreudiges und aggressives Werk erstellt, welches Metallic Hardcore, Crust, Post Hardcore und Blackgaze in sich vereint. Alles wird mit einer entsprechenden DIY Produktion versehen, was die experimentelle Reise in eine raue, ehrliche Atmosphäre versetzt.
Bnnyhunna - PSALM FUNK
Der niederländische Multi-Instrumentalist Benjamin Ankomah mit seinem Sophomore Release. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es Bnnyhunnas musikalisches Spektrum erweitert, indem es Rhythmus und Raum neben Harmonie und Lyrik als narrative Elemente in den Vordergrund rückt. Eine raffinierte Verschmelzung von Jazz, Funk, Gospel und afrikanischen Rhythmus-Traditionen.
Bobby Selvaggio - Red Rhinoceros
Der Album Titel weißt im Grunde auf das amerikanische Oktett "Red Rhinoceros" hin, welches durch den renommierten amerikanischen Jazz-Saxophonisten und Komponisten Bobby Selvaggio angeführt wird. Das Oktett zeichnet sich durch reichhaltige Harmonien und eine komplexe Instrumentierung aus, die speziell auf den individuellen Stil seiner Mitglieder zugeschnitten ist. Eine harmonische Kompositionen, welche Modern Jazz und zeitgenössischen Jazz fusioniert und auch vor den ein oder anderen Jazz Fusion Einflüssen Abstand nehmen kann.
bod kin - bod kin
Der italienische Multi-Instrumentalist und Producer Dario Gatto mit seinem Debüt Output. Eine Dekonstruktion von Art Pop, Neo Psychedelia und Electronic Folk, welche im vereinten Sinne Kompositionen von Avant-Garde Electronica, Noise und Grime erschafft. Blitzartig werden die einzelnen Samples so tief verschachtelt, dass Strukturen zu Phrasen werden und Melodien und Fragmenten.
Brooddark - Deliro
Der belarusische Producer Yaroslav Gavrilyuk mit seinem neuesten Longplayer. Ein fragmentale Soundkulisse des Schreckens, welche Strukturen von Drone, Dark Ambient, Deep Ambient und Experimental Electronica zu einer Sonnenfinsternis der Frequenzen vereint. Die Produktion bedient sich verarbeiteter Elektronik, Rückkopplungen und rauer Texturen, die aus ungewohnten Klangmaterialien wie Schabgeräuschen und Pieptönen entstehen.
Brotality - Wormsign
Das amerikanische Trio mit seiner neuesten EP. Eine verrückte und verschachtelte Komposition, welche Stoner Metal, Alternative Metal, Noisecore, Crust, Thrash Metal, Djent, Progressive Rock und Metalcore in sich fusioniert. Das Songwriting wirkt am Ende nicht wirklich Komplex, was ein kleines Wunder darstellt, wenn man beachtet, wie viele Genre-Überschritte in den kurzen Songs erschaffen werden.
Bruno Duplant - athanor
Der französische Komponist und Multi-Instrumentalist mit seinem neuesten Longplayer. Es ist zutiefst inspiriert von der Poesie des Alltags und von Schriftstellern wie Francis Ponge und Gaston Bachelard. Musikalisch steht er in der Tradition von Luc Ferrari und Eliane Radigue und konzentriert sich dabei auf Klangtexturen und das Konzept der imaginären Landschaften. Es bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Lowercase, Electroacoustic und Dark Ambient.
Buzzy Lee - Shoulder to Shoulder
Das neueste Studio-Album der amerikanischen Singer & Songwriterin, Writerin und Schauspielerin Sasha Spielberg (Korrekt. Tochter von Steven Spielberg). Ein theatralisches und experimentelles Werk des Indie Pop, welches Elemente von Progressive Pop, Art Pop und Alternative Folk aufnimmt. Von der Dunkelheit aus ihrem Vorgänger ist ein leuchtendes und emotionales Songwriting geworden.
Cannons - Everything Glows
Das amerikanische Trio mit seinem neuesten Longplayer. Er entstand, während Michelle Joy sich von schweren persönlichen Schicksalsschlägen erholte, darunter eine Scheidung, eine Operation und die Diagnose einer Anämie. Die Band beschreibt es als ein Album über Wiedergeburt und darüber, wie man in chaotischen, ungelösten Momenten Schönheit findet. Primär wird hier eine Fusion aus Indie Pop, Synth Wave, Vaporwave, Synth Pop, Disco und Electropop erzeugt, welches alle elementaren Frequenzen im korrekten Kontext verwendet.
Carnivore A.D. - Transmutation
Die Debüt EP der offiziellen Nachfolger von Carnivore, ohne Peter Steele (R.I.P.), versteht sich. Geboten wird eine rohe Mischung aus Crossover-Thrash, Hardcore-Punk und Doom Metal. Schwere Grooves im mittleren Tempo, unterbrochen von rasanten Thrash-Ausbrüchen. Die Produktion ist bewusst rau gehalten und verzichtet auf moderne Überbearbeitung, um dem Hardcore-Sound des New York der 80er Jahre treu zu bleiben.
Caroline Davis - Fallows
Das erste pure Solo-Release der amerikanischen Jazz-Saxophonistin, Komponistin und Producerin. Entstanden während eines einmonatigen Künstleraufenthalts bei der Ucross Foundation im ländlichen Wyoming. Davis nahm das Material allein in einer Hütte auf und nutzte dabei tägliche Improvisationen, ohne dem Druck typischer Studio-Deadlines oder den Erwartungen des Publikums ausgesetzt zu sein. Eine Abkehr von ihren Wurzeln im Jazzensemble, bei der sie Altsaxophon, Elektronik und vor Ort aufgenommene Feldaufnahmen miteinander verbindet. Das Werk kann als experimentell, ambient und unterirdisch wahrgenommen werden und lotet die klanglichen Möglichkeiten des Saxophons aus.
Central Cee - All Roads Lead Home
Die neueste EP des britischen Rappers Oakley Neil Caesar-Su. Eine der führenden Figuren im UK Drill spitted seine Rhymes in eine mehr melodische, aufmunterende und nähere Art des Genre. Neben UK Drill kommen hier Elemente des R&B, Pop Rap, Trap, Dancehall und Afrobeat auf den Mix-Teller.
Chalk Hands - The Line That Shapes the Coast of Us
Das Sophomore Release der britischen Kapelle zeichnet sich durch ausgefeilte melodische Riffs, raue Loud-Sad-Vocals und einen Wechsel zwischen zerbrechlichen Ambient-Momenten und kraftvollen Crescendi aus. Dieses Album ist im Grunde genommen ein emotionales Wettersystem. Es ist, als stünde man bei Sturm auf einer Klippe - in einem Moment wird man von einer zarten, schlingenden Gitarrenbrise umhüllt, und im nächsten wird man von einer Flutwelle verzerrter Katharsis überrollt. Es ist viszeral, zutiefst aufrichtig und der perfekte Soundtrack für Momente, in denen man sich in ein Kissen schreien möchte - allerdings auf eine sehr melodische, kunstvolle Art und Weise.
Chamber - This Is Goodbye...
Die amerikanische Combo mit ihrem neuesten Full-Length. Oft als "Psychotic Mosh Metal" bezeichnet - eine rasante Mischung aus Metallic Hardcore und Mathcore, die sich durch dissonante Akkorde, ungerade Taktarten und Blast Beats auszeichnet. Auf diesem Output werden mehr Experimente mit Clean Vocals und glitchy Electronica-Elemente.
Chaosaddiction - Kintsugi
Das portugiesische Outfit mit seinem neuesten Studiowerk. Eine energiegeladene Bombe des klassischen Groove Metal, welche Strukturen von Thrash Metal, Metallic Hardcore und Death Metal in seine Kompositionen einflechtet. Kompromislos wird das Tempo in den Songs gedrosselt, um am Ende wieder Fahrt aufzunehmen.
Charlie Puth - Whatever's Clever!
Der amerikanische Singer & Songwriter, Producer, Pianist und Sänger mit seinem neuesten Release. Der frischgebackene Vater macht mit diesem Werk einen Sprung vom "Cookie-Cutter-Pop" zu "Dad Rock". Eine Mischung aus Pop Rock, Yacht Rock, Synth Pop und Disco wird durch die Ohren geblasen und mit entsprechenden "Dad-Lyrics" und 80s Feeling versehen.
Charlotte Cornfield - Hurts Like Hell
Die kanadische Singer & Songwriterin mit ihrem neuesten Release. Das Album stellt einen wichtigen kreativen Wendepunkt dar und entstand nach der Geburt ihrer Tochter im Jahr 2023. Diese Erfahrung veränderte ihre Perspektive: Statt sich auf sich selbst zu konzentrieren, nahm sie nun einen abgesetzten Blickwinkel ein, was sich in den Texten widerspiegelt, die nun Figuren und Themen jenseits ihrer unmittelbaren Gedankenwelt beleuchten. Stillistisch werden Alternative Folk, Indie Folk, Folk Rock und Americana fusioniert und in den Fokus der lyrischen Untermalung gesetzt.
Chez Kane - Reckless
Die britische Singer & Songwriterin mit ihrem neuesten Studio-Album. Ein historische Reise in die 80er, als Rock immer melodischer und zugänglicher für die Radios und Arenen wurde. Stellt euch einen Sommer-Blockbuster aus dem Jahr 1989 in Audioform vor. Er ist explosiv, unapologetisch sexy und steckt voller mitreißender Hooks und Saxophon-Soli, die das Publikum in den Bann ziehen - so sehr, dass einem allein beim Zuhören die Haare um acht Zentimeter wachsen. Es ist ein energiegeladenes Fest aus Powerballaden und mitreißenden Hymnen.
Collin Sherman - Ouroborosuite
Der amerikanische Multi-Instrumentalist mit seinem neuesten One-Man-Ensemble Full-Length. In seinem Heimstudio überlagert er verschiedene Instrumente wie Holzblasinstrumente, Synthesizer und sogar Percussion-Klänge einer Schreibmaschine. Dieses Stück ist ein echter Denkanstoß. Mit dem Ouroboros (der Schlange, die ihren eigenen Schwanz frisst) als Metapher für die Vereinigten Staaten thematisiert die Musik politische Verzweiflung und den Kreislauf der Selbstzerstörung. Freut euch auf eine zum Nachdenken anregende Mischung aus hupenden und kreischenden Saxophonen, gepaart mit eindringlichen, synthlastigen Klanglandschaften - es ist der Soundtrack zu einer tiefgründigen, leicht beunruhigenden nächtlichen Kontemplation.
Courtney Barnett - Creature Of Habit
Die australische Formation mit ihrem neuesten Output. Die Founderin von Milk! Records bringt eine Fusion aus Slacker Rock, Indie Rock, Indie Folk und Art Rock unter die Massen. Barnett ist die Meisterin darin, das Alltägliche monumental wirken zu lassen. Dieses Album beschäftigt sich mit Schreibblockaden, Selbstzweifeln und dem beunruhigenden Gefühl, wenn man seine Gewohnheiten ändert. Es ist unbeholfen-cool, nachvollziehbar und überraschend fröhlich. In einem Moment ertrinkst du im Spülbecken, im nächsten bleibst du auf deiner Spur - es ist eine kluge, klirrende Gitarren-Pop-Umarmung für alle, die sich ein bisschen in ihrer Routine festgefahren fühlen.
Cruel Force - Haneda
Die deutsche Kapelle mit ihrem neuesten Longplayer. Die Kultband aus dem Untergrund hat sich 2022, nach einer 10 jährigen Pause, wiedervereint. Von ihren rauen und rohen Blackened Thrash Wurzeln haben sie sich ein wenig entfernt und gehen mehr in die Speed/Thrash Metal Richtung ihrer 80er Helden. Haneda ist ein Leitfaden des Old-School-Speed-Metal, der sich wie eine Zeitmaschine ins Jahr 1985 anfühlt. Es ist eine wilde und triumphale Reise voller Maschinengewehr-Riffs, Leder-und-Nieten-Energie und einem gewaltigen, neunminütigen Titeltrack, der den Kreis ihrer filmischen Erzählung schließt. Es ist das klangliche Äquivalent eines mit Stacheln besetzten Handschuhs, der einem ins Gesicht geschleudert wird.
Cry Club - High Voltage Anxiety
Das australische Outfit mit seinem neuesten Output. Sie verbinden die Dringlichkeit des klassischen Punk mit der ausgefeilten, schweißtreibenden Energie einer Rave-Party in einem Lagerhaus. Dies ist der Soundtrack für eine Fackel-und-Heugabel-Party der heutigen Zeit. Das Album, das sich mit Themen wie der Lebenshaltungskostenkrise und dem Festhalten an der Hoffnung mit geballter Faust auseinandersetzt, ist ein verwüstender Ausbruch aus Wut und Rhythmus. Es ist eingängig, es ist wütend und es ist wie geschaffen für alle, die sich durch eine Panikattacke tanzen wollen.
Cryptworm - Infectious Pathological Waste
Die britische Formaiton mit ihrem neuesten Full-Length. Reiner Old-School-Death-Metal und Gore-Grind. Ihr Sound ist von den fauligen und höhlenartigen Stilen des Extreme Metal der frühen 90er Jahre geprägt. So ekelhaft, wie der Titel vermuten lässt, ist dieses Album ein von Maden befallener Brocken Death-Metal-Verwesung. Mit Stücken wie Gallons of Molten Hominal Goo bietet es ein Schocktrauma aus gurgelndem Gesang und aufstürzender Gitarrenarbeit. Es ist hypnotisch, dreckig und hat einen krampfenden Schließmuskel, der nicht loslässt - ideal für Fans, die es mögen, wenn ihre Musik klingt, als würde sie verrotten.
CULT OF DOM KELLER - Unholy Drum
Neues? von der britischen Formation. Das Album wurde von Angus Andrew von Liars produziert, der der Band dabei half, ihren Sound zu dekonstruieren und in etwas Seltsameres und Unberechenbareres zu verwandeln. Diese Platte klingt wie eine gespenstische Wüsten-Rave-Party, die in einem kaputten Fernseher stattfindet. Sie ist rau, ein wenig paranoid und wunderbar unheilig. Das Wort Drum im Titel täuscht nicht - die Rhythmen sind schwer und hypnotisch, wie ein Puls, der dich nicht loslässt, bis du vollständig in ihrem schattenhaften Psychedelic-Rock-Sumpf versunken bist.
Dan Lucas - Age Is Just A Number
Der deutsche Rock-Veteran mit seinem neuesten Output. Sein Sound ist tief in der Rocktradition der späten 80er Jahre verwurzelt. Dieses Album hält genau das, was es verspricht: eine energiegeladene, lebensbejahende Hommage an den Rock’n’Roll, der sich einfach nicht zur Ruhe setzen will. Es ist rockig und melodisch und steckt voller pointierter Reflexionen über ein Leben auf Tour. Lucas’ Stimme ist kraftvoll wie eh und je und beweist, dass die Riffs ewig bleiben, auch wenn die Zeit vergeht. Es ist der perfekte Soundtrack für eine Autofahrt mit heruntergelassenen Fenstern und aufgedrehter Lautstärke.
Dance With the Dead - Malombra
Das amerikanische Duo mit seinem neuesten Longplayer. Das ist Horrorfilm-Energie in akustischer Form. "Malombra" ist eine gnadenlose, neongetränkte Fahrt, bei der rasante Gitarren auf pulsierende Basslinien treffen. Es fühlt sich an wie eine Verfolgungsjagd mit Höchstgeschwindigkeit durch eine gespenstische Spielhalle der 1980er Jahre - aggressiv, nostalgisch und absolut gewaltig.
Danya Pilchen, Kali Ensemble - Paper Braids
Die Kollaboration zwischen der ukrainischen Komponistin Danya Pilchen und dem niederländischen Kali Ensemble ist das Ergebnis einer vierjährigen Forschungsarbeit darüber, wie Klang mit bestimmten architektonischen Räumen interagiert. Ein Experiment welches Frequenzen von Experimental Electronica, Ambient Acoustic und Minimal Electronica zusammenführt. "Paper Braids" ist eine intellektuelle Reise, bei der durch den Einsatz von Pfeifenorgeln und akustischem Feedback ein Konzertsaal in ein lebendiges, atmendes Instrument verwandelt wird. Es ist akribisch und zerbrechlich - wenn man es auflegt, könnte man meinen, es passiere nichts, doch dann manifestiert sich langsam ein hoher, geisterhafter Ton, der sich um den Kopf schlingt. Es ist eine intellektuelle, meditative Erfahrung, die verlangt, dass man alles stehen und liegen lässt und einfach nur zuhört.
Dark Heart - Evolution
Nach dem die Band sich in den 2020er revitalisiert hat, bringen sie nun ihren neuesten Longplayer auf dem Mark. Obwohl ihre Wurzeln in der NWOBHM liegen, tendiert diese neue Ära eher zu ausgefeiltem Melodic Rock und Hard Rock. "Evolution" ist eine raffinierte und temperamentvolle Reise durch die schönsten Klangwelten des Classic Rock. Vom progigen Auftakt von "Light The Flame" bis zum bluesigen, stimmungsvollen "Cold Winter" zeigt das Album eine Band, die rohe Aggressivität gegen ausgereiftes Songwriting und mitreißende Refrains eingetauscht hat. Es ist eine mitreißende Erinnerung daran, dass Classic Rock nie aus der Mode kommt.
Dave Adewumi - The Flame Beneath the Silence
Der amerikanische Jazz Trompeter mit seinem Debüt als Band-Lead. Eine Live-Improvisation, welche die Welten zwischen zeitgenössischen und modernen Jazz verschwimmen lässt. Dieses Album ist intensiv und introspektiv und nutzt Stille als rhythmische Komponente, um ein Gefühl politischer und existenzieller Dringlichkeit zu erzeugen. Mit einem kraftvollen Trio, bestehend aus Joel Ross (Vibraphon) und Linda May Han Oh (Bass), schafft Adewumi eine klangliche Suite, die ebenso schön wie beunruhigend ist. Es ist intellektueller Jazz mit einem Kern, der die Seele offenbart.
Dave Brøns - The Fellowship
Der britische Gitarren-Virtuose mit seinem ersten Solo-Output, für welches er drei weitere Musiker/Musikerinnen um sich versammelt um ein Quartet zuschaffen. Eine fantasitische Auseinandersetzung mit Celtic Folk, Symphonic Rock und Progressive Rock. Dies ist eine filmische Odyssee, die Sie direkt nach Mittelerde entführen soll. Mit ätherischem Gesang, Uilleann Pipes und einem "100-köpfigen Chor" begleitet die Musik die Reise des Rings durch 15 Titel voller feuriger Gitarrenriffs und orchestraler Pracht. Es ist absurd unterhaltsam und perfekt für alle, die sich ihren Prog-Rock wie einen High-Fantasy-Blockbuster wünschen.
Dave Harringtonand, Tim Mislock - Isle of Palms
Die Kollaboration zwischen den amerikanischen Multi-Instrumentalisten und Producer Dave Harringtonand (DARKSIDE) und den amerikanischen Gitarristen Tim Mislock (ex-Antony and the Johnsons, ex-The Antlers) birgt einen experimentellen Exkurs durch Ambient, Avant-Garde Rock, Art Rock, Post Rock, Experimental Electronica, Indie Folk, Americana und Dark Jazz. "Isle of Palms" ist wie eine Gewichtsdecke für die Ohren. Es ist ein eindringliches, träumerisches Erlebnis, bei dem Harringtons charakteristische gletschergleiche Gitarrenklänge auf Mislocks zarte Klangtexturen treffen. Es fühlt sich weniger wie eine Sammlung von Songs an, sondern eher wie ein Spaziergang durch einen digitalen Wald im Morgengrauen - intim, ein wenig eindringlich und perfekt für den Moment, in dem man sich in seinem eigenen Wohnzimmer angenehm verloren fühlen möchte.
Dead Finks - New Plastik Abyss
Das australisch/neuseeländische Duo, welches sein neues Zuhause in Berlin gefundet hat und dies auch in seinen industriellen Sound wiederspiegelt. Dieses Album ist eine nervöse, farbenfrohe Explosion voller Selbstbewusstsein. Die Band tauscht einen Teil ihrer früheren Rauheit gegen schimmernde Gitarren und eingängige Pop-Songs ein und geht dabei mit unerschütterlicher Ehrlichkeit an schwere Themen wie Sucht heran. Es ist der Sound einer Band, die ihr offenherziges Zentrum findet, ohne dabei ihre Schärfe zu verlieren. Es ist perfekt chaotische Musik für einen Spaziergang durch eine neonbeleuchtete Stadt um 3 Uhr morgens.
Deadnate - Mosaic
Die dänische Formation mit ihrem neuesten Release. Die Band wandelt sich von Album zu Album und verrückt seinen Sound immer mehr weg vom Thrash hin zum Progressive Metal. Stell dir vor, ein Mathematikbuch würde Zähne bekommen und anfangen, Headbanging zu machen. "Mosaic ist ein Meisterwerk des kontrollierten Chaos - es hat diese wuchtigen Riffs im Gojira-Stil, die dich dazu bringen, gegen eine Wand zu schlagen, aber gleichzeitig genug atmosphärische Melodien, damit du dich dabei kultiviert fühlst. Es ist das musikalische Äquivalent eines Rubik-Würfels aus Granit.
Defacing God - Darkness Is My Crown
Das neueste Full-Length der dänischen Kapelle. Symphonischer Black Metal, welcher viele Einflüsse aus dem Death Metal mit in sich führt. Dieses Album gleicht einer nächtlichen Séance in einer Kathedrale, die langsam vom Wald zurückerobert wird. Es ist grandios, theatralisch und erschreckend rasant. Sandies Gesang klingt, als wäre er vom Grund eines verwunschenen Brunnens heraufgeschabt worden, und die symphonischen Klänge verleihen jedem einzelnen Titel die Atmosphäre einer Bösewicht-Entstehungsgeschichte.
Defying Decay - Synthetic Sympathy
Die Thailänder mit ihrem neuesten Release. "Hyper-Pop-Metal", der Metalcore und Nu-Metal mit der Energie des K-Pop und EDM-Elementen verbindet. Wenn es in einem Cyberpunk-Film einen Moshpit gäbe, wäre dies der Soundtrack dazu. Synthetic Sympathy ist ein neonbeleuchteter Fiebertraum, der ohne mit der Wimper zu zucken von eingängigen Pop-Hooks zu knochenerschütternden Breakdowns wechselt. Es ist laut, es ist glitzernd, und es ist wohl der größte Spaß, den man haben kann, während man die Struktur der Realität hinterfragt.
Den Der Hale - Larking About
Das schwedische Quintett mit seinem neuesten Output. Sie sind dafür bekannt, unkonventionelle Instrumente - wie einen riesigen, selbstgebauten Bass aus Stahldraht - einzusetzen, um unheimliche, atmosphärische Drones und No-Wave-Rhythmen zu erzeugen. Trotz des verspielten Titels ist Larking About nicht gerade ein Spaziergang im Park - es sei denn, dieser Park ist voller halluzinogener Pilze und von einem schleichenden Gefühl der Beklemmung erfüllt. Es ist minimalistisch, eisig und zutiefst atmosphärisch. Es ist die Art von Musik, bei der man sich auf positive Weise gefangen fühlt und in eine hypnotische, rhythmische Trance gezogen wird, die sich einzigartig schwedisch anfühlt.
Dermont Kennedy - The Weight of the Woods
Das neueste Release des irischen Singer & Songwriters. Eine Mischung aus Folk-Wurzeln, Pop und gefühlvollem Geschichtenerzählen. Dieses Album fühlt sich an wie ein langer, ehrlicher Spaziergang durch einen feuchten irischen Wald. Es tauscht einen Teil seines früheren Stadion-Pop-Glanzes gegen eine gelebte Akustik ein und enthält sogar Geräusche wie Wind, der durch Strommasten rauscht, und Schnee, der unter den Füßen knirscht. Es ist verletzlich, bodenständig und fängt das Gefühl von Hoffnung in der Dunkelheit perfekt ein.
Devil Electric - Tahlia
Die australische Doom-Kapelle mit ihrem neuesten Longplayer. "Tahlia" ist ein Meisterwerk des Riffs. Der Song ist stimmungsvoll, fesselnd und besticht durch den kraftvollen Gesang von Pierina O'Brien, die in einem einzigen Atemzug von einem rauchigen Knurren zu einem himmelhohen Schrei wechseln kann. Es ist ein langsamer Abstieg in die dunkleren Seiten des Lebens, der einem dennoch ein Gefühl der Stärke vermittelt.
Devils Cigarette - Meet Me On The Floor Tonight
Die schwedische Heavy-Formation mit ihrem neuesten Output. Wenn du einen richtigen Adrenalinkick brauchst, dann ist das hier genau das Richtige. Es ist laut, schnell und absolut kompromisslos. Die Produktion (verfeinert von Robert Pehrsson) bewahrt den rauen Garagen-Sound und schärft die Hooks gleichzeitig so sehr, dass sie fast schon wehtun. Es ist der Sound einer jungen Band, die sich in Echtzeit und bei voller Lautstärke ihren Weg bahnt.
Dionysiaque - La Tourbe Des Rêves
Die französischen Doomer mit ihrem neuesten Full-Length. Dieses Album fühlt sich an wie ein langsamer, bedächtiger Spaziergang durch einen nebelverhangenen Friedhof. Es ist torfig (wie der Titel schon andeutet) – dicht, organisch und zutiefst atmosphärisch. Es schafft es, zugleich erdrückend schwer und auf seltsame Weise schön zu sein, so als fände man eine einzelne blühende Blume in einem Feld aus Vulkanasche.
Divine Chaos - Hate Reactor
Die britische Kapelle mit ihrem neuesten Release. Eine Melange aus Thrash Metal und Technical Death Metal, welche progressive und aggressive Töne in sich bindet. Dieses Album ist im Grunde genommen eine kontrollierte Sprengung in musikalischer Form. Es ist schnell, technisch anspruchsvoll und klingt, als wäre es in einem brennenden Düsentriebwerk aufgenommen worden. Wenn du nach einem Soundtrack gesucht hast, zu dem du (natürlich auf verantwortungsvolle Weise) gegen eine Mauer schlagen kannst, dann ist Hate Reactor dein neuer bester Freund.
Dobrawa Czocher - State of Matter
Die polnische Cellisin und Komponistin mit ihrem neuesten Solo-Werk. Dieses Album ist eine lebendige, atmende Meditation. Es ist nicht einfach nur Cellomusik - es ist eine klangliche Erkundung von Wasser, Luft und festem Boden. Wenn man es hört, fühlt es sich an, als würde man in eine sehr teure, sehr schwere Wolldecke gehüllt sein, während man einen Sturm über dem Meer beobachtet. Es ist von eindringlicher Schönheit und wirkt zutiefst beruhigend.
DomJord - Morgonglöd
Das Solo-Projekt von Daniel Änghede (Crippled Black Phoenix, Venus Principle) mit seinem Full-Length. Es ist von der Elektronik der Berliner Schule der 70er Jahre und modernen cineastischen Klanglandschaften inspiriert. "Morgonglöd" bedeutet so viel wie "Morgenglühen", und die Musik macht ihrem Namen alle Ehre. Sie klingt, als würde die Sonne langsam über einem skandinavischen Kiefernwald aufgehen. Sie ist synthielastig, wirkt aber dennoch organisch und vermittelt eine verträumte Retro-Future-Stimmung, die perfekt für nächtliche Autofahrten oder den Kaffee am frühen Morgen ist.
Don Broco - Nightmare Tripping
Die britische Formation mit ihrem neuesten Output. Sie kreieren einen genreübergreifenden Sound, der Alternative Metal, Post-Hardcore, Funk und Electronica miteinander verbindet. Dieses Album ist ein grandioser Nu-Metal-Nachtclub-Fiebertraum. Es ist das Ergebnis, wenn man die Eingängigkeit einer Pop-Rock-Hymne mit heruntergestimmten Riffs und einem Paralyse-Dämon in einen Mixer wirft. Es schafft es, gleichzeitig völlig aus den Fugen geraten und akribisch ausgefeilt zu sein - perfekt, wenn man in Neonkleidung im Wohnzimmer einen Moshpit starten will.
Downstait - Marcy
Die amerikanische Combo mit ihrem neuesten Longplayer. Wenn du schon immer einmal das Gefühl erleben wolltest, eine Stadionrampe hinunterzulaufen, während 50.000 Menschen deinen Namen brüllen, dann ist dies das richtige Album für dich. Es ist pure, unverfälschte Main Event-Energie. Marcy liefert diesen typischen Downstait-Punch - es ist laut, es ist stolz und es ist darauf ausgelegt, dir das Gefühl zu geben, du könntest einen LKW im Bankdrücken stemmen.
Drayton Farley - A Heavy Duty Heart
Der amerikanische Singer & Songwriter mit seinem neusten Release. Dieses Album ist eine Meditation über Liebe und Risiko, die sich anfühlt wie ein langes, ehrliches Gespräch über die Verandabrüstung bei Sonnenuntergang. Es ist vom Leben gezeichnet, aber unglaublich aufrichtig. Farley versteckt sich nicht hinter Metaphern; er sagt einfach, wie es ist, und lässt einen durch seine Akustikgitarre und seinen rauen, die Seele offenlegenden Gesang jeden einzelnen Moment des Herzschmerzes und der Hoffnung spüren.
Dream Sitch - 3
"Dream Sitch" ist die Kollaboration zwischen den beiden amerikanischen Singer & Songwritern Michael Nau (Cotton Jones) und Seth Kauffman (Floating Action). "3" ist ein Meisterwerk der Fernchemie. Es ist luftig, sonnenverwöhnt und auf perfekte Weise ungeschliffen. Das Duo verwebt weiterhin entspannte Grooves und schimmernde Melodien, die an einen warmen, dunstigen Nachmittag erinnern, an dem niemand es eilig hat, irgendwohin zu gelangen.
Dry Socket - Self Defense Techniques
Das Outfit aus Portland mit seinem Sophomore Longplayer. Es verbindet klassische Hardcore-Aggressivität mit sehr persönlichen und politischen Erzählungen. Diese Platte ist weniger ein gewöhnliches Album als vielmehr eine 20-minütige Meisterklasse darüber, wie man in einer Welt überlebt, die ständig versucht, einen zum Schweigen zu bringen. Sie ist viszeral, aggressiv und absolut kompromisslos. Wenn du einen Soundtrack brauchst, um standhaft zu bleiben, während sich alles um dich herum zu zerfallen scheint, dann ist dies das Werkzeugset, nach dem du gesucht hast.
Dystopia - De Verboden Diepte II: De Weg Van De Meeste Weerstand
Die Niederländer mit ihrem neuesten Full-Length. Das ist Atmospheric Medieval Black Metal in seiner hartnäckigsten und kreativsten Form. Im Grunde handelt es sich um eine grandiose, 40-minütige nordische Saga, in der die Wikinger durch niederländische Avantgarde-Klänge und eine Trompete ersetzt werden. Es ist dramatisch, vielschichtig und klingt wie ein sehr intensives historisches Drama, in dem alle schreien und im Hintergrund dennoch irgendwie wunderschöne Melodien erklingen.
Dälek - Brilliance Of A Falling Moon
Das amerikanische Duo mit ihrem neuesten Output. Die Gruppe, bestehend aus MC dälek (Will Brooks) und Mike Mare, verbindet seit Jahrzehnten Hardcore-Hip-Hop mit Noise-, Drone- und Industrial-Elementen. Dälek sind zurück, um einer Welt, die sich zunehmend wie ein Fiebertraum anfühlt, eine Klangwand zu bieten. Es ist Industrial-Rap, der in Staub und Empörung geschmort wurde und zu etwas führt, das irgendwie zugleich karg und unglaublich dicht ist. Es ist die perfekte Musik, wenn man das Gewicht der Geschichte und die Dringlichkeit des Augenblicks auf einmal spüren will - und zwar laut.
EchoVerse - Fall Towards The Sky
Das amerikanische Quartett mit seinem Sophomore Lonplayer. Ihr Stil ist eine Mischung aus modernem Progressive Rock und Hard Rock mit einem starken, unverhohlenen christlichen Einfluss. Dieses Album ist wie eine spirituelle Bergbesteigung, verpackt in ein 52-minütiges Shred-Fest. Es enthält zehnminütige Epen, fette Riffs, die tatsächlich einen Sinn haben, und sogar einen Kuhglocken-Moment in einem Song über die zehn Plagen. Es schafft es, proggy zu sein, ohne dabei prätentiös zu wirken - perfekt, wenn man über das Universum nachdenken möchte, während man in der Küche Luftgitarre spielt.
Elmiene - Sounds for Someone
Der britische Singer & Songwriter Abdala Elamin mit seinem Debüt Full-Length. Dieses Album ist im Grunde eine 12-Track-Umarmung für die Seele. Es behandelt schwere Themen wie Trauer und Einsamkeit, doch Elmienes Stimme ist so „honigsüß“, dass man fast vergisst, dass man weint. Es ist der ultimative Soundtrack für eine Mitternachtsfahrt - raffiniert, unverfälscht und so geschmeidig, dass Seide im Vergleich dazu wie Sandpapier wirkt.
Emika - Fountain
Die tschechische Producerin, Komponistin und DJane mit ihrem Debüt. "Fountain" klingt genau so, wie der Name vermuten lässt: fließend, erfrischend und gelegentlich ein wenig tiefgründig. Es ist „immersive“ Musik, die sich anfühlt, als würde sie einen umhüllen, anstatt nur in die Ohren zu dringen. Ob sie nun veränderte Klaviere oder düstere Synth-Drones einsetzt - Emika erschafft eine Welt, die man nicht nur hört, sondern in der man lebt.
Emil Mark - Mellemtid
Der dänische Komponist und Producer mit seiner Debüt EP, das als "Organtronic" beschrieben wird und verspielte Melodien, gespielt auf ungenutzten Schul-Übungsorgeln, mit minimalistischen Wiederholungen und dem rhythmischen Schwung von Tanzmusik verbindet. Das ist nicht die Kirchenorgelmusik deiner Großmutter. Es ist eher so, als würde eine Pfeifenorgel auf eine Rave-Party gehen und die ganze Nacht mit einem Synthesizer fachsimpeln. Es ist detailverliebt, ein bisschen hypnotisch und überraschend eingängig - perfekt, wenn du das Gefühl haben willst, dich in einer rasanten Verfolgungsjagd durch eine sehr elegante, sehr alte Kathedrale zu befinden.
Emily Bowen - The Way She Says Goodbye
Das Sophomore Full-Length der amerikanischen Singer & Songwriterin. Bowen hat ein Händchen dafür, Herzschmerz wie ein filmisches Meisterwerk klingen zu lassen. Es ist verletzlich und ehrlich, besitzt aber dennoch genug durchschlagende Energie, um nicht nur eine weitere Sammlung trauriger Lieder zu sein. Es ist das musikalische Äquivalent eines perfekt inszenierten Coming-of-Age-Films - nostalgisch, wunderschön und zutiefst nachvollziehbar.
Enisum - Autumn Embrace
Die italienische Formation mit ihrem neuesten Output. Ihr Sound ist eine Mischung aus roher Intensität, introspektiven Melodien und von der Natur inspirierten Klanglandschaften, die zwischen Wildheit und Melancholie schwanken. Dieses Album anzuhören ist, als würde man sich während eines besonders stimmungsvollen Gewitters in einer italienischen Bergkette verirren. Es ist düster und beklemmend, aber auf seltsame Weise schön, und nutzt die Geräusche fallender Blätter und bewölkter Himmel, um die Stimmung zu untermalen. Es ist der ideale Soundtrack, um eine Kiefer intensiv anzustarren, während man über seinen Platz im Universum nachdenkt.
Fcukers - Ö
Das amerikanische Electro-Duo mit seinem Debüt Longplayer. Es ist eine energiegeladene Mischung aus 90er-Jahre-House-Nostalgie, UK Garage, Dub und Hip-Hop der 2000er Jahre. Wenn es einen definitiven Soundtrack für die Afterparty des Jahres 2026 gäbe, dann wäre es dieser. Es ist raue, DIY-Elektronik, die sich wie eine Collage aller coolen Club-Epochen seit den 90ern anfühlt. Der Track ist auf Big-Room-Potenzial ausgelegt, behält aber genug von dieser Lower-East-Side-Rauheit bei, sodass man sich eher wie auf einer geheimen Rave-Party in einem Lagerhaus fühlt als in einem Stadion.
Fetty Wap - Zavier
Der East-Coast Rapper ist wieder zurück. Dies ist Fetty Waps erstes Album seit seiner Entlassung aus dem Bundesgefängnis im Januar 2026. Das Album kehrt zu seinem charakteristischen melodischen Ignorant-R&B-Style zurück und verbindet eingängige Hooks mit unverfälschten, emotionalen Texten über seine jüngsten Lebenserfahrungen. Ein triumphales Comeback, das die Nostalgie der Trap-Queen-Ära, die wir so lieben, mit einer neu gewonnenen Reife verbindet. Es klingt buchstäblich nach Freiheit - luftig, beschwingt und voller dieses strahlenden Fetty-Wap-Lächelns.
Final Coil - 1994
Die neueste EP der amerikanischen Formation mit Graham Hopkins (ex-Therapy?) an den Drums. Das Album hebt sich von ihren üblichen komplexen Konzeptalben ab. Der Stil ist eine heftige und mitreißende Mischung aus Grunge, Punk und Metal. Diese EP ist ein Liebesbrief an das Jahr, in dem die Musik Phil Stiles gerettet hat. Sie ist wild, rau und unverhohlen nostalgisch. Es fühlt sich an, als hätte man eine verlorene Kassette aus der Blütezeit der Seattle-Szene wiedergefunden, allerdings mit modernem britischem Schwung. Es ist der perfekte kurze, heftige Adrenalinstoß, der die Fans über die Zeit bis zu ihrem nächsten großen progressiven Projekt hinweghilft.
Flatland Cavalry - Work of Heart
Das amerikanische Sextett mit seinem neuesten Longplayer. Als fester Bestandteil der texanischen Country- und Red-Dirt-Szene bringen sie ihre "Angenehm für die Ohren, tief im Herzen" Mischung aus Americana, Country-Roots und Folk mit markanten Geigen- und Banjoklängen unter die Massen. Dieses Album ist wie eine herzliche Umarmung von einem Typen mit Cowboyhut, der tatsächlich weiß, wie man seine Gefühle ausdrückt. Es ist Flatland in Reinkultur - eine perfekte Balance zwischen verspielten Fiddle-Jams und Texten, die einen dazu bringen, seine Mutter anzurufen. Es ist ausgeglichene Country-Musik, die keine Outlaw-Attitüde braucht, um cool zu sein; die Melodien leisten hier die ganze Arbeit.
Flea - Honora
Der legendäre Bassist von RHCP mit seinem Solo-Output, welches aus Eigenen und Re-Imaginary Kompositionen besteht. Dies ist ein jazzorientiertes Projekt, bei dem Flea sich auf die Trompete konzentriert, seine erste musikalische Liebe. Der Stil ist eine Mischung aus modernem Jazz, funkigen Grooves und atmosphärischen Ambient-Klängen. Wenn du "Under the Bridge" erwartet hast, aber mit mehr Slap-Bass, dann liegst du falsch - hier zeigt sich Flea von seiner coolen Beatnik-Seite. Mit dabei sind Thom Yorke und Nick Cave, die über vernebelte, seekranke Synthesizerklänge und avantgardistische Bläserparts schweben. Es ist eine Jazz Odyssey, die tatsächlich funktioniert und weniger wie das Hobby eines Stadion-Rockstars klingt, sondern eher wie eine Late-Night-Session in einer verrauchten kalifornischen Lounge der 1970er Jahre.
Flesh Planet - First Flesh
Das britische Quartett mit seiner Debüt EP. Der Stil bewegt sich zwischen psychedelischem Cyberpunk, Grunge und Industrial-Electronica. Er zeichnet sich durch intensive Bassriffs, kehlige Vocals und bissige gesellschaftspolitische Kommentare aus. Diese EP anzuhören ist, als würde man in einen Schwitzkasten genommen und in eine Lasershow hineingezogen. Es ist chaotisch, laut und fühlt sich an wie eine Tarantino-Filmreise, die in einer dystopischen Zukunft außer Kontrolle geraten ist. Es ist Musik, die unter die Haut geht - für alle, die ihren Rock so hören wollen, als wäre er in einem defekten Supercomputer aufgenommen worden: ehrlich, unmittelbar und wunderbar unberechenbar.
Foetorem - Incongruous Forms Of Evergrowing Rot
Kommt Brutal Death/Slam wieder zurück? Die niederländische Kapelle mit ihrem Debüt. Das ist purer, unverfälschter Slam/Brutal Death Metal, geprägt von kehligen Vocals, die wie ein verstopfter Abfluss klingen, hyperschnellem Schlagzeugspiel und Riffs, bei denen man sich fühlt, als würde man von einem langsam fahrenden Lkw überrollt. Der Titel lügt nicht - dieses Album klingt genau so, als würde irgendetwas in einem Keller verrotten. Es ist Steinzeitmusik für Leute, die im totalen Klangchaos ihre Ruhe finden. Wenn du Musik hören willst, bei der deine Lautsprecher das Gefühl haben, sie bräuchten eine gründliche Reinigung, dann ist das hier genau das Richtige. Es ist heavy, eklig und auf seine ganz eigene schmutzige Art technisch beeindruckend.
Foghazer - He Left The Temple
Das französische One-Man-Projekt mit seinem neuesten Output. Atmosphärischer/depressiver Black Metal im Lo-Fi-Stil, der von tiefer Melancholie geprägt ist und sich auf lange, dröhnende Gitarrenpassagen sowie eindringliche, ferne Schreie konzentriert, die ein Gefühl völliger Isolation hervorrufen. Das ist das musikalische Äquivalent dazu, 45 Minuten lang auf ein von Regentropfen übersätes Fenster zu starren und dabei über die eigenen Lebensentscheidungen nachzudenken. Es ist waldbewohnende Musik vom Feinsten - gespenstisch, kalt und überraschend beruhigend, wenn man Melodien mag, die in dichten, grauen Nebel gehüllt sind. Es ist weniger ein Konzert als vielmehr eine private Séance in einem kalten Raum.
Free Throw - Moments Before the Wind
Die amerikanische Formation mit ihrem neuesten Full-Length. Energiegeladener, mitreißender Midwest Emo, der funkelnde Math-Rock-Gitarren mit rauen, schreienden Vocals verbindet. Free Throw sind der Meister darin, das Gefühl, ein Chaos zu sein, wie eine Stadionhymne klingen zu lassen. Dieses Album ist eine Art Coming-of-Age-Platte für Leute, die zwar schon erwachsen sind, aber immer noch nicht so recht wissen, wo sie stehen. Es ist eingängig, befreiend und bietet genug Gitarrengeklimper, um deinen inneren Math-Rock-Nerd zu befriedigen, während du die Refrains laut mitsingst.
Fuzzing Nation - Mothertruck
Mit ihrem Debüt liefert das griechische Trio ein wüstengeprägter Sound, der seine Wurzeln im Heavy Rock der 70er Jahre und im modernen Stoner-Fuzz hat. Dieses Album fegt wie ein außer Kontrolle geratener Güterzug dahin, angetrieben von Benzin und purem Fuzz. Es ist die ultimative Highway-Musik - es klingt, als würde der Asphalt unter den Reifen schmelzen, während man mitten in der Wüste versucht, einer Legende davonzufahren. Wenn deine Autolautsprecher beim letzten Titel nicht nach verbranntem Gummi riechen, hast du es nicht laut genug aufgedreht.
Geof Whitely Project - Ashes of the Continental Heart
Das Projekt um den britischen Multi-Instrumentalisten Geof Whitely hält seinen Release-Zyklus, alle paar Monate ein neues Album, ein. Das neue Album umfasst Progressive Rock, Symphonic Rock, elektronische Klänge und instrumentale Texturen. Geof Whitely ist im Grunde genommen die Ein-Mann-Armee des britischen Prog. Mit "Ashes of the Continental Heart" setzt er seine Tradition des großformatigen, cineastischen Rocks fort, der sich anhört, als wäre er der Soundtrack zu einem verschollenen Science-Fiction-Epos der 70er Jahre. Das Album ist melodisch, meisterhaft komponiert und perfekt, wenn man einen Kontinent bereisen möchte, ohne tatsächlich den eigenen Lieblingssessel zu verlassen.
GLASSxTEETH - Whispers Heard Through Waiting Room Windows
Der amerikanische Producer und Multi-Instrumentalist "Rayce" mit seinem neuesten Longplayer. Eine Mischung aus Witch House, Glitch und postindustriellen Klängen, die sich durch verzerrte Synthesizer, zerhackte Vocals und ein überwältigendes Gefühl urbaner Isolation auszeichnet. Dieses Album klingt wie eine Panikattacke in einem neonbeleuchteten Krankenhausaufzug. Es ist nervös, unangenehm und auf seltsame Weise schön. Das Wartezimmer-Motiv trifft den Nagel auf den Kopf - es fängt dieses seltsame Gefühl der Schwebe ein, in dem man in einem Zwischenraum feststeckt, während das Gehirn auf Hochtouren läuft. Es ist perfekt, wenn man sich um 3 Uhr morgens beim Trinken eines Energy-Drinks etwas aufgedreht fühlen möchte.
Godsticks - Void
Das neueste Output der britischen Formation. Ein Werk welches Progressive Rock, Heavy Rock und Jazz Fusion fusioniert. "Void" ist eine absolute Riff-Maschine. Der Sound ist mathematisch genug, um einem den Kopf zu verdrehen, aber gleichzeitig so heavy, dass man am liebsten etwas zertrümmern würde. Es ist wie ein raffiniertes Puzzle aus Blei – komplex, schwer und unglaublich befriedigend, sobald man das Gesamtbild erkennt. Wenn du Prog magst, der richtig Biss hat, dann ist das hier deine neue Lieblingsplatte.
Golgothor - Grava Sutra
Die finnischen Death Metaller mit ihrem Debüt Longplayer. Tief verwurzelt in der Tradition des Old-School-Death-Metal, insbesondere in jenem düsteren und dröhnenden Stil, für den Finnland bekannt ist. Dieses Album ist im Grunde eine Führung durch eine sehr feuchte, sehr alte Krypta. Es ist sumpfiger Death Metal, der einem das Gefühl gibt, in den Schlamm gezogen zu werden. Trotz des klanglichen Drecks verbirgt sich in der Finsternis eine wirklich beeindruckende musikalische Leistung. Es ist die Art von Musik, die einen dazu bringt, sich lange Haare wachsen zu lassen, nur um den Kopf so lange im Windmill zu schütteln, bis er abfällt.
Good Riddance - Before The World Caves In
Die amerikanische Formation mit ihrem zehnten Longplayer in ihrer Discography. Mit ihrem aggressiven Songwriting und cathy Melodien, haben sie geholfen den Melodic Hardcore zu schleifen. Das ist nicht nur eine Sammlung von Songs, sondern ein 13-Track-Überlebensleitfaden für die heutige Zeit. Das Album ist überraschend bewusst und durchdachter als ihre früheren, rasanten Alben; es lässt Raum für düstere, dissonante Spannungen, liefert aber dennoch den energiegeladenen, mitreißenden Punk, den man erwartet. Es ist der perfekte Soundtrack, wenn man gegen das System ankämpfen will, aber auch einen richtig guten Refrain braucht, den man laut mitsingen kann.
Gordon Grdina, Russ Lossing - TURNPIKE
Die neueste Kollaboration zwischen den kanadischen Gitarristen und Oud-Spieler und den amerikanischen Jazz-Pianisten. Das Duo hat sich auf Avantgarde- und Progressive-Jazz spezialisiert, der die Grenzen zwischen Mainstream-Jazz, freier Improvisation und arabischer Klassik aufhebt. Ihre Zusammenarbeit ist dafür bekannt, dass sie Chaos und Turbulenzen mit Momenten stiller Besinnung in Einklang bringt. "TURNPIKE" zu hören ist wie eine nächtliche Autofahrt durch eine Stadt, deren Straßenbild sich ständig verändert. In einem Moment sind es verworren ineinander verschlungene Riffs, im nächsten flüsternde Dialoge aus dem Weltraum. Es ist raffiniert, ein wenig verwirrend und absolut brillant für alle, die ihren Jazz mit ein wenig Bad-Cop-Energie und viel technischer Seele mögen.
Grain Of Pain - Behind Us All
Das finnische Outfit mit seinem Sophomore Longplayer. Die Band liefert eine kraftvolle Mischung aus melodischem Doom- und Death-Metal. Dieses Album ist wie ein langer, kalter Spaziergang durch einen finnischen Wald, bei dem man schließlich genau das findet, wonach man gesucht hat. Es behandelt die schweren Themen - Lebensentscheidungen, das Älterwerden und das Loslassen alter Träume -, hüllt sie jedoch in derart eindringlich schöne Melodien und überwältigende Riffs, dass es sich eher wie eine Katharsis anfühlt als wie eine deprimierende Angelegenheit. Es ist emotional mitreißender Doom, der beweist, dass man gleichzeitig heavy und verletzlich sein kann.
Growth - Under The Under
Die australische Formation mit ihrem Sophomore Full-Length. "Growth" hat sich auf einen beklemmenden, monolithischen Stil des Progressive Death Metal spezialisiert. Dieses Album ist der zweite Teil einer geplanten Trilogie, die sich mit der erschütternden Reise durch Trauma und Genesung befasst. Dieses Album ist das musikalische Äquivalent zum Versuch, sein Haus wieder aufzubauen, während es noch von einem Hurrikan heimgesucht wird. Es ist Musik, die unter dem absoluten Tiefpunkt liegt - dicht, beunruhigend und gelegentlich gewalttätig -, doch sie findet Schönheit im Wiederaufbau. Es ist ein 50-minütiger Eintauch in die Würde des Leidens, der einen erschöpft, aber seltsamerweise voller Hoffnung zurücklässt.
Half A Band - Moody Weather
Das französische Solo-Projekt vom Multi-Instrumentalist Olivier Bonneau mit seinem neuesten Longplayer. Eine eigenwillige, intime Mischung aus Art-Rock, Progressive Pop und Indie-Folk, die sich durch üppige Keyboardklänge und vielschichtige Gesangsharmonien auszeichnet. Wenn du schon immer mal ein Ein-Mann-Orchester hören wolltest, das in einem Besenkammer aufgenommen wurde, dann ist das genau das Richtige für dich. Es ist Musik für Regentage, die aber gar nicht deprimierend ist - es ist eher so, als würde man mit einer Tasse Tee hinter einem warmen Fenster einen Sturm beobachten. Sie ist melodisch, ein bisschen schräg und der Beweis dafür, dass man kein volles Stadion braucht, um einen Kino-Sound zu erzeugen.
HEAVEN.EXE - Erase Me
Ein weiteres Bindeglied in der Sameness. "Erase Me" ist wie ein digitaler Liebeskummer, der sich in einer Endlosschleife befindet. Es ist der perfekte Soundtrack für das nächtliche Stöbern in alten Fotos oder einen Spaziergang durch die Stadt um 2 Uhr morgens. Der Song schafft eine Balance zwischen eingängigen, hymnischen Refrains und einem düsteren Unterton, der sich wie ein Fehler in der Simulation anfühlt - stimmungsvoll, modern und absolut fesselnd.
Heavy Metal Shrapnel - Heavy Metal Hairspray
Das Projekt um den amerikanischen Gitarristen Andrew Lee, welches als Hommage an den Shrapnel Records Katalog entstanden ist. Eine Vollgas-Hommage an den US-Power-Metal der 1980er Jahre und den neoklassischen Shred. Schnapp dir dein Spandex und deine stärkste Sprühdose! Heavy Metal Hairspray ist ein knallharter, gnadenloser Shred-Bomb-Liebesbrief an die Ära, in der Gitarrensoli Pflicht waren und die Haare eine Brandgefahr darstellten. Es ist Shred für Leute, die sich normalerweise nicht für Shred interessieren - es hat echte Ohrwürmer, knallharte Riffs und Mark Boals, der Töne trifft, die wahrscheinlich nur Hunde und legendäre Gitarristen hören können.
Hedge - Freeze Frame High Five
Das amerikanische Trio mit seinem neuesten Longplayer. Eine raue, rasante Variante des Pop-Punk. Im Gegensatz zur glatten und ausgefeilten Variante ist ihr Sound rauh und unverfälscht, mit lauten Gitarren und mitreißenden Hooks. Diese EP ist im Grunde ein neunminütiger Koffeinkick. Es ist schnörkelloser Punk, der klingt, als wäre er in einer Garage von drei Jungs aufgenommen worden, die die 90er Jahre wirklich vermissen. Sie ist kurz, knackig und ehrlich - perfekt, wenn man sich wieder wie ein Teenager fühlen möchte, aber nur zehn Minuten Zeit hat, bevor das nächste Meeting beginnt.
Helgafell - Chronicles
Die britische Kapelle mit ihrem neuesten Output. Atmosphärischer Pagan Black Metal, der kollektives Gedächtnis und kulturelles Erbe in den Vordergrund stellt. Wenn man Chronicles hört, fühlt man sich auf ein mittelalterliches Schlachtfeld versetzt, das zudem auf seltsame Weise sehr kalt wirkt. Es ist episch im Sinne von Blut und Schweiß und nutzt die rohe Kraft des Black Metal, um Geschichten von toten Königen zu erzählen. Es ist der ideale Soundtrack, um auf eine neblige Landschaft zu blicken und dabei über den Aufstieg und Fall von Imperien nachzudenken.
Hellripper - Coronach
Die Schotten mit ihrem neuesten Release. Sie bieten eine energiegeladene Mischung aus Speed Metal, Thrash und melodischem Black Metal. Hellripper haben offiziell den Thron des Speed Metal bestiegen. Dieses Album ist ein Blakk Satanik Fvkkstorm aus Riffs, die wie ein Blitz einschlagen. Es hat einfach alles: galoppierende Drums, höllischen Glanz und sogar einen neunminütigen Titeltrack, der beweist, dass man „grandios“ Metal spielen kann, ohne dabei die rohe Aggression zu verlieren. Alle grüßen die Ziege!
Hexenhorde - Sempiternal Witchery
Das deutsche Black Metal Outfit mit seinem neuesten Longplayer. Geprägt von eisigem Tremolo-Picking, Blast Beats und einem starken Fokus auf hexenhafte Gesangskreischlaute und rituelle Klanglandschaften. Diese Platte ist ein absolutes Kraftpaket mit Coven-Vibe. Sie ist schnell genug, um dir den Kopf wegzublasen, enthält aber genug unheimliche Keyboard-Klänge, dass du das Gefühl bekommst, von etwas im Wald beobachtet zu werden. Sie ist unerbittlich, unheilig und genau das, was du spielen willst, wenn du dich in Bezug auf den Mond besonders dramatisch fühlst.
Hi Mum - Ghostwood
Das Debüt des europäischen Kollektives. Eine Mischung aus Indie-Rock und Shoegaze, die sich durch verzerrte Gitarren, Grooves im mittleren Tempo und eine Ästhetik im Stil von Indie-Film-Romantik auszeichnet. "Ghostwood" ist der ultimative Soundtrack für einen Spaziergang durch einen nebligen Park. Er ist melodisch, wunderschön produziert und enthält gerade genug Gitarrenverzerrung, um spannend zu bleiben, ohne dabei sein emotionales Herz zu verlieren. Er ist frisch, originell und einfach wunderschön - perfekt für alle, die ihren Pop gerne mit einer Prise Feedback genießen.
Highgate - Prophecies Of Eternal Horror
Die amerikanische Kapelle mit ihrem neuesten Output. Sie haben sich auf Sludge Metal und Funeral Doom spezialisiert und liefern einen Sound, der als tief und düster beschrieben wird. Dieses Album ist wie eine Führung durch eine sehr feuchte, uralte Krypta, die langsam in einen Sumpf versinkt. Es behandelt schwere Themen wie Kriegsgräuel und Klassenkampf, tut dies jedoch durch eine Klangwand, die so dicht ist, dass man sie wahrscheinlich als Isolierung verwenden könnte. Es ist Steinzeitmusik für Menschen, die im totalen Klangchaos Frieden finden - man sollte sich nur darauf einstellen, dass die Lautsprecher danach eine gründliche Reinigung benötigen.
Hikes - Winnower
Das Debüt Full-Length der amerikanischen Band. "Hikes" sind bekannt für ihren super math-y und melodischen Sound und verbinden Math-Rock, Prog und Indie-Pop. "Winnower" ist das musikalische Äquivalent eines komplexen, wunderschönen Puzzles, das tatsächlich Gefühle weckt. Es bietet all die funkelnden Gitarrenklänge, die man sich nur wünschen kann, wird aber von einer enormen Herzlichkeit getragen. Es ist grooviger als ihre früheren Werke und greift gelegentlich auf Rhythmen im Drum-&-Bass-Stil zurück, die einen zum Tanzen bringen, während man über das Universum nachdenkt.
Hit Like a Girl - Burning At Both Ends
Das amerikanische Kollektiv um die Singer & Songwriterin Nicolle Maroulis mit seinem neuesten Longplayer. Eine Mischung aus Emo, Indie-Punk und Alternative Rock. Dieses Album ist wie ein energiegeladener Tagebucheintrag vor dem Hintergrund verzerrter Gitarren und mitreißender Refrains. Es ist ein mutiger Schritt nach vorn, der die für das Projekt typische Verletzlichkeit mit einer neu gewonnenen klanglichen Kraft in Einklang bringt. Es ist der perfekte Soundtrack für eine lange Autofahrt, bei der man sich gleichzeitig ein wenig existentiell und unglaublich gestärkt fühlen möchte.
Hollie Kenniff - For Those Who Stay
Die kanadische Singer & Songwriterin und Pianistin mit ihrem neuesten Studioalbum. Dieses Album ist ein traumhaftes Refugium. Mit verwaschenen Synthesizerklängen und idyllischen Gesangsfloskeln schafft Kenniff eine Landschaft von stiller Schönheit. Es ist zutiefst emotional und heiter - die Art von Musik, die dazu einlädt, innezuhalten, durchzuatmen und die eigenen „inneren Landschaften“ zu erkunden.
Holy Fuck - Event Beat
Das kanadische Quartett mit seinem neuesten Full-Length. Sie verwenden Trödelinstrumente wie Spielzeugkeyboards, Filmsynchronisatoren und Spielzeug-Phaser-Pistolen. Ihr Stil ist eine Mischung aus Electronica, Dance-Punk und Krautrock. Stellt euch vor, ein Roboter würde versuchen, in einem Science-Fiction-Film aus den 1970er Jahren einen Nachtclub zu bauen - und zwar nur mit Ersatzteilen vom Schrottplatz. "Event Beat" ist auf die bestmögliche Art hypnotisch und chaotisch. Es bewegt sich auf einem faszinierenden Drahtseil zwischen knallhartem Noise und groovigem Synth-Funk. Die Lead-Single "Evie" sticht besonders hervor, mit einer Basslinie, die sich anhört, als würde sie aus dem Erdinneren gespielt.
Intoxicated - The Dome
Die Veteranen im Florida Death mit ihrem dritten Werk in ihrer Discography. Wenn du das goldene Zeitalter des Florida-Death-Metal vermisst, ist dies deine neue Lieblingsplatte. Sie ist unverhohlen Old School und direkte Musik, um Schädel einzuschlagen. Tracks wie "War Club" sind gewalttätige Metaphern für gesellschaftliche Frustration, präsentiert durch eine bissige Produktion und Gitarrenmuster im Spiritual-Healing-Stil. Es ist schnell, bösartig und klingt, als wäre es aus einer Zeitkapsel von 1991 ausgegraben worden, die in einem Sumpf vergraben war.
Iron Slug - Deceit And Misery
Das Debüt der britischen Formation. Sie spielen eine gnadenlose Mischung aus britischem Doom- und Sludge-Metal, deren Schwerpunkt auf tiefen, langsamen und bedrückenden Riffs liegt. Dieses Album ist ein Brocken unerbittlicher Melancholie. Es ist dicht, rau und fühlt sich an, als würde man langsam von einem sehr schweren, sehr traurigen Felsen zerquetscht. Obwohl sie nur zu zweit sind, erzeugen sie eine gewaltige Klangwand, die deine volle Aufmerksamkeit fordert - perfekt für jene Tage, an denen man einfach nur ins Leere starren und im Halb-Tempo headbangen möchte.
Irreversible Entanglements - Future Present Past
Das amerikanische Free-Jazz-Kollektiv um den Poeten Camae Ayewa mit seinem neuesten Output. Eine kraftvolle Mischung aus Spiritual Jazz, Free Jazz und Spoken-Word-Poesie. Das ist nicht nur Musik, sondern ein Kampfruf. Das im historischen Van Gelder Studio aufgenommene Album wirkt wie ein Dialog zwischen überlieferter Weisheit und zukünftigen Möglichkeiten. Es schafft einen Ausgleich zwischen Momenten ungefilterter Wut und einem tiefen, beflügelnden Gefühl der Sinnhaftigkeit. Es ist komplex, mitreißend und darauf ausgelegt, dich inmitten des Chaos der modernen Welt auf eine höhere Schwingungsebene zu bringen.
Jasper Høiby - Conversations of Hope
Der dänische Jazz-Bassist mit seinem neuesten Output, welches im Grunde seinem "3Elements" Trio zu zuweisen ist. Wenn du glaubst, dass Klaviertrios nur als Hintergrundmusik beim Abendessen taugen, wird dieses Album deine Meinung ändern. Es ist ein packender Abschluss einer Trilogie, die sich weniger wie ein Konzert anfühlt, sondern eher wie eine rasante Verfolgungsjagd durch einen Wald aus Rhythmen. Der Titelsong ist eine Meisterleistung darin, wie drei Menschen die musikalischen Sätze des anderen zu Ende führen können, ohne sich dabei jemals auf die Füße zu treten.
Jean-Pierre Como, Javier Girotto - Parfum d'Azur
Die Kollaboration zwischen den französischen Jazz-Pianisten Jean-Pierre Como und den argentinischen Jazz-Saxophonisten Javier Girotto verbindet modernen Jazz, mediterrane Lyrik und vom Tango beeinflusste Volksmusik. Der Titel bedeutet übersetzt "Duft des Azurblauen" und duftet genau wie ein Sonnenuntergang an der französischen Riviera. Es ist eine seltene Mischung aus Süße und Ausdruckskraft, in der Saxophon und Klavier scheinbar im Einklang atmen. Es ist die Art von Musik, die Lust macht, in einer Gasse mit Kopfsteinpflaster an einem Espresso zu nippen und dabei an eine längst verlorene Liebe zu denken.
José González - Against The Dying Of The Light
Der schwedische Gitarren-Virtuose mit seinem neuesten Longplayer. Eine minimalistische und doch üppige Mischung aus Indie-Folk und Chamber Pop. Das Album, dessen Titel auf das berühmte Gedicht von Dylan Thomas zurückgeht, ist ein Sammelpunkt für den universellen Chor. Auch wenn es wie eine gemütliche Lagerfeuerstunde klingt, singt González in Wirklichkeit über die existenziellen Bedrohungen durch künstliche Intelligenz und menschlichen Tribalismus. Es ist ein Trojanisches Pferd unter den Alben: Es lockt einen mit wunderschönen, sonnendurchfluteten Melodien an und konfrontiert einen dann mit tiefgründiger Moralphilosophie. Es ist sowohl ein Protestalbum als auch eine herzliche Umarmung.
Justine Skye - Candy
Der amerikanische Singer & Songwriterin mit ihrer neuesten EP. Diese EP markiert einen Wandel hin zu tanzbarem R&B, der House, Funk und clubtaugliche Energie miteinander verbindet. Das ist Justine Skye, die in ihre bisher schönste Phase eintritt. Die von Künstlern wie Kaytranada produzierte und mit Daniel Caesar besetzte EP ist ein unbeschwerter Soundtrack für die späten Abendstunden. Die Lead-Single "Thong" ist ein hypnotischer Höhepunkt, der sich wie eine warme, neonbeleuchtete Tanzfläche anfühlt. Es ist die Art von Platte, bei der man sich vom ersten Beat an sexy und frei fühlt.
Kali Malone, Leila Bordreuil - Music for Intersecting Planes
Die Kollaboration zwischen der schwedischen Organistin und Komponistin Kali Malone und der amerikanischen Cellistin Leila Bordreuil birgt ein Melange aus Drone, Modern Classical, and Experimental. Dieses Album ist meditativ und regt zum Nachdenken an. Es wurde bei Kerzenschein aufgenommen und fängt die Resonanz von Orgelklängen und Cello-Feedback ein, die in einem alten Steingebäude aufeinanderprallen. Es ist langsam, gewaltig und bietet Hörern, die sich gerne in klanglicher Architektur verlieren, ein tiefes Hörerlebnis.
Kerrigan - Wayfarer
Das deutsche Duo mit seinem Sophomore Full-Length. Mit Schwerpunkt auf der New Wave of Traditional Heavy Metal (NWOTHM) und stark beeinflusst vom klassischen Speed Metal der 80er Jahre und der frühen NWOBHM. Wenn ihr kompromisslosen Heavy Metal sucht, der sich nicht den Kopf zerbricht, dann seid ihr hier genau richtig. "Wayfarer" ist eine Sammlung eingängiger Hauptriffs und Headbanger-Hymnen wie "Blood and Steel". Es ist ein vielseitiger Schritt nach vorne für die Band, die es schafft, sowohl nostalgisch als auch modern zu klingen – wie eine Jeansjacke, die nie aus der Mode kommt.
King Tuff - Moo
Der amerikanische Singer & Songwriter Kyle Thomas mit seinem neuesten Longplayer unter "King Tuff". Mit "MOO" kehrt er zu seinen glamourösen Garage-Rock-Wurzeln zurück. Aufgenommen auf demselben Tascam-388-Bandgerät wie sein Debüt, wirkt dieses Album lebendig und unkonzentriert. Es ist ein Gemälde oder eine Collage aus verzerrten Gitarren und fröhlichen Melodien, am besten verkörpert durch die Single "Twisted on a Train". Es ist schräg, es ist knackig, und es ist wohl das „härteste“, was er seit Jahren gemacht hat.
Konradsen - Hunt, Gather
Das norwegische Duo, bestehend aus Jenny Marie Sabel (Gesang, Piano) und Eirik Vildgren (Multi-Instrumentalist), mit seinem neuesten Studioalbum. Eine fein abgestimmte Mischung aus Indie-Folk, Ambient Soul und minimalistischer Elektronik, die oft mit den ätherischen Klanglandschaften von Sigur Rós oder dem intimen Folk von Bon Iver verglichen wird. Dieses Album fühlt sich an wie ein langer, tiefer Atemzug in einem stillen Wald. Aufgenommen in provisorischen Studios - von verschneiten Wohnzimmern in Dörfern bis hin zu gemütlichen Lofts in der Stadt - ist es eine atemberaubend persönliche Sammlung, die das stille Chaos des Elternseins und des Alltags erkundet. Mit Gastauftritten von Bruce Hornsby und Angie McMahon ist es das musikalische Äquivalent zu einem warmen Wollpullover und einer Tasse Tee an einem regnerischen Dienstag.
Krooked Kings - In Another Life
Das amerikanische Quintett mit ihrem neuesten Output. Eine Mischung aus grungigem Gitarrenrock und gefühlvollem Indie-Pop, die Einflüsse von Bands wie The Strokes und Phoenix aufgreift und dabei eine unverfälschte, menschliche Note bewahrt. Wenn du dich jemals zwischen dem, wer du warst, und dem, wer du wirst, gefangen gefühlt hast, ist dies dein Soundtrack. Produziert von Yves Rothman (der bereits mit Blondshell und Yves Tumor zusammengearbeitet hat), tauscht "In Another Life" internettypische Spielereien gegen aussagekräftiges Storytelling und emotionale Dringlichkeit ein. Es ist eine mutige nächste Phase für die Band, die sich sowohl wie ein rasantes Roadtrip als auch wie ein offenes Gespräch spät in der Nacht anfühlt.
Kyle Falconer - Lovely Night of Terror
Das neueste Studio-Werk des schottischen Singer & Songwriters. Eine furchtlose Weiterentwicklung von Chamber Pop, Indie-Soul und rauem Akustik-Folk. Dies ist ein wegweisendes Soloalbum, das sich zwischen zwei Welten zu bewegen scheint: einer von Kollaborationen geprägten ersten Hälfte voller sonnenverwöhntem Schimmer (mit Peter Doherty und Jamie Webster) und einer verletzlichen zweiten Hälfte, in der seine schottische Seele wahrhaftig zum Vorschein kommt. Es ist ein ambitioniertes Konzeptalbum, das Indie-Rauheit mit schimmernden Grooves in Einklang bringt und beweist, dass Falconer auch nach Jahrzehnten im Geschäft noch jede Menge unverfälschte Ehrlichkeit zu bieten hat.
Këkht Aräkh - Morning Star
Das Soloprojekt von Dmitry (Crying Orc), ist eine der führenden Figuren der romantischen Lo-Fi-Black-Metal-Szene. Sein Stil verbindet rohen, depressiven Black Metal mit zarten Ambient-, Slowcore- und Klavier-Zwischenspielen. Wenn du dich schon immer einmal wie ein melancholischer Vampir fühlen wolltest, der 1994 durch einen verschneiten Wald streift, dann ist dies genau das richtige Album für dich. Es ist Spaß für schlechte Zeiten. "Morning Star" schafft es, zugleich wild und zerbrechlich zu sein, und bietet eine überraschende Zusammenarbeit mit Bladee auf dem Track "Eternal Martyr". Es ist Lo-Fi, kalt und seltsam schön - wie eine verwunschene VHS-Kassette, die man auf dem Dachboden gefunden hat.
Lansdowne - Wish You Well
Die amerikanischen Veteranen mit ihrem neuesten Studioalbum. Sie spielen energiegeladenen modernen Hardrock und Alternative Metal. Das ist Rock im Arena-Format mit einem Herz aus Gold. Das Album ist um die drei Säulen der körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit herum aufgebaut. Titel wie "Rescue" und "Release Me" sind absolute Kraftpakete, die mit treibenden Gitarren und unverfälschter Ehrlichkeit schwere Themen wie psychische Probleme angehen. Es ist der perfekte Soundtrack, um ins Fitnessstudio zu gehen oder mit heruntergelassenen Fenstern schnell durch die Gegend zu fahren, während man über ein großes Comeback im Leben nachdenkt.
Lauren Auder - Whole World as Vigil
Der britische Singer & Songwriter mit seinem Sophomore Full-Length. Er ist vor allem für ihren "Orchestral Pop" bekannt, der klassische, experimentelle und Emo-Elemente miteinander verbindet. Eine psychedelische Erfahrung, entstanden in einer Zeit intensiver persönlicher Veränderungen. Es ist eine üppige, hochauflösende Erkundung von Schönheit und Paranoia. Die Single "Praxis" verwendet sogar das Sample einer Bohrmaschine, die sich durch Metall bohrt, um ihre Industrial-Pop-Intensität zu unterstreichen. Es ist seltsam, hypnotisch und zutiefst filmisch - die Art von Musik, die einem das Gefühl gibt, der eigene Alltag würde von einem Avantgarde-Filmemacher inszeniert.
Life Cycles - No One Escapes Death
Die amerikanische Formation mit ihrer neuesten EP. Eine moderne Form des Crossover, welche Hardcore Punk und Thrash Metal fusioniert. Diese EP ist wie ein Güterzug ohne Bremsen. Sie ist laut, aggressiv und beschäftigt sich mit Themen wie dem verhängnisvollen Weg der Begierde und der Illusion. Wenn ihr euch die Trommelfelle von scharfen Riffs und Gastsoli von Metal-Größen durchrütteln lassen wollt, hat diese texanische Truppe den perfekten Soundtrack für einen kontrollierten Aufruhr abgeliefert.
Lili Refrain - Nagalite
Die italienische Multi-Instrumentalistin und Producerin mit ihrem neuesten Release. Es vereint Elemente aus Minimalismus, Folk, Psychedelic, Metal und Oper. "Nagalite" ist nicht nur ein Album, sondern ein alchemistisches Ritual. Indem sie das Symbol der Naga (der heiligen Schlange) nutzt, um Transformation und Metamorphose zu erforschen, schafft Lili eine tribale Trance, die sich zugleich uralt und futuristisch anfühlt. Es ist eindringlich, wortlos und zutiefst spirituell - perfekt, wenn man der Realität entfliehen möchte, ohne die Couch zu verlassen.
Lion's Share - Inferno
Das schwedische Heavy Powerhouse mit seinem neuesten Output. Was für ein Comeback! Nach fast zwei Jahrzehnten kehrt Lion’s Share mit Feuer in den Adern zurück. "Inferno" hält genau das, was der Titel verspricht: ein feuriges, riffgeladenes Statement, das beweist, dass man das Rad nicht neu erfinden muss, wenn man bereits beherrscht, wie man es dazu bringt, alles auf seinem Weg zu zermalmen. Es ist unverhohlen klassisch, laut und unglaublich fokussiert.
little image - KILL THE GHOST
Die amerikanische Formation mit ihrem neuesten Longplayer. Indie-Rock-Wurzeln, kombiniert mit einer ausgefeilten Pop-Produktion. Dieses Album ist eine Stimmung. Es ist eine Hymne an den menschlichen Geist, der gegen seinen eigenen Widerstand kämpft - gegen den Geist, der uns zurückhält. Es ist raffiniert, düster und verletzlich zugleich. Wenn du Popmusik mit einer Prise existenzieller Selbstreflexion und eingängigen Hooks magst, die im Gedächtnis haften bleiben, dann ist dies deine neue Obsession.
Lo Rays - RE:BIRTH SEQUENCE
Die Debüt EP der schottischen Kapelle. Selbsternannter "Postapokalyptischer Pop-Metal", welcher ein wilder Mix aus Alternative Metal, Djent, Progressive Metal, Mathcore, Electricore und Pop. Diese EP ist eine glitchige, synkopierte Reise durch eine neonbeleuchtete Ödnis. Sie bietet mitreißende Dance-Tracks, unterlegt mit melancholischen Texten - genau die Art von Musik, bei der man tanzen möchte, während man über den Zusammenbruch der Gesellschaft nachdenkt. Sie ist futuristisch, rau und schafft es, die Kluft zwischen einem schweißtreibenden Moshpit und einer Underground-Techno-Party zu überbrücken.
Lomi, Dornen - A Sudden Burst Of Noise
Eine experimentelle elektronische Kollaboration, die Architektur als kompositorisches Element behandelt. Das Album nutzt unverarbeitete, vertont Pulsardaten sowie Feldaufnahmen von einem Radioteleskop in der Eifel. Wenn du dich jemals gefragt hast, wie ein rotierender Stern klingt, wenn er durch ein deutsches Radioteleskop gefiltert wird, findest du hier die Antwort. Es ist eine berauschende, rhythmische Erkundung, bei der Rotation zum Rhythmus wird. Es ist klangliche Architektur im wahrsten Sinne des Wortes - perfekt, um das Gefühl zu haben, durch eine Betonkathedrale im Weltraum zu schweben.
Lone - Hyperfantasia
Der Brite Matt Cutler kehrt nach fünf Jahren mit einem Projekt zurück, das er als Popmusik aus einer anderen Dimension bezeichnet. Es umfasst Hardcore-Rave, House, Ambient und psychedelische Electronica der frühen 90er Jahre. Dieses Album ist ein synthetischer Spiegelkabinett-Rausch. Es ist auf die bestmögliche Art und Weise unberechenbar und selbstverliebt und dreht jeden Stil, den Lone jemals ausprobiert hat, auf die volle Lautstärke. Es ist strahlend, zuckersüß und trifft mit der Wucht einer illegalen Warehouse-Party von 1992, aber mit dem hochauflösenden Schliff von 2026.
Loreen - Wildfire
Die zweifache Eurovision-Gewinnerin kehrt mit ihrem ersten Studioalbum seit fast einem Jahrzehnt zurück, auf dem sie unverfälschte emotionale Ehrlichkeit mit cineastischem Pop verbindet. Loreen singt nicht einfach nur; sie zieht die Zuhörer in ihren Bann. "Wildfire" ist eine furchtlose, weitreichende Reise durch Verletzlichkeit und Wahrheit. Angetrieben von hypnotischen Club-Beats und ihrer kraftvollen, überirdisch anmutenden Stimme ist es genau die Art von Album, die Lust macht, sich durch eine spirituelle Krise zu tanzen.
Love Ghost - Anarchy And Ashes
Die amerikanische Formation mit ihrer neuesten EP und ein weiterer Vertreter im "Post-Apocalyptic Pop-Metal", welches durch Instagram groß geworden ist. Eine raue Mischung aus Grunge, Emo und Industrial Rock. Diese EP ist ein harter und hymnischer Aufruhr. Sie bietet schwere Riffs, raue Elektronik und einen unbändigen Rebellengeist. Sie wirkt wie ein gotisch-romantisches Ritual für die Missverstandenen, das zerbrochene Heiligenscheine mit stadiontauglichen Hooks verbindet, die dazu auffordern, sich gegen das System aufzulehnen.
Luis Berra - A Piano Won't Fix Your Tormented Soul
Der italienische Pianist mit seinem neuesten Output. Der Titel ist ein bisschen irreführend - dieses Klavier könnte einen tatsächlich heilen. Es ist unglaublich intim; man hört, wie die Hämmer auf die Saiten schlagen, und Berras eigenen Atem. Es ist ein leises, nächtliches Album, das sich wie ein stilles Gespräch zwischen dem Künstler und seinen Geistern anfühlt. Einfach, zerbrechlich und zutiefst bewegend.
Luke Black - PARASITE
Der Alternative Pop Visionär, welcher 2023 für Serbien am ESC teilnahm, mit seinem Sophomore Full-Length. Post-Momentum-Schatten und eine trostlose, metallische Welt; das Album entwickelte sich von einer Deluxe-Erweiterung seines Debüts zu einem eigenständigen, düsteren Werk. War sein erstes Album noch von einem Engel berührt, so ist dieses hier von der Dunkelheit berührt. Es ist ein glitchiger, Industrial-Pop-Abstieg, der sich wie ein wunderschöner Albtraum anfühlt. Es ist beunruhigend, experimentell und zutiefst kreativ - als würde man in den Ruinen einer digitalen Stadt tanzen.
Luke Winslow-King - Coast of Light
Der amerikanische Singer & Songwriter und Gitarrist mit seinem neuesten Longplayer. Vereint Blues, Jazz und Folk mit spanischen Flamenco-Einflüssen und psychedelischen Klängen. Dies ist Winslow-Kings bisher gewagtestes Werk – eine lebendige, stimmungsvolle Reise, inspiriert von den Küsten Andalusiens. Sein rauer, aber zärtlicher Gesang gleitet über fließende Gitarrenklänge und schafft so ein Album, das sich anfühlt wie eine warme, salzige Brise an einem Abend am Mittelmeer. Es ist gefühlvoll, gewagt und absolut erhellend.
Mad God - An Age Of Ash
Das südafrikanische Trio mit seinem neuesten Output. Macht euch bereit - dies ist ein überwältigendes Konzeptalbum aus Dark-Fantasy-Doom. Es ist langsam, schwer und darauf ausgelegt, eure Grundfesten zum Wanken zu bringen. Mit nur fünf ausladenden Stücken ist es eine Meisterleistung der Atmosphäre, die wie eine Flutwelle aus Obsidian über den Hörer hereinbricht. Doom klang selten so majestätisch oder so trostlos.
Mallavora - What If Better Never Comes?
Die britischen "Rising Stars" mit ihrem neuesten Release. Alternative Metal und Prog-Rock, mit Themen, die sich um die Krankheit der Gesellschaft und persönliche chronische Erkrankungen drehen. Dieses Debüt ist außergewöhnlich kraftvoll und verbindet bansheeartige Schreie mit wunderschönem Gesang in hohen Tonlagen. Es ist eine konzeptionelle Auseinandersetzung mit Verletzlichkeit und Wut - die Art von Musik, die einen an der Kehle packt und nicht mehr loslässt. Es ist kraftvoll, intelligent und bringt ein dringend benötigtes Gefühl der Katharsis in die Komplexität des modernen Lebens.
Malum - From The Voids
Die Norweger mit ihrem neuesten Longplayer. Das Album ist fest im klassischen norwegischen Black Metal verwurzelt und bietet eine gnadenlose Bestandsaufnahme einer dunklen und zerbrochenen Welt. Das ist Black Metal in seiner extremsten Form. Es ist wie ein kalter Wind, der durch einen gefrorenen Wald weht - rau, hohl und voller geballter Wut. Wenn du nach einem Soundtrack für einen dunklen, nordischen Winter suchst, fängt dieses Album diese Trostlosigkeit mit jedem aggressiven Riff und jedem kehligen Schrei perfekt ein.
Max Corbacho - The Gentle Continuum
Der spanische Producer und Veteran der Ambient-Szene mit seinem neuesten Longplayer. Das ist schwerelose Musik. Es ist ein gemächlich fließender Klangstrom, bei dem man sich fühlt, als würde man durch einen Nebel treiben. Es gibt keine Beats, nur schimmernde Schichten aus Licht und Schatten. Es ist der ultimative Soundtrack für Deep Focus - perfekt, wenn man im Kosmos versinken möchte, ohne das eigene Schlafzimmer zu verlassen.
Mecha Maiko - Nervous System
Die kanadische Producerin und Sängerin Hayley Stewart mit ihrem neuesten Outlet. "Nervous System" ist eine glitchige, neonbeleuchtete Erkundung des menschlichen Körpers und der Technologie. Der Sound ist eingängig, aber beunruhigend und verbindet die analoge Wärme der 80er Jahre mit kalter, moderner Präzision. Er wirkt wie der Soundtrack zu einem Cyberpunk-Thriller, in dem der Held eine leichte Panikattacke erleidet - tanzbar, düster und unglaublich clever.
Melanie Martinez - Hades
Die amerikanische Singer & Songwriterin mit ihrem neuesten Studioalbum. Dystopische Themen, die sich mit patriarchaler Kontrolle, Klimawandel und Körperdysmorphie auseinandersetzen; Teil eines utopisch-dystopischen Doppelprojekts. Melanie hat ihr pastellfarbenes Puppenhaus gegen etwas viel Düstereres und Politischeres eingetauscht. "Hades" ist ein opulenter, abgedrehter Abstieg in Fallen, die von patriarchaler Energie gestellt wurden. Der Song ist ausgefeilt und poplastig, wirkt aber in seiner Ehrlichkeit zutiefst beunruhigend. Er fühlt sich an wie ein wunderschöner, glitchiger Protest - einer, der Lust zum Tanzen macht, während die Welt in Flammen steht.
Melissa Etheridge - Rise
Das siebzehnte Studioalbum der legendären Rock-Songwriterin und Nominierte für die Rock & Roll Hall of Fame 2026. "Rise" ist ein Meisterwerk klassischer Rock-Leidenschaft. Es besticht durch Etheridges charakteristische raue Stimme, erhält aber dank der Zusammenarbeit mit Shooter Jennings einen frischen, kraftvollen Soul-Rock-Touch. Ob sie nun ein Duett mit Chris Stapleton singt oder eine Stadionhymne anstimmt - dieses Album wirkt wie eine Siegesrunde für eine Überlebenskünstlerin, die nach wie vor in Bestform ist.
Melting Rot - Infatuation With Premeditation
Die amerikanische Formation mit ihrem neuesten Longplayer. Elf Tracks in nur 18 Minuten? Dieses Album läuft nicht einfach nur; es greift an. Es ist ein knallharter, massiver Brocken Old-School-Grind, der es schafft, eingängig zu bleiben, obwohl er absolut widerlich ist. Bei Songtiteln wie "Forklift Facelift" weiß man genau, was einen erwartet: eine rasante, verdammt heftige Reise ins akustische Schlachthaus.
Memorials - All Clouds Bring Not Rain
Die neue Veröffentlichung des britischen Experimental-Duos mit Verity Susman (Electrelane) und Matthew Simms (WIRE). Eine psychedelische kosmische Reise, die Folk, Dub, Post-Punk und Canterbury-Prog miteinander verbindet; beschrieben als "Nico, die mit Can singt". Dieses Album, das in einer Scheune in den französischen Wäldern aufgenommen wurde, ist wunderschön ungewöhnlich. Es verwebt analoge Elektronik und Vintage-Instrumente zu etwas, das sich wie ein vergessener Klassiker der 1960er Jahre anfühlt. Es ist hypnotisch, abenteuerlich und fängt perfekt dieses verträumte Gefühl ein, in den eigenen Gedanken versunken zu sein - mal melodisch, mal wild.
Midnatt - Skräckfylld Förtjusning
Das schwedische Quartett mit seinem neuesten Longplayer. Es verkörpert die "First Wave of Swedish Heavy Metal“ mit analogem Drive. Dieses Album ist Heavy Metal, wie er sein sollte: rau, ungeschliffen und völlig frei von unnötigem Schnickschnack. Mit Titeln wie "Satán" und "Marken Brinner" schafft es eine Balance zwischen punkiger Aggression und melodischen, kampfbereiten Riffs. Es ist ein erschreckendes Vergnügen, das nach Ketten, Stahl und Mitternachtsfeuer duftet.
Midyrasi’s Kult - Italian Dark Sound
Das Debüt des italienischen Duos. Eine revolutionäre Mischung aus Heavy Metal, Doom und Gothic-Elementen. Getreu ihrem Titel ist diese Platte ein tiefes Eintauchen in den Dark Sound mit kristallklaren Soli, dramatischem Clean-Gesang und unheimlichen Synth-Einlagen. Sie schafft es, gleichzeitig erdig und kaleidoskopisch zu sein und dient als atmosphärisches Ritual für alle, die ihren Metal gerne in Geheimnisse und okkulte Düsternis getaucht haben.
Mikael Lind - Norðaustur
Der isländische Komponist und Sound Designer mit seiner neuesten Installation. Das Album basiert auf einer Klanginstallation, die für einen Fischöltank in Raufarhöfn, Island, geschaffen wurde und auf visuelle Projektionen der Künstlerin Sigga Björg reagiert. "Norðaustur" (isländisch für "Nordosten") ist ein Klangspektrum, das von verträumter, romantischer Melancholie bis hin zu lauten, rhythmischen Drones reicht. Es ist minimalistisch und doch vielschichtig und verwandelt einfache Klavier- oder Synthesizer-Melodien in vollwertige Ambient-Orchestrierungen. Im Grunde handelt es sich um ein Klanggedicht, das vom kalten Norden und der Schönheit des natürlichen Verfalls inspiriert ist.
Monochrome - From The Outside Looking In
Die neueste EP der britischen Formation. Ihr Sound zeichnet sich durch gefühlvolle Gaze-Klänge und grandiose melodische Refrains aus. Diese EP ist ein Meisterwerk der Ausgewogenheit. Sie schafft es, in einem Moment herzergreifend und nachdenklich zu sein und im nächsten grandios. Mit dem Gesang von Eliza Everrit, der über glitzernde Akkorde gleitet, ist es eine kathartische Reise, die beweist, dass Monochrome ihre Vorbilder nicht nur nachahmen – sie führen die nächste Welle an.
Monster Rally - Echoes of the Emerald Sands
Der amerikanische Producer Ted Feighan mit seinem neuesten Longplayer. Feighan, der traditionell für tropische, auf Samples basierende Plunderphonics bekannt ist, verzichtete bei seinem zehnten Album auf Samples und nahm alles von Grund auf in seinem Heimstudio auf. Wenn du auf der Suche nach einem synthetischen Spiegelkabinett-Rausch bist, dann bist du hier genau richtig. Indem er eine Schar von Freunden aus der Branche einlud, seine provisorisch aufgenommenen Tracks zu besingen, hat Feighan etwas geschaffen, das sich von allem unterscheidet, was er bisher gemacht hat - ein üppiges, gesangsbetontes tropisches Paradies, das sich zugleich vertraut und völlig neu anfühlt.
Monsternaut - Approaching Doom
Das neueste Output des finnischen Trios. Dieses Album, das vollständig auf Analogband aufgenommen und ohne digitale Bearbeitung produziert wurde, ist kompromisslos zum Mitstampfen. Es fängt eine Band ein, die laut, roh und perfekt aufeinander eingespielt ist und sich ganz dem schweren Sound des Heavy Metal der frühen 90er Jahre verschreibt. Es ist der perfekte Soundtrack, um mit einem schweren, rhythmischen Puls auf die eigene stille Leere zuzugehen.
Moodring - Death Fetish
Das Sophomore Release der amerikanischen Formation. Vereint Nu-Metal-Grooves mit schimmernden Melodien und der Wucht des Industrial-Metalcore. Dieses Album ist eine instinktive, emotionale Reaktion, die in Klang eingefangen wurde. Young beschreibt es als Lobeshymne an den Menschen, der ich einmal war; das Album ist düster, ehrlich und unbehaglich düster. Es ist ein großartiges Werk gewalttätiger Kunst, das industrielle Rhythmen mit herzzerreißender Verletzlichkeit verbindet.
MOOP - Gagner la victoire
Das französische Experimental Trio mit seinem neuesten Longplayer. Eine wilde Mischung aus Avantgarde, Progressive Rock, Zeuhl und Post-Jazz. Bei diesem Album dreht sich alles um dynamische Brüche und Zäsuren. Mit Baritonsaxophon, schneidender Gitarre und treibendem Schlagzeug ist es ein farbenfrohes und zugleich kantiges Erlebnis, das es schafft, sowohl technisch anspruchsvoll als auch theatralisch zu sein. Im Grunde handelt es sich um eine klangliche Struktur, die den Hörer mit plötzlichen Wendungen und technischer Virtuosität in Atem hält.
Mordeo - Mordeo
Das Debüt der schwedischen Formation. Dies ist eine Liebeserklärung an den schwedischen Sound der 90er Jahre. Mit seinen schwebenden Melodien zweier Gitarren und galoppierenden Rhythmen weckt er die Lust, durch einen verschneiten Wald zu streifen. Der Sound ist ausgefeilt, aggressiv und beweist, dass die alte Garde immer noch weiß, wie man einen Ohrwurm schreibt, der unter die Haut geht.
Multiwomb - Anatomy Of Gorelust
Das Sophomore Release der indonesischen Formation. Klassischer US-Slam à la Devourment, kombiniert mit der hypertechnischen Spielweise der indonesischen Extreme-Szene. Warnung: Dieser Titel ist ein echter Gehirnbrecher. Es ist ein unerbittlicher Ansturm aus Blastbeats und Gesang, der sich anhört wie ein verstopfter Abfluss in einem Spukhaus. Es ist hässlich, heavy und perfekt, wenn man mal das Gehirn ausschalten und sich einfach vom akustischen Chaos überrollen lassen will.
Myrath - Wilderness Of Mirrors
Das neueste Release der französischen/tunesischen Kapelle. Die Pioniere des "Blazing Desert Metal", einer einzigartigen Verschmelzung von Progressive Power Metal und traditioneller Volksmusik aus dem Nahen Osten. "Wilderness Of Mirrors" ist ein farbenprächtiges Epos. Es ist theatralisch, groovig und unglaublich mitreißend. Die Art und Weise, wie sie traditionelle Instrumente wie Oud und Darbuka nahtlos in kraftvolle Riffs einflechten, ist beeindruckend. Es ist eine Reise auf dem fliegenden Teppich durch eine Metal-Landschaft - lebhaft, komplex und absolut eingängig.
Naked Identity Created By King - Virtual Missa
Das deutsche Outfit mit seinem neuesten Full-Length. Ein avantgardistisches Industrial-/Electro-Projekt, das sich mit der Schnittstelle zwischen menschlicher Spiritualität und künstlicher Intelligenz befasst. Dies ist ein digitales Gebet für das Internetzeitalter. Es ist kühl, mechanisch und ein wenig paranoid. Die Stücke wechseln zwischen pulsierenden Dancefloor-Beats und eindringlichen, verzerrten Gesangsgesängen. Es fühlt sich an, als würde man in einem Großrechner aufwachen, der versucht, Gefühle zu entwickeln - beunruhigend, aber zutiefst faszinierend.
Needtobreathe - The Long Surrender
Die renommierte amerikanische Formation mit ihrem neuesten Longplayer. Eine für den Grammy nominierte Rockband, die dafür bekannt ist, mitreißenden Rock mit Soul, Folk und Southern Gospel zu verbinden. In diesem Album dreht sich alles um das Loslassen und das Finden von innerem Frieden. Es ist warm, organisch und voller mitreißender Refrains, die wie geschaffen für Sommerfestivals sind. Angeführt von Bear Rineharts charakteristischer rauer Stimme ist es eine gefühlvolle, mitreißende Reise, die sich anfühlt wie eine Fahrt bei Sonnenuntergang mit den besten Freunden.
Nene H - Second Skin
Die türkische Producerin und Komponistin mit ihrem Sophomore Release. Die klassisch ausgebildete Pianistin und heutige Techno-Größe Nene H (Beste Aydın) verbindet zukunftsorientierten Bass mit dekonstruierter Clubmusik und Trap. Dies ist ein klangliches Tagebuch der Befreiung, das aus den Trümmern einer Trennung entstanden ist. Es ist viszeral und transformativ und tauscht die Trauer ihres Debüts gegen eine kühne, kraftvolle Auslöschung ihres früheren Selbst ein. Man kann es sich als eine hochauflösende Rekonstruktion der Identität vorstellen, die vor tribalistischer Intensität nur so pulsiert.
New Dawn Fades - Lores
Das amerikanische Powerhouse mit seinem Debüt Full-Length. Eine dichte Mischung aus 90er-Jahre-Grunge, Stoner Rock und Doom Metal, die sich an Bands wie Soundgarden, Corrosion of Conformity und Black Sabbath orientiert. Trotz des Post-Punk-Namens dreht sich bei dieser Band alles um geradlinige, fast schon im Southern-Stil gehaltene Heavy-Riffs und bluesige Kraft. Von Anfang bis Ende prescht sie mit massiven, befriedigenden Grooves und Hooks voran, die sich anhören, als gehörten sie in die Jukebox einer Spelunke. Es ist der perfekte Heavy-Soundtrack für alle, die ihren Rock laut, trotzig und von blutiger Ehrlichkeit geprägt mögen.
No Traces - Cruel Trace Era
Ein weiterer Vertreter der Sameness mit einem Debüt. Ihr Sound zeichnet sich durch komplexe Akkordfolgen und die für den modernen Progressive Metalcore typische "überwältigende Härte" aus. Dieses Debüt ist eine energiegeladene Mischung aus scharfen Metalcore-Riffs und glitchigen elektronischen Klängen. Es ist wie geschaffen für den modernen Moshpit - und schafft den Spagat zwischen technischer Präzision und melodischen Hooks, die beim Hörer noch lange nach dem letzten Breakdown einen bleibenden Eindruck hinterlassen sollen. Wenn du deinen Metal gerne heavy, progressiv und ein bisschen digital magst, ist diese Ära genau das Richtige für dich.
Nociception - Cognitive Dismemberment
Die amerikanische Kapelle mit ihrem neuesten Full-Length. Unerbittlicher, vernichtender Death Metal, der sich mit Themen wie Leid, psychischem Zusammenbruch und Verfall befasst. Diese Platte haut rein wie ein Betonmischer. Sie ist eine regelrechte Demontage ihrer bisherigen Diskografie, mit Toilettenschüssel-Gutturalen, wasserdichtem Schlagzeugspiel und Riffs, die ebenso tödlich wie rasend schnell sind. Im Grunde handelt es sich um einen unerbittlichen acht-Track-Abstieg in ein Labyrinth der Vernunft, in dem jeder Beat darauf ausgelegt ist, den Organismus durch klangliche Aggression zu schützen.
Nomad - Oxygen
Das neueste Release des chilenischen Quintett. Dieses Album ist wie ein Hauch frischer Luft - wenn diese Luft denn von Rauch und verzerrten Riffs durchzogen wäre. Es ist eine atmungsaktive Metal-Reise, die pure Aggression mit überraschend eingängigen, melodischen Gitarrenharmonien in Einklang bringt. Es ist die Art von Musik, die Lust macht, Dinge zu zerschlagen - allerdings auf eine sehr geordnete, rhythmische Art und Weise.
Obscure Fate - Shades Of A Dying World
Die finnische Formation mit ihrem neuesten Longplayer. Wenn du gerne auf einen grauen Horizont starrst und dich dabei zutiefst poetisch fühlst, ist dies dein Soundtrack. Das ist majestätisches Elend vom Feinsten. Das Album verwebt wunderschöne akustische Passagen mit überwältigendem, melancholischem Metal. Es ist gewaltig, es ist traurig und es ist schwer genug, um die sterbende Welt des Titels sehr real wirken zu lassen.
Offend Your Friends - Almost Didn't Make It
Das neueste Studioalbum des amerikanischen Trios. Ein energiegeladenes Pop-Punk-/Skate-Punk-Trio, das für seine rasanten Live-Auftritte und seinen selbstironischen Humor bekannt ist. Der Titel ist eine Stimmung. Dieses Album ist ein rasender, 25-minütiger Sprint durch die Ängste des Erwachsenenlebens und fragwürdige Lebensentscheidungen. Es ist laut, schnell und enthält genug Whoa-oh-Refrains, um jedes Kind der 90er-Jahre zufrieden zu stellen. Es ist das musikalische Äquivalent eines Koffeinabsturzes – nervös, ehrlich und unglaublich unterhaltsam.
Only Human - Planned Obsolescence
Die kanadische Formation mit ihrem neuesten Longplayer. Diese Platte klingt, als hätte ein Fabrikroboter eine existenzielle Krise. Sie ist unglaublich präzise, mit mechanischem Schlagzeugspiel und kantigen, chirurgisch präzisen Riffs. Das Thema beschäftigt sich damit, dass wir alle nur veraltete Hardware sind, die darauf wartet, ersetzt zu werden. Es ist kalt, berechnend und wird dich definitiv dazu bringen, deinem Toaster zu misstrauen.
Pan American - Fly the Ocean in a Silver Plane
Der neueste Output des Soloprojekts von Mark Nelson, das sich auf Ambient und von Dub beeinflussten Minimalismus konzentriert. Das ist Low-Gravity-Musik. Sie ist unglaublich sparsam instrumentiert, geprägt von zarten Gitarrenklängen und einem weitläufigen, schimmernden Hall, der das Gefühl vermittelt, in 9.000 Metern Höhe zu schweben. Es ist das ultimative Chill-out-Album für alle, denen gewöhnliche Ambient-Musik zu überladen ist. Setz deine Kopfhörer auf, schließe die Augen und lass dich von dem silbernen Flugzeug davontragen.
Party Cannon - Subjected To A Partying
Die neueste EP der schottischen Party Slamer. Wenn du schon immer mal in einer Hüpfburg voller Glasscherben moshen wolltest, ist das genau das Richtige für dich. Es gibt das Spiel sogar auf einer funktionierenden Nintendo-64-Kassette! Es ist ein widerlicher, basslastiger Wahnsinn, der beweist, dass man slam sein und trotzdem den Spaß seines Lebens haben kann.
Paula Kelley - Blinking As The Starlight Burns Out
Das neue Album des ehemaligen Mitglieds der Shoegaze-Pioniere Drop Nineteens - das erste seit über 20 Jahren. Dieses Album wirkt wie ein warmer, zuckersüßer Zitronenbonbon mit einem überraschend sauren Kern. Es ist emotional direkt und unbehaglich ehrlich und verbindet Melodien, die an die Beach Boys der Pet Sounds-Ära erinnern, mit zutiefst persönlichen Geschichten über das Überleben und die wiedergewonnene Stimme.
pdqb - Future Traumatic Stress Disorder
Das neueste Full-Length von diesen deutschen Projekt. "pdqb" agiert als Gebilde ohne feste Form - eine auf Abruf basierende Musik, die Momente aus zusammengebrochenen Zukünften und unvollendeten Vergangenheiten miteinander verwebt. Dies ist nicht nur ein Album, sondern eine vorübergehende Konstellation für die Hörer von Earthbound. Es ist unbeständig, glitchig und erkundet eine Welt, in der Erinnerungen eher vorausschauend als rückblickend funktionieren. Es ist der perfekte Soundtrack für eine Tanzfläche in einer Dimension, in der Zeit nur eine Andeutung ist.
Pet Needs - Elbows Out! This Is Capitalism
Das neueste Release des britischen Outfits. Hektischer DIY-Punkrock mit melodischen Rockelementen und satirischen Texten. Ein bissiger, urkomischer Film, der die Band dabei begleitet, wie sie sich auf einer Auktion eine gebrauchte Punk-Karriere kauft und dabei spektakulär daran scheitert, diese zum Laufen zu bringen. Mit Gastauftritten von CJ Ramone und einem echten Auktionator liefert der Film eingängige, rebellische Hymnen für alle, die einen normalen Job haben, aber von der Bühne träumen.
Power Paladin - Beyond The Reach Of Enchantment
Die isländische Heavy-Formation mit ihrem Sophomore Output. Dieses Album steht ganz im Zeichen von Heavy Metal an erster Stelle, Dungeons and Dragons an zweiter Stelle. Es ist eine epische, in Kapitel gegliederte Saga voller hochfliegender Gesänge, Twin-Gitarren-Attacken und Titeln wie Camelot Rock City. Wenn du Musik suchst, die dir das Gefühl gibt, mutig genug zu sein, um mit einer fliegenden Gitarre gegen einen Drachen zu kämpfen, dann leg diese Platte sofort auf.
Rain Diary - Night Church
Das finnische Projekt mit seinem neuesten Studioalbum. Bekannt für "Winterwave", eine Mischung aus Gothic Rock und Industrial Pop. Das ist schöne und verstörende Musik für die Mitternachtsseele. Sie schafft es, zugleich düster und eingängig zu sein, und verleiht einer klassischen Gothic-Landschaft einen urbanen Touch. Sie ist der perfekte Soundtrack für eine regnerische Nacht in einer neonbeleuchteten Stadt.
Ram-Zet - Sapien
Das Comeback-Full-Length des norwegischen Kollektives. Eine einzigartige Mischung, die sich keiner einzelnen Kategorie zuordnen lässt und Industrial, Black Metal und Alternative Metal miteinander verbindet. "Sapien" ist eine vollständige Wiederauferstehung. Es ist intensiv, komplex und unverhohlen schräg. Mit einer 8-saitigen Gitarre, die folkige Themen in knallharten Metal einwebt, fühlt es sich an wie ein verwirrender Trip durch ein Science-Fiction-Labyrinth.
RAYE - This Music May Contain Hope
Das Sophomore Release der renommierten britischen Kapelle. Old-School-Jazz und Blues mit groß angelegten Arrangements, die unter anderem von Hans Zimmer mitproduziert wurden. Dieses Album, dessen Titel ganz in Großbuchstaben geschrieben ist, ist ein 71-minütiges Manifest der Widerstandsfähigkeit. Es ist in vier Jahreszeiten unterteilt und führt dich von der Dunkelheit ins Licht. Es ist eine Umarmung in musikalischer Form, die beweist, dass Verletzlichkeit RAYEs größte Superkraft ist.
RedRedRed - Deaf Gods
Der Debüt Longplayer der französischen Kapelle. Dies ist ein Soundtrack zum Wahnsinn. Er ist kraftvoll, menschlich und unverfälscht echt. Mit fetten Riffs und rauen Grooves beschäftigt er sich mit Themen wie Macht und Kontrollverlust. Es ist die Art von Musik, die einen dazu zwingt, die Lautstärke aufzudrehen, bis die Welt um einen herum verschwindet.
Resistor - Bite This!
Die amerikanische Formation mit ihrem Debüt Full-Length. Sie bezeichnen sich selbst als "Knuckle Dragging Wika Wika Core" - eine Mischung aus Nu-Metal-Prahlerei und Hardcore des 21. Jahrhunderts. Dieses Album ist ein unwissender und ehrlicher Stinkefinger in Richtung Welt. Es sind 29 Minuten pure, geballte Energie, die Bass-Drops mit der Aggressivität von Live-Instrumenten in Einklang bringt. Es ist übermütig, heavy und darauf ausgelegt, den Boden unter deinen Füßen zum Beben zu bringen.
Resurrector UK - Nest
Das, wer hätte es gedacht, britische Projekt mit seinem neuesten Full-Length. Inspiriert von den Pionieren der frühen Industrial und der modernen Glitch-Ästhetik. "Nest" fühlt sich an, als würde man in einem defekten Serverraum aufwachen. Es ist nervös, metallisch und auf seine ganz eigene mechanische Art überraschend gemütlich. Wenn du Beats magst, die klingen, als würden sie von einer sehr rhythmischen Waschmaschine in einem verwunschenen Keller gespielt, dann ist das genau das Richtige für dich.
Rivers Ablaze - Inexternal Dread
Die ungarische Formation mit ihrem neuesten Studioalbum. Es verbindet die Intensität des Black Metal mit atmosphärischer Tiefe und unerwarteten progressiven Wendungen. Das ist wilder und doch sorgfältig ausgearbeiteter Metal. Es ist ein Massengrab des Traumas, das durch rasende Gitarren und komplexe Breaks zum Ausdruck kommt. Es ist brutal, zutiefst inspiriert und perfekt, wenn man in den Orbit von etwas wirklich Schwerem eintauchen möchte.
Robben Ford - Two Shades of Blue
Der legendäre, fünfmalige Grammy-Nominierte kehrt mit einem transatlantischen Modern Classic zurück, der sich zwischen Jazz, Rock und Blues bewegt. Das ist Musikalität von Weltklasse in ihrer höchsten Ausprägung. Von tiefem Funk-Blues bis hin zu himmelhohen Instrumentalstücken - dieses Album zeichnet sich durch Raffinesse und Risikobereitschaft aus. Es ist der Sound eines Meistergitarristen, der keine zwei Alben hat, die gleich klingen, und der auf die bestmögliche Weise seinen eigenen Weg geht.
Robert Francis - Phantasmagoria
Der amerikanische Singer & Songwriter mit seinem neuesten Studio-Output. Dieses Album ist aus der Verwüstung entstanden. Es ist eine verschwommene, wunderschöne Reise, auf der traditionelle Instrumente auf ein synthesizerbesessenes Herz treffen. Es fühlt sich an wie ein Fiebertraum, in dem Folk auf wiederverwerteter Technik gespielt werden - melancholisch, widerstandsfähig und absolut fesselnd.
Robyn - Sexistential
Die schwedische Singer & Songwriterin war mit ihrem neuesten Full-Length nach einer acht jährigen Release-Pause. Sie war mit ihrem Synth-Pop immer etwas der Zeit voraus und wurde erst später für ihre Kompositionen ausgezeichnet. Wie der Titel schon andeutet, handelt es sich hier um eine tiefgehende Auseinandersetzung mit den sexistentiellen Krisen der modernen Welt. Der Song ist elegant, clever und darauf ausgelegt, einen gleichzeitig zum Weinen und zum Tanzen zu bringen. Robyn bleibt die Königin der einsamen Tanzfläche und liefert den perfekten Soundtrack, um unter Stroboskoplicht über das eigene Leben zu grübeln.
Rum.gold - Is There Anybody Home?
Der amerikanische Singer & Songwriter Delonte Drumgold mit seinem neuesten Longplayer. Dieses Album ist ein einfühlsamer, elf Titel umfassender Einblick in das Trauern um die Lebenden und persönliche Traumata. Es ist eine fesselnde Reise, auf der sanfter R&B auf experimentelle Klänge trifft - perfekt für alle, die ihre Gefühle in höchster Auflösung erleben möchten.
RY-GUY - like a river
Der britische Singer & Songwriter mit seiner Sophomore EP. Eine fließende Verschmelzung von klassischem Soul, psychedelischem Bedroom-Pop und Art-Pop. Wie der Name schon sagt, ist diese EP eine fließende Reise durch halluzinogene Klänge und suchende Gesangsstimmen. Es ist ein gefühlvoller Thriller, der mit einer zwielichtigen, filmischen Note schwere Themen wie Sterbehilfe und weibliche Widerstandskraft erforscht.
Samurai Pizza Cats - Press Start
Die deutsche Formation mit ihrem Sophomore Release. Energiegeladener Metalcore/Deathcore, angereichert mit elektronischen Elementen und satirischen Themen. Dieses Album ist eine Reise voller Zusammenbrüche, die das Geschichtenerzählen wie ein Videospiel behandelt. Zwischen Titeln über Alien-Invasionen und einem satirischen Liebesbrief an die Pizza erwarten dich 12 Level voller harter Riffs und chaotischem Spaß, die dich an deinem Schreibtisch zum Moshen bringen werden.
Sanaya Ardeshir - Hand of Thought
Die indische Multi-Instrumentalistin mit ihrem ersten Solo-Werk unter ihren realen Namen. Inspiriert von der Praxis des Zen-Buddhismus und minimalistischen Ikonen wie Steve Reich ist dieses Album eine zarte, verletzliche Rückkehr zu den Wurzeln. Es ist eine üppige Klanglandschaft, in der intime Klavierklänge auf filmische Orchestrierungen treffen - wie ein Buckelwal, der wieder in den Ozean taucht.
Scouting For Girls - These Are The Good Days
Das britische Indie-Pop-Trio mit seinem neuesten Longplayer. Dieses Album ist wie eine herzliche Umarmung von einem alten Freund. Es ist unverhohlen optimistisch, voller stadiontauglicher Refrains und dieser typischen, eingängigen Piano-Riffs. Es ist eine Hommage an das Leben im Hier und Jetzt und daran, mit einem breiten Grinsen auf die guten alten Zeiten zurückzublicken. Perfekt für einen Sommer-Roadtrip mit heruntergelassenen Fenstern.
Seafret - Fear of Emotion
Das akustisch geprägte Duo Jack Sedman und Harry Draper, bekannt für ihren eindringlich-emotionalen Indie-Folk, präsentiert sein neues Werk. Sedmans Stimme ist auch auf diesem Album eine Naturgewalt. Es ist eine wunderschön zerbrechliche Auseinandersetzung mit den Mauern, die wir um unser Herz errichten. Die Produktion ist etwas ausladender als bei ihren früheren Werken und ergänzt ihre intimen Folk-Wurzeln um filmische Klangwellen. Es ist die Art von Musik, die Lust macht, auf das Meer zu blicken und sich einmal richtig, befreiend auszuweinen.
Serpente - Visita do Fogo
Das Projekt um den portugisischen Producer Bruno Silva mit seinem neuesten Full-Length. Musik der Vierten Welt, avantgardistische Percussion und die raue, staubige Energie der portugiesischen Experimentszene. "Visita do Fogo" ("Besuch des Feuers") ist eine halluzinatorische rhythmische Reise. Es fühlt sich an wie eine Botschaft aus einer verlorenen Zivilisation - kantig, perkussiv und zutiefst tranceartig. Der Sound strahlt eine „Hitze“ aus, die dem Titel gerecht wird, sodass man das Gefühl hat, einem Klangritual in einem feuchten, dunklen Raum beizuwohnen.
Shane Aspegren - Spiritual Cannibalism
Shane Aspegren ist ein multidisziplinärer Künstler und Musiker (ex-The Berg Sans Nipple), der an der Schnittstelle zwischen Klangtherapie und experimenteller Elektronik arbeitet. Dies ist nicht nur ein Album, sondern eine klangliche Reinigung. Aspegren verbindet metallische Percussion mit tieffrequenten Drones und schafft so einen Raum, der sich zugleich uralt und futuristisch anfühlt. Es ist schwere Meditationsmusik - dazu gedacht, das Ego des Zuhörers aufzulösen und durch reine Schwingung zu ersetzen. Es ist anspruchsvoll, wunderschön und ein wenig jenseitig.
Shinichi Atobe - Silent Way
Der japanische Producer und DJ mit seinem neuesten Studio-Output. Eine legendäre, zurückgezogen lebende Persönlichkeit in der Welt des Dub-Techno und der House-Musik. Atobe überzeugt erneut mit seiner typischen, mühelosen Coolness. "Silent Way" ist eine Sammlung staubiger, schimmernder House-Tracks, die klingen, als wären sie von einer längst verschollenen Kassette wiederentdeckt worden. Die Musik ist subtil, repetitiv und macht süchtig. Es ist Tanzmusik für Introvertierte - der perfekte Soundtrack für einen Spaziergang durch eine regnerische Stadt um 3 Uhr morgens.
Siege Perilous - Becoming The Dragon
Das Debüt der amerikanischen Kapelle. Eine aufstrebende Größe der "New Wave of Traditional Heavy Metal". Das ist Leder-und-Nieten-Pracht in ihrer höchsten Form. Mit schwebenden Gesangspassagen, galoppierenden Rhythmen und so vielen Zweigitarren-Harmonien, dass selbst Iron Maiden stolz darauf wären. Es ist buchstäblich eine Evolution hin zur Großartigkeit - perfekt, wenn man das Gefühl haben möchte, auf dem Rücken eines Fabelwesens in die Schlacht zu stürmen.
Simon Berz - Tectonic
Das neueste Release des Schweizer. Ein Drummer und Klangkünstler, der für seine Lithophone bekannt ist – Instrumente aus resonanten Steinen. Er erforscht die Schnittstelle zwischen Geologie und Rhythmus. Dieses Album ist im wahrsten Sinne des Wortes bahnbrechend. Berz nutzt echte Felsen und seismische Sensoren, um eine rhythmische Landschaft zu erschaffen, die uralt wirkt. Es ist ein akustisches Erdbeben, das in der Brust grollt - ein Muss für jeden, der hören möchte, wie die Erde selbst ihren Groove findet.
Simon Hanes - GARGANTUA
Der amerikanische Singer & Songwriter mit seinem neuesten Output. Hanes ist ein Komponist, der Popmusik wie eine aufwendig produzierte Filmmusik aus den 1970er Jahren behandelt. "GARGANTUA" ist ein maximalistischer Fiebertraum. Es ist gewaltig, theatralisch und ein wenig verrückt. Durch die Verschmelzung von filmischen Streichern mit skurrilen elektronischen Klängen wirkt es wie ein Broadway-Musical, aufgeführt von einer Truppe exzentrischer Außerirdischer. Es ist das musikalische Äquivalent eines riesigen Puppenspiels - bizarr, wunderschön und man kann einfach nicht wegsehen.
Slayyyter - Wor$t Girl in America
Die amerikanische Singer & Songwriterin Catherine Garner mit ihrem neusten Studio-Werk. Garner lässt die Villain-Ära mit einem Augenzwinkern und einer fetten Bassline wieder aufleben. Dieses Album ist ein glitzernder Aufruhr, der das Böse zelebriert. Es steckt voller Club-Hymnen, die klingen, als wären sie während einer Verfolgungsjagd in einer pinkfarbenen Limousine aufgenommen worden. Wenn du Popmusik mit extra viel Attitüde und dem Trash-Glam-Flair der 2000er magst, ist sie genau die Richtige für dich.
Sluice - Companion
Das Solo-Projekt vom amerikanischen Multi-Instrumentalisten Justin Morris mit seinem neuesten Longplayer. "Companion" ist ein Album, das sich wie eine sanfte, kuschelige Umarmung anfühlt. Es ist ruhig, intim und besticht durch wunderschön überlagerte Gitarrenklänge, die sich anfühlen wie ein eingetragenes Flanellhemd. Es ist ein Road-Trip-Album für die Seele - nachdenklich und warm, perfekt für jene langen Autofahrten, bei denen man einfach nur in seinen eigenen Gedanken versinken möchte.
Snail Mail - Ricochet
Das Solo-Projekt von Indie-Wunderkind Lindsey Jordan mit seinem neuesten Output. Dieses Album trifft genau ins Schwarze, wie sein Titel schon sagt - ein scharfer, plötzlicher Energieschub, der Themen wie Erschöpfung nach dem Ruhm und romantische Rückfälle durchzieht. Es ist raffinierter und glatter als ihre früheren Werke, besitzt aber dennoch jene rohe, "Ich-habe-gerade-im-Auto-geweint"-Ehrlichkeit, die sie zur Königin der gebrochenen Herzen und Grübler macht.
Sons Of Butcher - Skids
Das legendäre kanadische Comedy-Metal-Trio (Jay, Sol und Doug) aus der Teletoon-Zeichentrickserie aus der Mitte der 2000er Jahre feiert ein grandioses Comeback. Falls ihr den Geruch von fettigen Haaren und billigen Burgern vermisst habt: Die Jungs sind zurück. "Skids" ist eine urkomische, riffgeladene Hommage an den Dirtbag-Lifestyle. Der Song ist laut, idiotisch eingängig und erinnert uns alle daran, dass man nie zu alt ist, um auf dem Parkplatz von Canadian Tire einen Moshpit anzufangen.
Sons Of Eternity - Human Beast
Das Debüt der deutschen Heavy-Kapelle. Das ist ein wahres Monster von einem Album. Es schafft es, sowohl Old-School als auch frisch zu sein, wobei der Fokus auf gewaltigen, mitreißenden Refrains und komplexen Gitarrenharmonien liegt. Es erkundet die dunklere Seite der menschlichen Natur, doch die Musik ist so triumphierend, dass man das Gefühl hat, man könnte einen Berg niederschlagen und trotzdem gewinnen.
Sparagmos - Error
Der neueste Output der polnischen Formation. Sparagmos verbindet Death Metal mit avantgardistischen und progressiven Elementen. Wenn man "Error" hört, fühlt es sich an, als würde das eigene Gehirn von einem Heavy-Metal-Supercomputer defragmentiert. Es ist kantig, unberechenbar und auf wunderbare Weise unbequem. Es ist ein Systemfehler, der sich bei wiederholtem Hören lohnt - perfekt für Metalheads, die ihre Musik gerne wie eine komplexe mathematische Aufgabe erleben.
Spencer Cullum - Coin Collection 3
Der amerikanische Singer & Songwriter mit den dritten Teil seiner Coin-Collection-Serie, Das ist Musik aus hoher Luft. Cullum verwandelt die Pedal-Steel-Gitarre - normalerweise ein einsames Country-Instrument - in ein Raumschiff. Es ist ein verschwommener, psychedelischer Traum, in dem Nashville auf Berlin trifft. Der Sound ist stark instrumental geprägt, unglaublich chillig und klingt wie ein Sonnenuntergang, den man durch ein Kaleidoskop betrachtet.
Spirits Burning, Bridget Wishart - Fragments
Die neue Veröffentlichung des britisch-amerikanischen Ambient-/Space-Rock-Superkollektivs unter der Leitung von Don Falcone, mit dem ätherischen Gesang der ehemaligen Hawkwind-Sängerin Bridget Wishart. Dieses Album ist wie eine Reise durch eine Nebelwolke mit einem wirklich coolen Reiseleiter. Es ist eine verschwommene, schimmernde Sammlung von Fragmenten aus einem kosmischen Traum. Mit Gastauftritten verschiedener Prog-Rock-Legenden wirkt es wie eine Meditationssitzung in großer Höhe - ätherisch, weitläufig und wunderschön ausdehnend.
Stormo - Sogni Che Invadonoa il Cielo
Das unerbittliche italienische Hardcore-/Screamo-Quartett, bekannt für seine chaotische Energie und seine poetischen, italienischsprachigen Texte, präsentiert neue Kompositionen. Der Titel bedeutet übersetzt Träume, die den Himmel erobern, doch es handelt sich um von Albträumen getriebene Träume. Es ist ein 30-minütiger Wirbelsturm aus scharfen Riffs und verzweifelten Schreien. Es ist wunderschön gewalttätig - die Art von Musik, die wie eine Panikattacke klingt, einen aber seltsam ruhig zurücklässt, sobald der letzte Ton verklingt.
Stuck - Optimizer
Das amerikanische Quartett mit seinem Sophomore Release. Ein Post-Punk-/Art-Rock-Quartett, das sich durch kantige Rhythmen und trockene, satirische Betrachtungen der modernen Arbeitswelt und Technologie auszeichnet. "Optimizer" ist eine "hektische Büro-Party" zum Weltuntergang. Das Album strotzt nur so vor kantigen Gitarren und Texten über die Absurdität unternehmerischer Effizienz. Es ist clever, zynisch und unglaublich tanzbar - perfekt, wenn man abrocken möchte, während man die Optimierung seiner gesamten Existenz hinterfragt.
Sun Eater - Death Crown
Das Debüt der Franzosen wird sich im Meer der Sameness wohlfühlen. Ein mitreißendes Deathcore-/Extreme-Metal-Projekt, das stark von symphonischen und Black-Metal-Elementen geprägt ist. Dieses Album ist ein wahres Kraftpaket an Härte. Es bietet schädelzerstörende Breakdowns, gepaart mit hochfliegenden, epischen Orchestrierungen. Es ist das musikalische Äquivalent einer Sonneneruption, die auf die Erde trifft - blendend, kraftvoll und absolut zerstörerisch. Wenn du Metal magst, der wie eine regelrechte Apokalypse klingt, dann setz dir die Krone auf.
Sunglaciers - Spiritual Content
Das neueste Studio-Outlet des kanadischen Duos. Es schafft aus Post-Punk und Psych-Rock verträumte, melodische und leicht paranoide Klangwelten. Dieses Album ist wunderbar unruhig. Es ist voller schimmernder, sonnendurchfluteter Melodien, die von einem Gefühl digitaler Unruhe untermauert werden. Es ist auf eine Art spirituell, die sich anfühlt, als würde man um 2 Uhr morgens durch einen Feed scrollen - melancholisch, wunderschön und zutiefst nachvollziehbar. Es ist der ultimative Soundtrack dafür, gleichzeitig alles und nichts zu fühlen.
Sura’sura - Warfare Metal
Das Debüt des kraftvollen Trios aus der aufstrebenden Extreme-Metal-Szene Sri Lankas, das dafür bekannt ist, alte mythologische Themen und traditionelle Instrumente in einen brutalen Sound zu integrieren. Das ist Kampfmusik für die Seele. Sie ist unerbittlich, rau und erinnert an ein staubiges Schlachtfeld aus einer längst vergangenen Zeit. Mit vernichtenden Riffs und kehligen Gesängen ist es ein furchteinflößend straffes Stück Metal, das klingt, als wäre es in einem Vulkan geschmiedet worden. Es ist laut, uralt und absolut kompromisslos.
Suzi Quatro - Freedom
Die Queen of Rock'n'Roll mit ihrem 18ten Studioalbum in ihrer 50 jährigen Karriere. Suzi hat nichts von ihrer ledergekleideten Ausstrahlung eingebüßt. "Freedom" ist eine energiegeladene Hymne an die Unabhängigkeit, voller bluesiger Rauheit und jenem unverkennbaren, dröhnenden Bass. Es ist Classic Rock, der sich nicht alt anfühlt - er fühlt sich unverzichtbar an. Wenn du eine Erinnerung daran brauchst, warum Rock’n’Roll die beste Medizin ist, ist Suzi da, um dir die Dosis zu verabreichen.
Syrinx Call - Mirrorneuron, Part 2
Das deutsche Projekt um den Multi-Instrumentalisten Volker Kuinke mit der Fortführung von Mirrorneuron (2021). Hast du dich schon einmal gefragt, wie Jethro Tull klingen würde, wenn die Flöte durch eine sehr raffinierte Blockflöte ersetzt würde? Das ist symphonisches Geschichtenerzählen in seiner fantasievollsten Form. Es ist üppig, komplex und besticht durch schwebende Gitarrensoli, die um Kuinkes Holzbläser-Melodien herumtanzen. Es ist eine den Geist anregende Reise durch menschliche Empathie und Verbundenheit.
Taroug - Chott
Der tunesische Producer, Drummer und Percussionist mit seinem Sophomore Output. "Chott" (benannt nach den ausgetrockneten Salzseen der Sahara) ist eine Fata Morgana in Klangform. Es ist schimmernd, dunstig und leicht bedrohlich. Es verbindet die Hitze der Wüste mit der kühlen Präzision deutscher Elektronik. Es ist der perfekte Soundtrack, um sich in einer weiten, sonnenverbrannten Landschaft zu verlieren - eindringlich schön und zutiefst fesselnd.
Teeth Of Lamb - Deathward
Das britische Outfit mit seinem neuesten Longplayer. Dieses Album ist ein Schlag in die Magengrube. Es ist schnell, hässlich und klingt, als wäre es in einem Keller aufgenommen worden, der gerade unter Wasser steht. "Deathward" ist ein rasender Sprint auf das Ende der Welt zu, angetrieben von Rückkopplungen und purem Adrenalin. Es ist auf die richtige Art und Weise crusty - ungeschliffen, wütend und unbestreitbar kraftvoll.
The Academy Is... - Almost There
Nach gut 20 Jahren Pause ist die einflussreiche Truppe aus Chicago wieder da. Die Könige der Nostalgie der frühen 2000er Jahre sind mit einem Traum von einem Album zurückgekehrt. Frontmann William Beckett liefert über schimmernden Synthesizern und treibenden Rhythmen einige seiner emotional direktesten Gesangsdarbietungen ab, sodass man das Gefühl bekommt, der Sommer 2005 sei nie wirklich zu Ende gegangen - er ist einfach erwachsen geworden.
The Boxer Rebellion - The Second I'm Asleep
Das siebente Outlet der britischen Formation. Dieses Album ist Überleben, das zur Kunst geworden ist. Es fängt die Band in ihrer Blütezeit ein und zeichnet emotionale Landschaften mit Präzision und Anmut nach. Nathan Nicholsons unverwechselbarer Gesang führt dich durch Chaos und Klarheit und beweist, dass sie auch nach zwanzig Jahren noch Songs schreiben können, die in einer sich rasch wandelnden Welt wie ein Zufluchtsort wirken.
The Casualties - Detonate
Die legendären Street-Punk- und Hardcore-Veteranen, die seit den frühen 90er Jahren aus der New Yorker Szene nicht mehr wegzudenken sind, präsentieren neues Studiomaterial. "Detonate" ist eine regelrechte Explosion aus 90 Sekunden Hardcore-Kraftpaketen. Entstanden aus dem Gefühl, von sozialen Medien und weltweiten Nachrichten überflutet zu werden, ist es eine wütende Reaktion auf die Spaltung unserer Zeit. Es ist laut, es ist roh und es ist eine schmerzhafte Erinnerung daran, dass Punk nicht nur lebendig ist, sondern auch noch immer seine Zähne zeigt.
The Crooked Skulls - Midnight Sun
Das Debüt des amerikanische Trios. Sie verbinden den trägen Stoner-Rock-Sound mit der Rauheit von Doom und Southern Metal. Das ist ehrliche und schnörkellose Heavy-Musik. Es ist eine von der Straße gezeichnete, fuzzgetränkte Reise, auf der Bob Balch von Fu Manchu ein herausragendes Gastsolo beisteuert. Wenn ihr eine Platte sucht, die klingt, als wäre sie in einem Keller aufgenommen worden, und nach Wüstenstaub riecht, wird euch dieser groovige "Leviatha" wie ein Hammerschlag treffen.
the FLV. - Land of Siesta
Das aufstrebende Elektronik- und Ambient-Projekt aus Spanien, das stark von der Slow-Living-Philosophie des Mittelmeerraums geprägt ist. Das ist "Nap-Core" in seiner raffiniertesten Form. Es ist eine verträumte, sonnendurchflutete Sammlung von Stücken, bei denen man sich fühlt, als würde man an einem heißen Nachmittag in einen Traum hinein- und wieder herausgleiten. Die Musik ist gemächlich, aber rhythmisch reichhaltig - der perfekte Begleiter für einen ruhigen Tag, an dem das einzige Ziel darin besteht, absolut nichts zu tun.
The New Pornographers - The Former Site Of
Das zehnte Studioalbum der kanadischen Indie-Rock-Supergroup mit A.C. Newman, Neko Case und Kathryn Calder. Dieses Album, das sorgfältig als Sammlung von zehn Kurzgeschichten zusammengestellt wurde, ist lebhafter, fröhlicher und eigenwilliger Power-Pop mit einer dunkleren Unterströmung von Verlust. Es ist ein wunderschönes, komplexes Puzzle, in dem sich schwebende Gesangsharmonien mit Texten über Menschen in ihren persönlichen Extremsituationen verbinden.
The Oldest House - The Art Of Abysswalking
Das Debüt des spanischen One-Man-Avantgarde-Black-Metal-Projekts von Alex Moreán (Aversio Humanitatis). Das ist existenzielle Angst, verwandelt in einen klanglichen Monolithen. Es ist eine vernichtende, ausufernde schwarze Messe, die sich zugleich erdrückend und überraschend triumphierend anfühlt. Wenn du Metal suchst, der sich wie ein verzweifelter Kampf gegen eine tote Welt anfühlt, dann ist dieses weitläufige Meisterwerk genau der richtige Soundtrack für dich.
The Order - Empires
Die erfahrene Schweizer Hardrock-/Heavy-Metal-Band, die ihr 20-jähriges Jubiläum feiert, unter der Leitung von Frontmann Gianni Pontillo (der kürzlich zu Nazareth gewechselt ist). "Empires" ist ein kraftvolles, ausgereiftes Statement über den Aufstieg und Fall politischer Mächte. Es basiert auf massiven Riffs und hymnischen Melodien, die inmitten des Chaos imperialer Ambitionen eine überraschende Botschaft der Hoffnung vermitteln. Es ist laut, ehrlich und unbestreitbar heroisch.
The Pretty Flowers - Never Felt Bitter
Das amerikanische Outfit mit seinem neuesten Longplayer. Dieses Album, das aus den Turbulenzen von Los Angeles hervorgegangen ist, ist eine Verschmelzung von Pop-Instinkt und roher Körperlichkeit. Es fängt ein Gefühl von Dringlichkeit und Verwirrung ein und liefert Hymnen für die Underdogs mit einer aus dem Leben geschöpften Autorität. Es klingt wie ein Radiohit aus einer anderen Dimension - vertraut, ehrlich und vollkommen präsent.
The Twilight Sad - It's The Long Goodbye
Das sechste Output der schottischen Kapelle. Stark geprägt von der Melancholie des Post-Punk der 80er Jahre. Dies ist ein erschütternd unverfälschter emotionaler Exorzismus. Textlich dreht sich alles um die erschütternde Erfahrung, die Graham machte, als er seine Mutter durch Demenz verlor und gleichzeitig selbst Vater wurde. Es ist ein schweres, atmosphärisches Meisterwerk, in dem donnernde Gitarren und schottischer Dialekt auf durchdringende Keyboards treffen und so eine Wand aus wunderschöner, ohnmächtiger Trauer errichten.
Threat Signal - Revelations
Neun Jahre nach ihrem letzten Release ist die kanadische Kapelle wieder zurück. Verwischt die Grenzen zwischen brutaler Intensität und eingängigen Melodien. Dies ist ein starkes Comeback für das kanadische Powerhouse. Entstanden aus persönlichen Kämpfen und innerem Chaos, bietet "Revelations" ein komplexes Geflecht aus knackigen Riffs und wirklich wütendem Gesang. Es ist zugleich technisch anspruchsvoll und groovig und ein wahres Riff-Fest für alle, die ihre scharfe, aggressive Energie vermisst haben.
Tigers Jaw - Lost On You
Das neueste Studioalbum des amerikanischen Outfits. Eine gekonnte Mischung aus Post-Punk, Shoegaze und mitreißendem Indie-Rock. "Lost On You" ist ein fesselnder Roman in Albumform, der die Schönheit des Loslassens und des Überstehens von Lebensübergängen einfängt. Der nahtlose Wechsel der Leadstimmen zwischen Collins und Walsh ist nach wie vor ihre größte Stärke und schafft ätherische Harmonien über nachdenklichen, melancholischen Gitarrenklängen. Es wird nicht unbedingt dein inneres Kind heilen, aber es ist ein atemberaubender Leitfaden dafür, wie man mit der Bitterkeit und den Erinnerungen leben kann.
Till Hillbrecht, Zimoun - Warp Slow
Die Zusammenarbeit zwischen dem Multi-Instrumentalisten Till Hillbrecht und dem Schweizer Klangkünstler Zimoun, bekannt für seine minimalistischen Installationen und Guitar Studies. Dieses Album ist eine düstere, aggressive Erkundung unruhiger, sich wandelnder Landschaften. Mit einfachen Gesten auf einem einzigen Instrument erzeugt das Duo verschwommene Felder aus Verzerrungen, die den Eindruck erwecken, als würde man in einem Moment durch eine sakrale Kammer und im nächsten durch eine unheimliche Höhle wandern. Es ist ein friedliches und doch raues Aufeinandertreffen von statischen Drones und himmlischen Echos - eine wahrhaft beeindruckende Übung in Geduld.
Tom Misch - Full Circle
Das Sophomore Full-Length des britischen Singer & Songwriters. "Full Circle" ist Mischs persönlichstes und ehrlichstes Werk, bei dem digitale Perfektion zugunsten der Wärme von Tonband und Live-Performance zurückgestellt wurde. Es fühlt sich an, als würde man in einem Familienfotoalbum blättern - ohne aufdringliche Percussion, damit Stimme und Gitarre im Vordergrund stehen. Dieses Album ist eine sanfte, nachdenkliche Umarmung für alle, die Trost suchen, und beweist, dass der beste Weg nach vorne manchmal darin besteht, zu dem Songwriting zurückzukehren, mit dem alles begann.
Tomorrow’s Outlook - Black Waves
Das neueste Output der norwegischen Formation. Das ist Metal, der selbst in der eisigen Arktis hell genug lodert, um eine bleibende Wärme zu hinterlassen. Es ist ein fesselndes Konzeptalbum über die tragische Geschichte der norwegischen Küstengemeinden, Schiffsunglücke und das unerbittliche Meer. Mit schwungvollen Gesangspassagen und scharfen, messerscharfen Riffs gelingt es dem Album, sowohl technisch anspruchsvoll als auch unglaublich mitreißend zu sein.
Total Maniac - Love Overdrive
Die amerikanische Kapelle mit ihrem Sophomore Longplayer. "Love Overdrive" ist 27 Minuten purer Metal-Spaß. Das Album ist kraftvoll, mitreißend und energiegeladen und klingt wie eine rasante Verfolgungsjagd durch die zwielichtigen Viertel der Stadt. Es ist glühend heißer Metal im rasenden Overdrive - perfekt für alle, die finden, dass der moderne Metal etwas zu brav geworden ist.
Tow'rs - The Shape of Letting
Das neueste Release des amerikanischen Duos. Ihre Musik ist unverfälscht und ehrlich und setzt Erinnerungen und Fragen in Lieder um. Dies ist ein Album, das für die stündliche Dämmerung, wenn das Licht schwindet gedacht ist. Entstanden während eines Jahres in Pflegefamilien und in der Bewältigung von Trauer, ist es eine Ansammlung von Texten, die die vielen Wege erkundet, wie wir Dinge zulassen - die Liebe zulassen, den Verlust zulassen und der Hoffnung erlauben, weiterhin das Ruder zu übernehmen. Es fühlt sich an wie ein ruhiges, spätnächtliches Gespräch mit einem engen Freund.
Tristan Allen - Osni the Flare
Der amerikanische Producer und Komponist mit seinem neuesten Longplayer. Es handelt sich um eine transzendente Puppensinfonie, die eine Geschichte der Verwandlung durch Feuer erzählt. Mit wortlosem Gesang, Orgeln und Spielzeuginstrumenten wirkt das Werk wie aus einer fantastischen Welt - akribisch, wunderschön und zutiefst fesselnd.
Tulus - Morbid Desires
Das achte Studioalbum der langjährigen norwegischen Black-Metal-Veteranen bleibt dem für die Band typischen Black'n'Roll-Sound treu, fügt aber zur Abwechslung Flamenco- und Akustikgitarren hinzu. "Morbid Desires" ist genau das, was die Fans erwarten: kalt, unerbittlich und auf wunderschöne Weise aggressiv. Es ist ein Massengrab des Traumas, das durch scharfe Riffs und gesungenen Gesang vermittelt wird und in dem abschließenden Titel "Sabbat" gipfelt, der eine klare Hommage an die Wurzeln des Genres darstellt.
Ty Myers - Heavy on the Soul
Der amerikanische Singer & Songwriter mit seinem Sophomore Release. Myers gibt auf diesem Album, das bittersüße Hymnen für unruhige Herzen enthält, alles, was er hat. Aufgenommen in den legendären FAME Studios, ist es eine gefühlvolle, authentische Reise, die beweist, dass er weit mehr ist als nur eine virale TikTok-Sensation - es ist Musik mit echtem Gewicht und viel Herz.
Tyler Friedman - METLASR
Der italienische Producer mit seiner neuesten Komposition. Es knüpft an die Traditionen des Downtown-Minimalismus, mikrotonaler Idiophone und traditioneller Musik aus aller Welt wie dem Gamelan an. "METLASR" ist eine pointillistische Verschmelzung aus kristalliner FM-Synthese und gesampelten Percussion-Klängen. Im Mittelpunkt steht eine endlose Kaskade geometrischer Melodien, die wirken, als würden sie in fraktalen Spiegeln reflektiert - seltsam, wunderschön und vollständig in einzigen Durchgängen improvisiert.
Tårfödd - Mörker täcker livets ljus
Das Projekt, das in erster Linie das Werk des schwedischen Multi-Instrumentalisten Simon Lindgren ist, beschäftigt sich häufig mit Themen wie Menschenfeindlichkeit, der destruktiven menschlichen Natur und existenzieller Angst. Dieses Album ist eine kalte, erdrückende Umarmung des schwedischen Winters. Es verbindet die rohe Intensität des klassischen Black Metal mit weitläufigen, atmosphärischen Passagen, die das Gefühl vermitteln, durch einen mondbeschienenen, gefrorenen Wald zu wandern. Es ist eindringlich, emotional schwer und perfekt für alle, die Schönheit in den düstersten Schatten finden.
Under Exile - Ephemera
Die neueste EP der amerikanischen Formation. "Ephemera" ist eine eindringliche Auseinandersetzung mit dem modernen digitalen Verfall. Mit wuchtigen Riffs und fesselnden Klanglandschaften erkundet die Band den Grenzraum zwischen unserem realen Selbst und unseren Online-Identitäten. Das Album trifft hart und lässt einen nicht mehr los - es ist eine düstere, melodische Warnung vor der hohlen Verehrung des Bildschirms.
Varmia - Lauks
Die polnische Kapelle mit ihrem neuesten Longplayer. Die Band nimmt ihre Alben an historischen Orten - wie beispielsweise Burgruinen - auf, um einen rohen, natürlichen Klang einzufangen. Dieses Album ist ein obskurer baltischer Ritus, der zum Leben erweckt wurde. Durch die Kombination traditioneller ethnischer Instrumente wie der Tagelharpe und des Ziegenhorns mit der rasanten Geschwindigkeit des Black Metal schafft Varmia einen Sound, der zugleich ursprünglich und raffiniert ist. Es ist eine wilde Hymne an die nördliche Wildnis, die sich so uralt anfühlt wie die Ruinen, in denen sie aufgenommen wurde.
WaSaBi Trio - WaSaBi Trio
Das Debüt des experimentierfreudigen Ensembles mit dem Pianisten Walter Thompson, dem Gitarristen Sam Day Harmet und dem legendären Drummer Billy Martin. Das ist der Klang dreier Meister der Improvisation, die mit voller Intensität aufeinandertreffen. Es ist unvorhersehbar und kühn, eine Mischung aus kantigen Grooves und klanglichen Experimenten auf der Mandoline und handgefertigten Bambusinstrumenten. Es ist auf die bestmögliche Art und Weise würzig - ein lebhafter, mitreißender Dialog, der einen mit jeder scharfen Wendung im Ungewissen lässt.
Wildernesses - Growth
Das Debütalbum des Londoner Quartetts. Stellt euch vor, die minimalistische Schönheit von Explosions In The Sky trifft auf den schimmernden Glanz von Slowdive. "Growth" ist eine sensationelle Reise, die alles einfängt - von der Post-Rock-Größe von Sleepless bis hin zu beunruhigenden Betrachtungen über alltägliche Überlebensrituale. Es ist die Art von Musik, die sich unter der Festivalsonne mit einem kühlen Bier in der Hand wie zu Hause fühlt.
Wilkinson - Infinity
Der britische Producer mit seinem neuesten Output. Wilkinson veröffentlicht nicht einfach nur ein Album; er bringt ein 14-Track-Vermächtnis heraus, das sowohl die Tanzfläche als auch emotionale Tiefe zelebriert. Von der mitreißenden Hymne "Eternity" bis hin zum gefühlvollen Highlight "Ultraviolet" beweist "Infinity", dass dieser Veteran gerade erst richtig loslegt.
Winterfylleth - The Unyielding Season
Zu ihren 20ten Geburtstag bringt die britische Kapelle ihr erstes Full-Length über Napalm Records. Das ist ein loderndes Lauffeuer in klanglicher Form - eine Rebellion gegen die bösartigen Kräfte, die die Gesellschaft zerreißen. Es ist eine wunderschön eindringliche Betrachtung unserer Welt, die von mitreißenden Kampfhymnen wie "Heroes of a Hundred Fields" bis hin zur ruhigen, akustischen Atempause von "Unspoken Elegy" reicht.
Wintersleep - Wishing Moon
Das neueste Release der kanadischen Formation. "Wishing Moon" wurde in der trockenen Hitze der Wüste aufgenommen und zeigt die Band auf einem neuen Höhepunkt ihrer Vitalität. Das Album ist eine Bekräftigung ihrer DIY-Wurzeln an der Ostküste und verbindet atmosphärische Gitarrenklänge und treibende Rhythmen mit einer neugierigen, offenen Herangehensweise. Es ist im Grunde eine herzliche Umarmung für die Fans, die fast ein Jahrzehnt auf ihre Rückkehr gewartet haben.
worriedaboutsatan - No Knock No Doorbell
Der britische Komponist und Producer bleibt sehr konsistent in seinem Release-Zyklus: 20 Jahre; 20te Release. Miller hat die schleichend langsamen Langformstücke der Vergangenheit hinter sich gelassen und setzt nun auf etwas Raueres und Unmittelbareres. Es handelt sich um von Noir-Elementen durchdrungene elektronische Musik, die zwei Jahrzehnte experimentellen Überlebens feiert - ein straffes, düsteres und lohnendes Hörerlebnis für alle, die ihre Beats gerne mit einer Prise grüblerischer Mystik genießen.
Wu Zhuoling - Uncharted II
Die chinesische Producerin und Sound Designerin mit der Fortsetzung ihrer 2023er EP. Ihre Arbeit ist von alter chinesischer Poesie und Malerei inspiriert, vermischt mit ihrer frühen Faszination für westlichen Pop der 1980er Jahre wie Wham! und innermongolische Volksmusik. Dies ist eine spekulative Klangreise in die Tiefen des Weltraums. Sie ist meditativ und zugleich dynamisch - perfekt für Hörer, die der globalen Krise durch die Linse hochauflösenden elektronischen Zen entfliehen möchten.
Xtinguish The Code - The Conflict
Das amerikanische Outfit mit seinem Sophomore Full-Length. "The Conflict" ist ein Radikalisierungsritual in Audioform. Es erzählt eine fesselnde Geschichte von Solidarität in der Arbeiterklasse und politischem Erwachen und trifft einen mit einem unverfälschten Schlag, der Lust macht, für etwas einzustehen - und vielleicht dabei auch ein bisschen zu pogen.
Ye - Bully
Ye#s zwölftes Studioalbum, das sich von der Vultures-Ära entfernt und sich einem entspannteren und melodischeren Lo-Fi- und experimentellen Hip-Hop-Sound zuwendet. "Bully" ist Ye's "Comeback-Manifest", das aggressiven Rap gegen eine dramatische, gesangslastige Darbietung eintauscht, die sich wie ein jammerndes Crescendo emotionaler Ehrlichkeit anfühlt. Es ist ein minimalistisches Kapitel, das beweist, dass er auch nach Jahren des Chaos noch immer diesen alten Saft in sich hat.
Yeat - ADL (A Dangerous Lyfe / A Dangerous Love)
Ein gewaltiges Doppelalbum, das Yeats sechstes Studioalbum darstellt und sich mit futuristischem Rage-Trap, Alternative und melodischem Rap auseinandersetzt. Es handelt sich um einen bipolaren Blockbuster, der zwischen aggressiver Prahlerei und introspektiver Verletzlichkeit schwankt. Ob er nun Elton John für einen Track engagiert oder King Kylie Jenner ans Mikrofon lässt - es ist ein karriereprägender Sprung in den experimentellen High-Fashion-Stil des digitalen Zeitalters.
Yelena Eckenoff - Rosendals Garden
Die russische Komponistin und Pianistin mit ihrem neuesten Longplayer. Dieses Album ist ein grünes Refugium, eingefangen in reinem Klang. Es ist ein Kaleidoskop aus Klangtexturen und klanglichen Ausblicken, das dazu einlädt, einen Gang herunterzuschalten und in die inneren Erfahrungen des Komponisten einzutauchen. Es ist Jazz, der sich Ihre Aufmerksamkeit eher durch Geduld als durch Lärm verdient - ein perfekter skandinavischer Sommerabend in einer Schachtel.
Yonder Mountain String Band - Good As True
Das 12te Studioalbum der amerikanischen Pioniere des "Jamgrass". "Good As True" ist der Sound einer Band, die seit 27 Jahren besteht und sich nach wie vor eher auf ihr Gespür als auf bewährte Formeln verlässt. Er ist warm, ausdrucksstark und ungezwungen und fängt den Funken einer Live-Studio-Session ein. Der 16-minütige Schluss-Track "Barroom Feather" ist ein ununterbrochener Jam, der ihre derzeitige Energie in voller Blüte perfekt zusammenfasst.
Zerre - Rotting On A Golden Throne
Das neueste Full-Length der deutschen Formation. Das ist ein knochenharter Thrash-Metal-Angriff, bei dem die früheren Punk-Wurzeln gegen eine dunklere, intensivere Atmosphäre eingetauscht wurden. Man stelle sich vor, die frühen Metallica und Exodus würden auf den D-Beat-Rauheit von Nuclear Assault treffen. Es ist eingängig, mitreißend und unverhohlen wütend - ein absolutes Muss für jeden Maniac in Jeansweste.
Zosha Warpeha - I grow accustomed to the dark
Die amerikanische Multi-Instrumentalistin und Komponistin mit ihrem neuesten Outlet. Dies ist eine eindringliche, sinnliche Meditation, aufgenommen in einem hallenden Theater. Sie ist nüchtern und andächtig, wobei sich das kollektive Gedächtnis in Klangtextur und Ritual auflöst. Die Musik bewegt sich wie Funken eines Lagerfeuers, bevor sie in eine bedächtige, intensive Stille versinkt, die offenbart, was das Auge nicht sehen kann.
Earlier the week ...
Aidan Baker - Songs of Waking & Weather
Der kanadische Multi-Instrumentalist mit neuen Solo-Material. Dieses Album ist wie ein Sonnenaufgang, den man durch ein beschlagenes Fenster beobachtet. Es ist langsam, verträumt und unglaublich reich an Klangtexturen. Baker nutzt seine Gitarre, um Klangwolken zu erschaffen, die sich langsam verschieben und wandeln. Es ist ein wunderschönes, einschläferndes Album, das diesen seltsamen, stillen Übergang vom Träumen zum Wachsein perfekt einfängt.
Alhambra - Skyward Pray
Die japanische Combo mit ihrem neuesten Release nach einer 10 jährigen Release-Pause. Ein progessives und technisch ausgereiftes Werk des Power Metal, welches eine Geschichte versucht zu erstellen. Die Kompositionen aus Power Metal, Hard Rock, Heavy Rock und Symphonic Metal nehmen technische Keyboard Arbeit und verbinden diese mit neoklassischer Gitarren-Arbeit.
Alon Stern - Supreme Chord
Der israelische Multi-Instrumentalist, Producer und Lehrer mit seinem neuesten Release. Das Werk zeichnet sich durch komplexe rhythmische Strukturen und melodisches Zusammenspiel aus, wobei er häufig sowohl auf seine Wurzeln im Nahen Osten als auch auf die reichen Jazztraditionen Südafrikas zurückgreift.
Anthony Splane - The Changing Divide
Der neueste Longplayer des kanadischen Multi-Instrumentalisten und Producer. Eine persönliche Auseinandersetzung im Style von Alternative Rock, Pop Rock, Indie Rock, Art Rock, Progressive Rock und Psychedelic Pop. Der Künstler spielte dabei alle Instrumente im Studio selber ein, um den persönlichen Ausdruck in den Kompositionen aufrechtzuerhalten.
Aurora Disease - Epitaph
Das neueste Studio Album des deutschen Projekts um den Multi-Instrumentalisten "Antisozial". Ein avantgarde-melancholisches Werk des DSBM, welches Elemente von Psychedelic Rock, Art Rock und Progressive Rock mit in seine abgrundtiefen Kompositionen einbindet. Dabei wird zwischen depressiven Screams und weltlichen Cleans gewechselt um den täglichen Kampf der Depression Strukturen zu verleihen.
Baby Dont Cry - After Cry
Die koreanische Girl-Group mit ihrem neuesten Mini-Release, welches den Start ihrer "Tear Trology" einleitet. Für diesen Start zieht die Formation einen Mix aus K-Pop, Kawaii Pop, Alt Pop und Synth Pop heran, welcher auch gern "Baby Metal" genannt wird, ohwohl das "Metal" hier sehr diskutiert werden kann.
Bloodletting Prince - Bloodletting Eyes, Bearers Of Insight
Das italienische Duo mit seinem Sophomore Release. In MySpace Qualität wird ein Werk des Symphonic Deathcore erzeugt, welches mit funny Gesangsexperimenten versehen ist. Das Songwriting ist nicht wirklich Überraschend für Digi Deathcore, welcher mit symphonischen Elementen versehen wurde. Das was die Kompositionen besonders macht, sind die Ideen hinter den Gesangseinlagen.
Blurstem - Fallen Fragments
Der amerikanische Komponist und Pianist Chris Bartels mit seinem neuesten Full-Length. Im Mittelpunkt der Musik steht minimalistische Intimität im Kontrast zu weitläufiger Erhabenheit. Sie zeichnet sich durch gefilteres Klavier, analoge Tonbandschleifen, hallgetränkte Klangschichten und Zeitexperimente wie Rückwärtswiedergabe und Tonhöhenverschiebung aus.
Clocolan - When the Emptying Sun Filled the Sky
Der neueste Longplayer des südafrikanischen Komponisten und Producer Emlyn Ellis Addison. Das Album zeichnet sich durch eine einzigartige Kombination aus elektronischen und akustischen Klängen aus, wobei Holzbläser-Cluster, Mikrotonalität und sparsam eingesetzte melodische Motive zum Einsatz kommen, die einen hypnotischen, filmischen Effekt erzeugen sollen. Ein Werk welches Ambient, IDM, Downtempo und Hauntology in einen theatralischen Rahmen fusioniert.
Eleveine - Travelling
Das franzöische Trio mit seiner Debüt EP. Ein überaus dynamisches und komplexes Werk des Alternative Rock, welches Strukturen von Art Rock, Noise Rock, Progressove Rock, Post Grunge und Post Punk eine seine elementaren Grundbau integriert.
Gengis Don - No Rules 2 This
Der amerikanische Jazz-Drummer und Producer mit seinem neuesten Full-Length Output. Eine Komposition aus modernem Jazz, die eine Mischung aus gleichmäßigen, hypnotischen Hip-Hop-Grooves und jazzigen Experimenten bietet. Schon die Titel der Stücke - wie "Album Intros Are Overrated" und "Song's Already Out but I Need the Streams" - spiegeln einen metatextuellen Kommentar zur modernen Musikindustrie wider.
Hegeroth - Soaked In Rot
Die polnische Formation mit ihrem neuesten Full-Length. Eine tiefgründige Auseinandersetzung mit Atheismus und Nihilismus, welche in Strukturen von Melodic Black Metal und Raw Black Metal eingepackt wird. Mit roher Energie und aggressiven Tremelos wird der origenelle und organische Gesang in eine tiefe Atmosphäre gesetzt.
Juvenile - Boiling Point
Der amerikanische Producer und Rapper Terius Gray bringt zu seinem 51ten Geburtstag einen neuen Longplayer heraus. Der Pionier im Southern Hip Hop bringt seine alten Bounce Rhythmen ("Juvenile") zum neuen Glanz.
Manoel Cruz - Navegante
Der brasilianische Komponist und Jazz Bassist mit seinem neuesten Release. Sein Werk ist bekannt für seine raffinierte harmonische Sprache und seine rhythmische Präzision. "Navegante" (was so viel wie "Navigator" bedeutet) greift ein in der brasilianischen Musik häufig behandeltes Seefahrer-Thema auf und besticht durch fließende Basslinien und melodische Improvisationen. Das Album vereint brasilianischen Jazz, Samba und Brasileira.
Model/Actriz - Swan Songs
Das amerikanische Trio mit seiner Überraschungs-EP. Der Sound ist eine mitreißende Mischung aus Noise-Rock, Post-Punk und Industrial-Dance-Musik. Sie sind bekannt für ihren "Sprechgesang"-Gesangsstil und ihre äußerst rhythmische Instrumentierung, bei der alles eine Trommel ist.
Rahul Mukerji - Mridhangit
Der renommierte indische Gitarrist und Komponist mit seinem neuesten Longplayer. Ein orientalisches Experiment aus Progressive Rock, World Fusion, Jazz Fusion, Progressive Metal und Experimental Rock. In seinen neuesten Kompositionen bezieht er mehr und mehr die Töne des indischen Kontinents ein.
Richard Bliwas - Insomnia
Der amerikanische Pianist und Komponist mit Teil 1 seines neuesten Release-Cycle. Das Werk zeichnet sich durch harmonische Mehrdeutigkeit und eine Konzentration auf Raum und Resonanz aus. Die Kompositionen wirken oft wie sorgfältig strukturierte spontane Improvisationen, in denen sich eine jazzige Sensibilität mit der formalen Disziplin der klassischen Musik des 20. Jahrhunderts verbindet. Eine klassische Improvisation aus Modern Classic und Modern Jazz.
Richard Bliwas - Summoning
Der amerikanische Pianist und Komponist mit Teil 2 seines neuesten Release-Cycle. Im Gegensatz zum eher minimalistischen "Insomnia" wird "Summoning" als ein Stück mit einer eher beschwörenden und dringlichen Energie beschrieben. Es zeichnet sich durch komplexe Klaviertexturen, unvorhersehbare harmonische Wendungen und eine Betonung der Körperlichkeit des Instruments aus.
Steamgenerator - Hopeless Romantic
Das deutsche Quintett mit seinem neuesten Longplayer. Ein Album, das mit seinem sorgfältig gestalteten Klangkosmos beweist, dass klassischer Doom Metal authentisch und spannend bleiben kann. Es zeichnet sich durch eine meditative Schwere, dichte Atmosphären und stoische, unerschütterliche Rhythmen aus.
Stormo - Sogni Che Invadono il Cielo
Das neueste Output des italienischen Outfits. Ein energiegeladenes Bündel aus Post Hardcore, Mathcore, Crust, Noise Rock und Hardcore Punk. Dabei werden die schnellen und vertakteten Kompositionen in ein Meer aus Emotionen eingepackt, welches sich zu experimentellen atmosphärischen Zwischenspielen ausspielt, wo die Experimente kein Ende zu nehmen scheinen.
Teratoma - Longing Veracity
Die internationale Formation aus Berlin mit seinem Sophomore Longplayer. Ein Gigant des Verfalls, der rasante Angriffe mit schleppenden, düsteren Passagen in Einklang bringt. Eine perfekte Verbindung aus schwedischem Death Metal (nicht HM-2) und abgedrehten, depressiven finnischen Klängen.
Throw The Dice - Contactless
Das Debüt der spanischen Kapelle. Eine experimentierfreudige und heavy Exkursion durch Progressive Rock, Progressive Pop, Indie Rock und Art Rock. Hier wird auf einfacher Electronica komplexe Strukturen erschaffen und mit fließenden Rhythmen belegt.
Unité Douleur - Pollen Haze
Die französische Formation mit ihrer Sophomore EP. Ein weicher und experimentierfreudiger Baukausten aus Post Metal, Progressive Rock, Alternative Rock und Psychedelic Rock. Das Songwriting wirkt entsprechend profressionell, lädt zum Abschweifen ein, hällt aber dennoch Platz für ausschweifende Experimente in der Zukunft. Mit ihren beiden EPs haben sie bereits Wachtum bewiesen.
Valyear - An Invitation To Chaos
Das Sophomore Release der kanadischen Formation. Eine rebellische, intensive und mit roher Energie ausgestattet Komposition des Hard Rock, welche Elemente des Alternative Rock, Heavy Rock und Post Grunge enthält.
Yuna - Ice Cream
Das Debüt der koreanischen Künstlerin, welche das jüngste Mitglied der Süd Koreanischen Girl Group "ITZY" ist. Eine Komposition des Bubblegum Pops, welche mit elektronischen und dance Elementen versehen wurde. Ein Release, welches einen aus dem Tiefen des Alltags befreien möchte, wenn man diese Tiefen verspührt.
ZUTOMAYO - KEISOUDO
Das mysterische Projekt aus Japan mit seinem neuesten Longplayer. Wie es sich für J-Pop und J-Rock gehört, wird ein wilder und progressiver Mix aus Alternative Rock, Jazz Fusion, Electropop, Art Pop, Avant-Garde Rock und Progressive Pop geliefert und in ein passendes mysterisches Kleid verpackt.